Die Predigt

Das Wort Gottes sollen wir reichlich unter uns wohnen lassen (Kol 3,16). Die Predigt ist eine Form, dieses Ziel zu verwirk­lichen; die Lehre ist gemäß der Schrift Aufgabe lehrfähiger, begabter Brüder (Eph 4,11; 1.Tim 2,15). Nicht jeder soll Lehrer werden (Jak 3,1), denn es liegt eine immense Verantwortung auf diesem Dienst: Die Führer der Gemeinde müssen für die Seelen der ihnen anvertrauten Schafe Rechen­schaft abgeben, weshalb diese ihren Predigern auch folgen sol­len (Heb 13,7+17). Dennoch soll jedes Gemeinde­glied das Gehörte auch prüfen, ob es mit der heiligen Schrift überein­stimmt; hier ist uns die edle Gesinnung der Beröer als Beispiel gegeben (Apg 17,11).

Gerade weil es so ein verantwortungsvoller Dienst ist, müssen die Prediger und die Verkündigung, sowie die Herzen der Zuhö­rer durch das Gebet vorbereitet werden, damit das Wort in uns das bewirkt, wozu Gott es gesandt hat.

Wie Paulus sich in Troas mit den Jüngern unterredete (Apg 20,7 = das Wort meint ein Gespräch), so muss die Lehre in der Gemeinde keineswegs nur dem Muster eines frontalen Vortrages folgen. Gerade in kleinen Gemein­schaften wie Haus­gemeinden oder Bibelkreisen bietet es sich an, gemeinsam die Schrift aufzuschlagen und zu for­schen, darüber auszutau­schen, was man gelesen hat, und darüber nachzudenken, wie man das Gelesene fruchtbringend im Alltag umsetzen kann.

Zu den Gebetsanliegen, die dieses Thema betreffen, gehört auch die Bitte an Gott, begabte Brüder zu senden und aus­zurüsten, die den Dienst des Wortes treu und zuverlässig und ohne Menschen­furcht gemäß dem ganzen in der Bibel offen­barten Ratschluss Gottes versehen. Halten wir solche Brüder doppelter Ehre wert!

(Text aus dem Gebetbuch „WEGBEGLEITER“)

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