Machtwechsel – Das Evangelium des Reiches Gottes

Alles hat die Menschheit in ihrer langen Geschichte bereits ausprobiert. Nie gelang es uns, diese Welt zu einem Ort des Friedens und der Gerechtigkeit zu machen. Wer Bilanz zieht, erkennt: Es ist …

Zeit für einen Machtwechsel

Egal welche urtümliche Stammesgesellschaft wir heranziehen, das Leben war gekennzeichnet von Fehden und Kriegen, von Viehdiebstahl und Rivalitäten. Ob wir an die schottischen Clans oder die afrikanischen Stammeskriege (zuletzt in Ruanda) denken: Es war eine Geschichte von Blut und Tränen.

Die Griechischen Stadtstaaten wurden einmal demokratisch, dann von einer Aristokratie, dann von einer Oligarchie, dann von Tyrannen und wieder demokratisch regiert. Der große Philosoph Plato beklagte, dass die Demokratie der Griechen daran scheiterte, dass zu wenige Philosophen daran beteiligt waren. Als er die Gelegenheit bekam, einen Staatsmann philosophisch zur Seite zu stehen, scheiterte auch das.

Alexander der Große einte die Griechen im Kampf gegen das Perserreich. Er siegte und schuf ein griechisches Weltreich. Jedoch gleich nach seinem Tod zerfiel es in vier Teile.

Die römische Republik wuchs indessen zu einer Großmacht heran und eroberte den gesamten Mittelmeerraum. Und doch hatte die Republik keinen Bestand. Über zwei Triumvirate entwickelte Rom sich über eine Diktatur zu einem Kaiserreich. Sklaverei, Unterjochung, Gladiatorenkämpfe, grausamste Hinrichtungen kennzeichneten neben höchst fragwürdigen Moralvorstellungen, beeindruckenden kulturellen Leistungen und dem Personenkult um den vergöttlichten Kaiser das Imperium Romanum. Es ging an seiner eigenen Dekadenz zugrunde.

In der Völkerwanderungszeit beerbten verschiedene Stämme die Reste des Imperiums; Herrscher kamen und gingen, ebenso Völker, Stämme, Sprachen und Nationen. Manche Königs- und Kaiserhäuser entwickelten sich aus dem Chaos und hatten zum Teil bis in die Neuzeit Bestand. Frieden gab es in Europa nie, wovon noch heute die Burgen in allen Ländern Geschichten zu erzählen wissen. Ein Hundertjähriger Krieg, der Dreißigjährige Krieg, ein siebjähriger Krieg, Erbfolgekriege – daneben Ausbeutung, Armut, Leibeigenschaft, Bauernkriege.

Im Zuge der Aufklärung wurde in blutigen Revolutionen seit 1776 eine Monarchie nach der anderen gestürzt, oder als „konstitutionelle Monarchie“ demokratisch gemacht. Der Französischen Revolution folgte jedoch ein Terrorregime, diesem das Kaiserreich Napoleons, welches Europa über 10 Jahre lang mit Krieg überzog. Auch der russischen Revolution von 1917 folgte eine Diktatur und jahrzehntelange Unfreiheit, welche Europa spaltete.

Zwei Weltkriege vernarbten Europa, und in der verzweifelten Suche nach Frieden gründeten sie die EU, die seither (vor allem im Rahmen der Nato) wiederum an mehreren kriegerischen Auseinandersetzungen mitwirkte und an den gegenwärtigen Unruhen in der Ukraine ursächlich beteiligt ist.

Was soll man noch alles sagen, über die Golfkriege, den Arabischen Frühling, die Intifada – haben wir Vietnam vergessen, oder Hiroshima? Was sagen wir zu Progromen, Apartheid, zum Genozid an den Indianern Nordamerikas, oder zum Rassismus, oder zur Korruption, zum Zinseszins, zur Schuldenpolitik und systematischen Enteignung? Wir haben es hinlänglich bewiesen, dass wir dieser Welt weder Frieden noch Gerechtigkeit bringen können.

