Ordnung der Täufergemeinde „In Christo“

Die Ordnung unserer Gemeinde ist inspiriert von der Ordnung der Elmendorf Christian Community, einer hutterisch geprägten christlichen Gemeinschaft in Minnesota. Manches in dieser Ordnung setzt eine größere Gemeinde voraus als wir sind – doch was wir davon umsetzen können, wollen wir von ganzem Herzen tun.

Gemeindeordnung der Täufergemeinde „In Christo“

Bruderschaft taufgesinnter Christen

Was wir glauben und wie wir leben

Tut nichts aus Selbstsucht oder nichtigem Ehrgeiz,
sondern in Demut achte einer den anderen höher als sich selbst.
Philipper 2,3

Erstellt am 1. September 2008
Letzte Korrektur am 20. Mai 2017
Datum: 21. Mai 2017

Wir glauben an Gott den Vater, Schöpfer des Himmels und der Erde, und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn, der durch den Heiligen Geist empfangen wurde, geboren von der Jungfrau Maria. Er litt unter Pontius Pilatus, wurde gekreuzigt, starb und stieg in das Totenreich hinab. Am dritten Tag auferstand er von den Toten, stieg empor in den Himmel, wo er zur Rechten Gottes des Vaters sitzt, und von wo er kommen wird, um die Lebenden und die Toten zu richten.

Wir glauben an den Heiligen Geist, die Umkehr von der Sünde (Buße), die Vergebung der Sünden, die geistliche Neugeburt, die Glaubenstaufe, die Gemeinschaft der Heiligen, die Auferstehung des Leibes und das ewige Leben.
Amen.

Gott und Mensch

Wir glauben, dass Gott uns mit der Erde, den Himmeln und allen Lebewesen vollkommen geschaffen hat. Durch Ungehorsam Ihm gegenüber haben wir jedoch unsere Vollkommenheit verloren. Wenn wir jetzt nicht an seinen Sohn, Jesus Christus, glauben, den er gesandt hat, um uns zu lehren und zu erlösen durch seinen Tod am Kreuz, verbleiben wir in Sünde. Dann wird er uns in den Feuersee, die Hölle, werfen. Nichts Unreines gelangt ins Himmelreich.

Wir glauben, dass die einzige Möglichkeit, Erbe der Verheißung, ein Kind Gottes, oder ein Bürger in seinem himmlischen Königreich zu werden darin besteht, Buße zu tun und an Jesus Christus zu glauben. Alle können, durch die Erlösungstat Christi am Kreuz, errettet werden, aber alle, die Jesus ablehnen, lehnen Gott ab und verwirken ihren Anspruch auf die Verheißungen Gottes.

Das Reich Gottes

Durch Buße und Aufgabe unserer Sünden, durch Glauben, durch den Geist Gottes, der auf uns kommt und uns neues Leben mit dem von den Toten auferstandenen Jesus gibt, dürfen wir durch die schmale Pforte in sein Reich eintreten. Mit ihm dürfen wir Erben des ewigen Lebens werden und die Verheißung empfangen, mit ihm zu herrschen – nach der Wiederherstellung aller Dinge – in neuen Himmeln und einer neuen Erde, in welchen Gerechtigkeit wohnt.

Wir erkennen, dass das Reich Gottes, das himmlische Königreich, jetzt schon auf Erden vorhanden ist in der friedlichen Gemeinschaft der Heiligen. Wo immer Männer und Frauen, die an Jesus glauben und Ihm folgen – das heißt, wo alte Menschen, junge Menschen und Kinder in Frieden und Einheit miteinander leben, wo immer sie sich selbst für andere hingeben wie Jesus sich für sie hingab – kommt Sein Königreich zu uns. Wir glauben jedoch, dass es in unaussprechlich größerer Macht und Herrlichkeit kommen wird, wenn Jesus selbst wiederkehrt. Wir geben uns und alles, was wir besitzen, der Verkündigung des Evangeliums seines Königreiches hin und erwarten, in Ewigkeit mit Jesus in Seinem himmlischen Licht und Seiner himmlischen Liebe zu leben, zu arbeiten und anzubeten.

Wir lieben unseren Herrn Jesus Christus, weil Er Satan überwunden und uns das ewige Leben gegeben hat. Wir wollen mit Ihm kämpfen, Ihm bei jedem Schritt folgen, uns von Ihm mit dem Heiligen Geist erfüllen lassen, damit wir die verdorbene Welt überwinden können. Wir stehen mit allen zusammen, die erklären, für Jesus zu sein in Wort und Lebenswandel, und für Sein Reich auf der Erde zu kämpfen, wobei unser Kampf nicht gegen Fleisch und Blut, sondern ein Kampf des Geistes ist.

Taufe

Wir erklären unsere Unterordnung unter Christus und Sein Reich durch mündliches Zeugnis, durch die Glaubenstaufe und dadurch, dass wir unseren Wandel mit Ihm Tag für Tag rein halten, bis dieses Leben vorüber ist.

