Glaubwürdig umkehren

(Text von einer Ansprache)

Ich darf 10min reden, und in diesen 10 Minuten können Weichen für die Ewigkeit gestellt werden. Da liegt einmal eine große Verantwortung bei mir, damit ich den Punkt treffe. Und bei Euch geht es darum, dass Ihr nach allen Eindrücken dieses Abends hellwach werdet, damit niemand heute umsonst gekommen ist.

Ich will einen kurzen Text aus dem neuen Testament lesen, wo von Menschen die Rede ist, der Glaube echt war:

(1.Thess 1,9-10) Denn sie selbst verkündigen von uns, welchen Eingang wir bei euch hatten, und wie ihr euch von den Götzenbildern zu Gott bekehrt habt, dem lebendigen und wahren Gott zu dienen und seinen Sohn aus den Himmeln zu erwarten, den er aus den Toten auferweckt hat – Jesum, der uns errettet von dem kommenden Zorn.

  1. Andere haben über diese Menschen geredet

Solange wir hübsch „normal“ bleiben, kommen wir nicht ins Gerede. Solange wir das denken, was alle denken; so reden, wie alle reden; das tun, was alle tun – und dieselben Ausreden verwenden! – solange sind wir keine Christen. Christsein bedeutet, auszubrechen aus dieser „Normalität“. Und dabei geht es um nichts weniger als die Frage:

  1. Welchem Gott dienst Du?

Unser Abend stellt die Alternative Gott oder Geld in den Raum. Jesus sagte: (Mt 6,24) „Niemand kann zwei Herren dienen; denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird einem anhangen und den anderen verachten. Ihr könnet nicht Gott dienen und dem Mammon.“ Diese Aussage gilt absolut. Hier geht es um das erste Gebot: „Du sollst keine anderen Götter neben mir haben.“

Unsere Gesellschaft huldigt dem Götzen „Freier Markt“, „finanzielle Unabhängigheit“, „es besser haben wollen“ …. Wir sind reich und wir lieben das Geld. Aber Geldliebe ist eine Wurzel allen Übels! Darum sagt Jesus:

(Mt 19,21 + 24) Jesus sprach zu ihm: Verkaufe deine Habe und gib den Armen, und du wirst einen Schatz im Himmel haben; und komm, folge mir nach. … Wiederum aber sage ich euch: Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr eingehe, als [dass] ein Reicher in das Reich Gottes [eingehe].

Wie reagieren wir auf solche Aussagen? Mit Unbehagen? Mit Ausflüchten? Indem wir theologisch brillant diese sehr einfachen Sätze abschwächen und wegerklären? Ja, da sehen wir, wer unser Gott ist. Welchem Gott dienen wir? Demselben Gott wie alle anderen? Mit denselben Ausreden wie allen anderen? Es ist nicht egal, auf welcher Seite wir stehen, denn es geht am Ende auch um den Zorn Gottes:

  1. Der kommende Zorn

Ich habe über diesen Satz sehr gründlich nachgedacht, und ich sage Euch, dass ich mit großer Freude vom kommenden Zorn Gottes spreche. Das hat zwei Gründe:

Zum einen ist er zukünftig. Das gibt mir Zeit und Gelegenheit, meine Leben im Licht des jüngsten Gerichts zu überdenken und noch rechtzeitig dem wahren und lebendigen Gott zu dienen!

Zum anderen zeigt es mir, dass wir Gott nicht egal sind. Er nimmt wohl wahr, was wir tun – jeder einzelne von uns. Er kennt unsere Gedanken. Er hört unsere Worte. Er sieht unsere Taten – und ER lässt sich durch unsere Ausreden nicht frotzeln.

Er ist zornig, weil wir IHN völlig ignorieren, der doch Schöpfer und Herr des Universums ist, ohne den unsere Existenz keine Grundlage und kein Ziel hätte. Stattdessen huldigen wir unserem selbstgemachten Götzen Mammon! Und denken, aller Segen kommt von Zins und Zinseszins! Aber wenn Gott die Sonne vom Himmel nimmt, dann hat auch das Geld keine Macht uns satt zu machen!