Es ist Zeit für einen Machtwechsel

Doch es geht um mehr als einen politischen Wechsel. Macht hat noch jeden korrumpiert, und es gibt niemanden, der den Versuchungen des Systems auf Dauer gewachsen ist. Auch davon sind die Geschichtsbücher voll von tragischen Beispielen. Denn das Problem sitzt tiefer. Diese Systeme sind Symptome unserer kranken Innenwelt: Unserer Gier, unserer Feigheit, unseres kurzsichtigen Denkens und Handels, unserer Ungewissheit und Unkenntnis der Wahrheit, unserer Angst vor dem Tod und der daraus resultierenden Erpressbarkeit. All das führt zu Fehlentscheidungen und Handlungen, die anderen, der Welt und einem selbst Schaden zufügen.

Der wahre und entscheidende Machtwechsel muss hier ansetzen: Im menschlichen Herzen. Das ist eine viel radikalere Revolution, als es fürs erste klingen mag: Radikal zuerst einmal, weil die eigene Mitschuld nicht ausgeklammert sondern eingestanden wird. Dazu braucht man Mut und Demut. Radikal aber auch deshalb, weil erst die Reinigung unseres Herzens die Kraft und die Grundlage schafft, nicht mehr erpressbar zu sein und dem System dieser Weltordnung zu widerstehen.

Dazu, genau zu diesem Zweck, sandte Gott Seinen Sohn Jesus Christus in diese Welt. Als den von Gott gesalbten und eingesetzten König mit Herrschaftsanspruch über Seine Schöpfung. In Seinem Namen wird allen Völkern der Machtwechsel angekündigt, der jedoch nicht auf der politischen Bühne, sondern im Herzen von Menschen beginnt. Folgende Schritte setzte Jesus Christus:

  • Er kam zu uns und zeigte anhand Seines Lebens einen vollkommenen Lebensstil, der von Frieden, Liebe und Gerechtigkeit gekennzeichnet war.
  • Er zeigte auch, dass man, wenn man mit Gott verbunden lebt, vor den Mächtigen der Welt keine Angst zu haben braucht, welche nur den Körper, aber nicht das Leben selbst töten können.
  • Er ging zum äußersten und ließ sich von Seinen Feinden kreuzigen und töten. Damit erfüllten diese ohne ihr Wissen zahlreiche Jahrhunderte alte Vorhersagen auf Punkt und Beistrich.
  • Gott nahm das Blut Christi als ein Opfer der Versöhnung an, wodurch Gott und Mensch wieder zueinander finden können.
  • Durch die Auferweckung Jesu besiegte Gott den Machtanspruch des Todes, aber auch die Machtansprüche aller Machthaber, auch des Teufels.
  • Er setzte Jesus zu Seiner Rechten und lässt das Königreich Gottes in der ganzen Welt ausrufen.
  • Am Ende der Zeit wird Er kommen, um mit jenen, die Ihn in diesem Leben in ihrem Herzen zum König erwählten, über eine verherrlichte, neue, unvergängliche Welt in Gerechtigkeit und Frieden zu regieren.

Wer diese Botschaft annimmt, lässt sich auf den Namen Jesu taufen und erhält durch den Heiligen Geist die Gegenwart des Königs in Seinem Herzen. Er wird fortan nach Seinem Willen, vor allem der Bergpredigt, leben und sich vom System der gegenwärtigen Weltordnung trennen – der Welt zum Zeugnis und zum Trotz, im Wissen, dass der wahre König bereits auf dem Thron sitzt. Auch um den Preis, dafür verfolgt zu werden. Der Herr Jesus Christus kommt bald zurück, um den Vorsatz Gottes zu vollenden.

Es ist Zeit für den Machtwechsel – Er beginnt bei Dir.

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