Gemeinschaft der Heiligen

Alle guten und vollkommene Gabe kommt von oben herab, vom Vater der Lichter, bei welchem auch kein Wechsel noch Veränderung der Finsternis ist, Jak.1. Der gibt und teilt uns, seinen Gläubigen alles mit, wie auch Paulus sagt, Röm.8: Ist Gott für uns, wer mag wider uns sein? Der auch seines eingeborenen Sohnes nicht verschont hat, sondern ihn für uns alle in den Tod gegeben, wie sollte er uns nun nicht alles mit ihm schenken? Also will der Vater alles Gute ausgießen über die, so seinen Worten glauben, gerecht und treulich vor ihm wandeln; nach seiner Verheißung, da er zu Abraham spricht, 1.Mos.17: Ich bin Schadai, das ist ein Allmächtiger und überfließende Fülle und Genügsame alles Guten, wandeln vor mir und sei fest, fromm und getreu, so will ich meinen Bund zwischen mir und dir machen und will dich sehr mehren. Und das soll ein ewiger Bund sein, dass ich dein Gott sei und deines Samens nach dir ewiglich. In anderen Worten: So du meine Gebote halten und dich deren fleißigen wird, und meinen Willen bewahren, so wirst du alles Gute in mir haben, ja alles Nutzbare und was lieblich ist, will ich dir geben, 1.Mos.17. Wie aber der Vater eine Fülle alles Guten ist, also hat er auch dem Sohn zu sein gegeben, wie denn auch geschrieben steht, Kol.1; Joh.1:14. Es ist des Vaters Wohlgefallen, dass in ihm alle Fülle wohnen solle. Und noch einmal: Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater voller Gnade und Wahrheit. Und abermals: In ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit wesentlich, und ihr seid desselbigen voll, Kol.2. Wir aber werden solcher Gnade Christi durch den Glauben der Wahrheit teilhaftig, wie Paulus sagt: Und Christum durch den Glauben wohnen in euren Herzen, Eph.3:17. Solcher Glaube aber kommt aus dem Gehör der Predigt des Evangeliums, Röm.10. Also werden wir durch das fleißige Gehör des Evangeliums und Aufmerken darauf der Gemeinschaft Christi teilhaftig, wie es auch aus den Worten Johannes mag erkannt werden, da er spricht 1.Joh.1:1-3. Das was wir gesehen und gehört haben, das verkünden wir euch, auf dass ihr mit uns Gemeinschaft habet, und unsere Gemeinschaft sei mit Gott dem Vater und mit seinem Sohn Jesu Christo, unserem Herrn, der uns auch alles, das er von seinem Vater gehört und empfangen, gegeben hat, Joh.15. Gemeinschaft haben aber ist nichts anderes, denn dass die, so Gemeinschaft haben, alles gemein haben und zugleich mit einander haben, keiner etwas für sich selber, sondern alles einer für den anderen hat, Apg.2 und 4; Joh.17, gleichwie der Vater für sich selber nichts hat, sondern alles, was er hat, das hat er dem Sohn, Röm.8; 1.Joh.1, also wiederum der Sohn hat nichts in ihm selber, sondern alles, was er hat, das hat er dem Vater und allen, so mit ihm Gemeinschaft haben, also auch die, so mit ihm Gemeinschaft haben, nichts ihnen selbst, sondern alles ihrem Meister haben, und denen allen, die mit ihnen Gemeinschaft haben, Eph.4; Joh.16, auf dass sie im Sohn eins seien, wie der Sohn im Vater. Diese Gemeinschaft wird aber darum die Gemeinschaft der Heiligen genannt, dass sie in heiligen Dingen Gemeinschaft haben. Ja, in solchen Dingen, dadurch sie auch geheiligt werden, das sie in dem Vater und dem Sohn, 1.Joh.1, der sie selbst mit allen, die er ihnen gegeben, heiligt. Also gereicht es denn alles zu der Besserung und Auferbauung des Nächsten, und zum Preis und Lobe, des Vaters.

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