  1. Jesus rettet

Das Gericht Gottes kommt mit Recht über uns. Aber nicht sofort, denn Er liebt uns auch. Er redet und redet und redet zu uns. Er schickt einen Propheten nach dem anderen. Die einen werden mit dem nassen Fetzen verjagt, die anderen krankenhausreif geschlagen, einige werden getötet – die Menschen lieben den Mammon mehr als Gott. Aber Gott lässt nicht locker. „Einmal geht’s noch“, sagt Er und sendet Jesus Christus. Der wird auch getötet, aber das war in der Absicht Gottes, denn Sein Tod ist zur Vergebung unserer Sünden. Unsere Sturheit hat einen Preis: Den Tod – und diesen Preis war Gott bereit, auf sich zu nehmen. Darum heißt es, Jesus rettet von dem kommenden Zorn.

(Joh 3,16) Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe.

Jesus ist Gottes letztes Wort. Wenn wir jetzt nicht begreifen, dass Gott für uns ist, dann ist uns nicht helfen. „Einmal geht’s noch“ – dieses Evangelium gilt seit damals der ganzen Welt, und auch hier in Ottakring. Dafür stehen wir hier und rufen mit aller Ernsthaftigkeit und Dringlichkeit:

  1. Kehrt um!

Wendet Euch dem lebendigen Gott zu! Im neuen Testament wird zweimal erzählt, dass die Leute den Prediger fragten. „Was sollen wir denn tun?“ Ich will euch die Antworten vorlegen und auffordern, Euch dem Anspruch Gottes zu stellen:

(Lk 3,8a+10-11) Bringet nun der Buße würdige Früchte; … Und die Volksmengen fragten ihn und sprachen: Was sollen wir denn tun? Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Wer zwei Leibröcke hat, teile dem mit, der keinen hat; und wer Speise hat, tue gleicherweise.

Das ist die Absage an den Mammon. Gott will nicht, dass wir arm sind, aber Er fordert den Ausgleich zwischen Arm und reich. Der Überfluss des einen gleicht den Mangel des anderen aus. Ist es Dir ernst mit der Umkehr zu Gott? Dann beginne damit, Deine Einstellung zum Geld zu ändern. Nicht mit Worten, sondern mit Taten. Überzeuge Gott mit einer sichtbaren Gesinnungsänderung davon, dass es Dir mit der Umkehr ernst ist!

(Apg 2:38-40) Was sollen wir tun, Brüder? Petrus aber [sprach] zu ihnen: Tut Buße, und ein jeder von euch werde getauft auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden, und ihr werdet die Gabe des Heiligen Geistes empfangen. Denn auch euch hier in Ottakring ist die Verheißung und euren Kindern und allen, die in der Ferne sind, so viele irgend der Herr, unser Gott, herzurufen wird. Und mit vielen anderen Worten beschwor und ermahnte er sie, indem er sagte: Lasst euch retten von diesem verkehrten Geschlecht!

Gott will unsere Sünden vergeben. Darum: Kehrt um! Kehrt glaubwürdig um, und lasst Euch taufen auf den Namen Jesu zur Vergebung der Sünden! Bekehrung ist etwas Verbindliches, sichtbar und man soll getauft werden. Nicht die Kindertaufe, die eine menschliche Erfindung ist, sondern die Taufe als Bitte an Gott um ein Gutes Gewissen. Und dann: Brecht aus aus der Normalität dieser Welt, die im Gericht Gottes ihren Lohn finden wird. Unterscheidet Euch durch eure Gedanken, durch Eure Worte und Eure Taten von den Mitmenschen – und dadurch, dass Ihr keine Ausreden mehr braucht, weil die Sünden vergeben sind.

Wer sich zur Taufe anmelden will, und einen Vorbereitungskurs machen will, kann an uns herantreten. Die 10 min sind um – die Weichen zur Ewigkeit können heute gestellt werden. Amen.

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