Habt ihr Heilsgewissheit?

Ja, das haben wir und dafür preisen wir Gott. Unsere Heisgewissheit gründet sich nicht auf unseren Gefühlen oder Meinungen, sondern auf den Zusagen Gottes, die nicht gebrochen werden können, weil Gott nicht lügt.

Wir meinen aber, dass viele Christen die Heilsgewissheit missverstehen, indem sie die Bedingungen, die Gott an Seine Zusagen geknüpft hat, beiseite lassen, und einzelne Verse aus dem Zusammenhang reißen und überbetonen. Wir wollen beides ernst nehmen: Die Zusagen Gottes und die damit verbundenen Bedingungen.

Folgende Beispiele machen es deutlich:

1.Joh 2,24: „Was ihr nun von Anfang an gehört habt, das bleibe in euch! Wenn in euch bleibt, was ihr von Anfang an gehört habt, so werdet auch ihr in dem Sohn und in dem Vater bleiben.

Entscheidend ist das Bleiben. Es genügt nicht, einen Anfang im Glauben gemacht zu haben, wir müssen in Christus, im Glauben, in der Wahrheit bleiben.

1.Joh 2,15: „Habt nicht lieb die Welt, noch was in der Welt ist! Wenn jemand die Welt lieb hat, so ist die Liebe des Vaters nicht in ihm.“

Aufgrund dieser und anderer Stellen lehren wir, dass die Absonderug von der Welt eine notwendige Bedingung ist, um errettet zu bleiben. Wer wie Demas die Welt wieder lieb gewinnt (2.Tim 4,10), hat keine Verheißung der Liebe des Vaters.

1.Joh 1,9: Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, daß er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.“

Aufgrund dieser Stelle wissen wir, wie wichtig es ist, uns bewusste Sünden regelmäßig und rasch vor dem Herrn zu bekennen und zu bereuen.

Heb 3,12-13: „Habt acht, ihr Brüder, daß nicht in einem von euch ein böses, ungläubiges Herz sei, das im Begriff ist, von dem lebendigen Gott abzufallen! Ermahnt einander vielmehr jeden Tag, solange es »Heute« heißt, damit nicht jemand unter euch verstockt wird durch den Betrug der Sünde!“

Wer sich von der Sünde wieder betrügen und umstricken lässt, dessen Herz wird schrittweise verhärtet, was bis zum Glaubensabfall führen kann. Wir erkennen an dieser Stelle auch die Notwendigkeit christlicher Gemeinschaft, in der man aufeinander Acht hat, dass dies niemandem von uns geschehen möge.

In Summe: Die Errettung ist ein Weg, der zur Gänze zurückgelegt werden muss. Es genügte auch für Israel nicht, aus Ägypten ausgezogen zu sein; sie mussten die ganze Wüste durchschreiten und den Jordan überqueren, um das verheißene Land zu erreichen. So auch wir (vgl 1.Kor 10,1-13 und Heb 4). Wer unterwegs sündigt, murrt und sich gegen Gott auflehnt, läuft Gefahr, in der Wüste liegen zu bleiben und das Ziel nicht zu erreichen.

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