Die Danksagung

Im Ton Pangelingua
Von Hans Hut gemacht.

1. Wir danksagen Dir, Herr Gott der Ehren,
Der Du uns alle tust ernähren;
Du gibst uns von dem Himmel die Speise,
Darum wir Dich, Herr, ewig preisen,
Durch Christi Sterben uns Heil erwerben,
Damit wir nicht ewiglich verderben.

2. Da ward das Weizenkörnlein gemahlen,
Das unsere Sünden tät bezahlen,
Da ward das wahre Brot gebrochen,
Von dem auch die Propheten gesprochen,
Das Brot zum Leben ward uns gegeben,
Da Christus an dem Kreuz tat schweben.

3. Allen Menschen mitzuteilen,
Die unter das Kreuz Christi tun eilen,
Nach Seinem Willen hier auf Erden,
Darinnen Ihm gleichförmig zu werden
Mir unsern Leiden in dem Herren,
Des Vaters Reich zu ererben.

4. Also sollt ihr die Speise vernehmen,
Der Geist Christi gibt und tut’s bekennen;
Die Menschheit Christi muss hier sterben,
Sollt Er uns Heil beim Vater erwerben,
Das Er’s beweise wohl mit der Speise,
Darum Er wird ewig gepreiset.

5. Das Brot gab Er in der Figure,
Die Menschheit lehrt in der Nature.
Dabei soll man sie unterweisen,
Dass ihm Gott sei die wahre Speise.
Den Tod des Herrn soll man erklären
Den Leib Christi unterscheiden lernen.

6. Darum hat Er das Brot gebrochen
und hat nämlich dabei gesprochen:
So oft ihr hier das werdet essen,
Sollt ihr Meines Leidens nicht vergessen;
Ihr sollt gedenken, was Ich euch schenke,
Darum Ich an dem Kreuz muss henken,

7. Also isset man den Leib des Herren,
Als wir vom Heiligen Geist tun lernen,
Dass Gott wahrhaftig erkennen
Göttliche Liebe soll in uns brennen;
Die macht uns zu Reben, der Geist gibt das Leben
Also wird uns der Leib Christi gegeben.

Amen.

 

Bekenntnis der zwölf Artikel des christlichen Glaubens
Gesangsweis gestellt durch Sigmund Widemann.

1. Wir glauben in den einigen Gott
Und lieben Ihn von Herzen,
Der in dem Himmel Wohnung hat,
Sieht alle unsere Schmerzen,
Der alle Dinge allein erhält,
Vor Ihm muss alles stummen,
Gütig und mild gegen alle Welt,
Ein Vater aller Frommen.
Niemand, der je auf Erden kam,
Mocht Seiner Gewalt entrinnen,
Allmächtig ist Sein hoher Nam,
Keine Stärk tut Ihm zerrinnen.
Er sieht des Herzens Heimlichkeit
Gar tief in das Verborgen,
Ja tausend Jahr vor Ihn gereiht
Ist wie der gestrig Morgen.
Mit einem Wort hat Er gemacht
Den Himmel und die Erden,
Das Meer, wie Er das hat bedacht
Und was immer möchte werden,
Das Firmament zu allerhöchst,
Der Wasser Unterscheide,
Und alles, was auf Erden wächst,
Das Blümlein auf der Heide,
Auch Sonn und Mond und alle Stern,
Die Tag und Nacht beleuchten,
Was fliegt und schwimmt am Wassern gern
Und wohnet in der Feuchte,
Das Vieh und die menschlich Natur,
Wie uns die Schrift versehen,
Die Geist und englische Kreatur
Und was man nicht kann sehen,
Ist alles von Ihm geschehen.

2. Wir glauben auch an Jesum Christ,
Denn Herren auserkoren,
Der wahrlich ein Sohn Gottes ist
Und heißt der Eingeboren.
Sein Ursprung längst vom Vater war
Eh` die Welt angefangen,
Vom Licht ein Glanz gar hell und klar
Von Gott ist Er ausgegangen,
Geboren, doch geschaffen nie,
Ein Herr von göttlich Wesen,
Durch den all Ding gemachet je,
In Ihm sollt alles genesen.
Er kam vom Himmel auf die Erd
Um unser aller willen,
Niemand hat das von Ihm begehrt,
Den Jammer wollt er stillen.
Er ward zum Fleisch vom Heiligen Geist
Aus Maria, der Reinen,
In armer Gestalt am allermeist
Ein Mensch wie andre gemeine;
Für unsre Sünd ans Kreuz gehenkt
Bei Pontio Pilato,
Gestorben und ins Grab gesenkt
Und wieder von den Toten
Erstanden an dem dritten Tag,
Wie das vorhin geschrieben:
Gestiegen auf, wie Er vermag
Gen Himmel, und da blieben
Er sitzt zu des Vaters rechter Hand
Bald wird Er wieder kommen
Herrlich zu richten alle Land
Die Bösen und die Frommen
Seines Reiches wird sein kein Summe

3. Wir glauben auch an den Heiligen Geist
Die heimliche Gotteskrafte
Der alle Gläubigen Herze weiß
Gibt ihnen geistlichen Safte.
Er kommt vom Vater und dem Sohn
Und wirkt in uns das Leben.
Durch den wir Gott anbeten tun,
Göttliche Ehr Ihm geben.
Er ist der etwas hat geredt
Durch die heiligen Propheten
Vom Heil, das jetzt auf Erden geht
Durch Christum, den Getöteten.
Bekennen auch ein allgemein,
Ein apostolische Kirche,
Die durch den Heiligen Geist allein
Besteht und lässt Ihn wirken,
Ein Glaub, ein Tauf, durch den wir sein
Gewaschen von den Sünden
In gutem Gewissen gehen herein,
Mit Gott sind wir verbunden,
Ein Leib, ein Geist, ein Herr, ein Gott
Durch Seine Wort die zarten
Zu einer Hoffnung berufen hat
Uns all, die wir jetzt warten
Auf die verheißene Herrlichkeit,
Nach der tut uns verlangen,
Dann wird der Tod in Ewigkeit
Verschlungen und gefangen.
Die Toten werden auferstehn,
Die in der Erd allsammen
Jetzt liegen, werden herfürgehn,
Die in der Erd allsammen
Jetzt liegen, werden herfürgehn,
Der Herr kennt all ihr Namen;
Ein ewig’s Leben.   Amen.

Advertisements