Gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben

Wir bekennen auch, dass nachdem er das Werk des Vaters, dazu er gesandt war, vollendet, Joh.17, den Menschen des Vaters Namen kund gemacht, Matth.4, und sie die Buße und den Glauben zu Gott gelehrt hatte, ward er aus bedachten Rat des Vaters in die Hände der Sünder übergeben, Matth.27; Mark.15; Luk.22; Joh.19, welche ihn nach viel Schmach und Peinigung mit der verachtungsvollsten Todesart, nämlich mit der Kreuzigung getötet haben. Hier bekennen wir mit Petrus, dass er getötet ist nach dem Fleisch, 1.Petr.3, das ist so viel er des Samen Davids und von Maria gekommen ist, Röm.1; Luk.2, aber lebendig gemacht nach dem Geist, und sagen, dass nicht die göttliche, sondern die menschliche Natur Christi gestorben sei; die göttliche aber soviel sie vom Himmel gekommen ist, die menschliche verlassen und dazumal von ihm gewichen sei, auf das  alle Schrift erfüllet würde, die da spricht, Ps.8: Du hast eine kleine Zeit mangeln lassen an Gott und hast ihm mit Preis und Ehre wieder gekrönt, von welchem der Apostel also redet,Hebr.2: Dem, der eine kleine Zeit der Engel (oder an Gott) gemangelt hat, sehen wir, dass es Jesus ist, durch das Leiden und den Tod mit Preis und Ehre gekrönt, da er aus Gottes Gnaden für uns alle den Tod schmeckte. Weil aber unsere Übertretung und Sünde, 1.Mos.3; Jes.53. den Vater bewegte, dass er ihn diese auferlegt und ihn darum in den Tod gegeben hat, so bekennen wir, dass ihn unsere Sünden gekreuzigt haben.

Darum auch noch alle die, so in Sünden verharren, nicht aufhören, den Sohn Gottes zu kreuzigen, Heb.6, und für einen Spott halten. Denn er ist gekommen, dass er unsere Sünde hinweg nimmt, 1.Joh.3, und die Werke des Teufels zerstöre. Die ihn aber dieselbige nicht von sich hinweg nehmen lassen, sondern immer darin bleiben, die spotten seiner Zukunft in der Welt, Hebr.10, und achten das Blut des Testamentes Gottes unrein, darum auch sein Leiden und Sterben kein Trost, sondern eine Ursache des ewigen Gerichtes ist. Darum ist er wiederum von dem Kreuz abgenommen und in ein Grab gelegt worden, Matth.27; Mark.15; Luk.23; Joh.19, auf dass das Wort, von ihm geredet, erfüllet würde, da er spricht, Joh.12: Es sei denn, dass das Weizenkorn in die Erde gelegt werde und stirbt, so bleibt es allein, so es aber in die Erde geworfen und erstorben ist, so bringet es viel Frucht. Er ist aber, darum in die Erde gelegt worden und wieder auferstanden, auf das alle, die entschlafen sind und in der Erde liegen, durch ihn hervorgehen und wieder auferstehen, wie auch geschrieben steht, Joh.5: Es kommt die Stunde, dass alle, die in den Gräbern liegen, seine Stimme hören werden hervorgehen, die Gutes getan haben, zur Auferstehung des Lebens, die aber das Böse getan haben, zur Auferstehung des Gerichtes und Verdammnis.

Weiter: Niedergestiegen in das Reich des Todes

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