Auf welche Weise die Taufe durchgeführt wird oder durch wen, ist uns nicht so wichtig. Wir nehmen jede Wassertaufe, die auf Bekenntnis des Glaubens ausgeführt wurde, als gültig an, vorausgesetzt der Täufling tat echte Buße, glaubte an Jesus und machte sein Versprechen vor Gott und Menschen mit einem aufrichtigen Herzen.

Wir glauben, dass die Taufe eine volle Verantwortung und Mitgliedschaft in der lokalen Gemeinde mit sich bringt. Diese Verantwortung und Mitgliedschaft bleiben gültig, so lange unsere Geschwister am betreffenden Ort wohnen. Wenn Geschwister aus einem gerechtfertigten Grund wegziehen, haben wir sie freizugeben und ihnen zu erlauben, Mitglied einer anderen örtlichen Gemeinde möglichst ähnlicher Gesinnung zu werden. Alle getauften Mitglieder des Leibes des Herrn sollen einer erkennbaren christlichen Gemeinschaft angehören und in ihr tätig sein.

Wir glauben, dass die Taufe nur geschehen soll, nachdem sie gewünscht wird – und wenn das passiert soll die Gemeinde die Kandidaten prüfen und sicherstellen, dass sie verstehen, was Christ sein und Zugehörigkeit zur Gemeinde bedeutet.

Wir taufen niemanden, der nicht völlig mit unserer Gemeinschaft übereinstimmt – der nicht bereit ist mit uns am Mahl des Herrn teilzunehmen und sich den Brüdern und Schwestern in unserem gemeinsamen Leben hinzugeben.

Das Abendmahl

Wenn wir Gemeinschaft mit Jesus haben, haben wir Gemeinschaft miteinander. Wir feiern dies im Abendmahl mit Brot und Kelch (Wein). Wir können das Abendmahl nicht feiern, wenn wir uns nicht in geistlicher Einheit mit einander befinden – es sei denn, jede teilnehmende Person hat mit Wort und Leben bewiesen, dass sie zu Christus und zu jedem anderen gehört, der am Abendmahl teilnimmt. Das Abendmahl ist eine Feier der Gemeinschaft mit Christus – das Zeichen Seines Königreiches. Wenn wir unwürdig, in Uneinheit oder mit unbekehrten Menschen daran teilnehmen, essen und trinken wir uns selber zum Gericht. 1. Korinther 10, 16-17; 11, 17-34

Lehre

Wir vertrauen Jesus als unserem perfekten Vorbild und ehren Ihn als unseren König. Alles, was Jesus oder die Apostel lehrten oder taten, wollen wir ebenfalls lehren und tun. Alles, was sie ablehnten, lehnen auch wir ab.

Die Lehre von Jesus und den Aposteln im Neuen Testament ist unsere letztendliche Anweisung zum täglichen Handeln.

Wenn immer es uns deutlich gemacht wird, dass wir davon abgewichen sind oder die Worte des Neuen Testamentes verdreht haben, damit sie zu unserem Lebensstil passen, tun wir Buße. Wir verpflichten uns, alles Notwendige zu verändern, wie viel es auch kosten mag, um unserem König Jesus zu gehorchen und nachzufolgen.

Errettung

Wir möchten unser Leben lang einen Geist der Buße bewahren – Gott dafür preisen, dass Er uns aus der Sünde errettet und in das Königreich Seines Sohnes gebracht hat, wobei wir unsere menschliche Natur mit ihren Schwächen und Unzulänglichkeiten und unsere Verantwortung dafür anerkennen. Wir glauben, dass es möglich ist, ohne Sünde zu leben, vollkommen vor Gott zu stehen durch das Werk Christi. Wir glauben aber auch, dass wir fallen können, und dass wir fortwährend wachen und beten müssen, um in Ihm geborgen zu bleiben.

Wir glauben, dass Jesus, der das Licht der Welt ist, alle Menschen, die in die Welt geboren werden, erleuchtet. Wir glauben, dass Sein Geist zu allen Menschen und an allen Orten spricht, und dass Er sie zu Gott ruft, auch wenn sie es nicht wissen oder Ihn nicht erkennen können. Doch nur diejenigen, die auf Seinen Ruf antworten, werden gerettet. Nur diejenigen, die suchen, werden Ihn finden.

Apostel und Evangelisten, die von der Gemeinde ausgesandt werden, müssen den Suchenden helfen, den Weg zu finden.

Wir glauben, dass alle Kinder mit einer sündigen Natur geboren werden, seit Adam und Eva Gott ungehorsam waren und in Sünde fielen. Wir glauben, dass Kinder von ungläubigen Eltern eine noch größere Last der geistlichen Unreinheit tragen können. Wir glauben jedoch, dass Gott sie dafür erst dann verantwortlich macht, wenn sie persönlich gesündigt haben, nachdem sie das Alter des Verständnisses erreicht haben und willentlich gegen Gott und ihr Gewissen handeln. Gott wird die Unschuldigen nicht für schuldig erklären oder Kinder für die Sünden ihrer Eltern richten.

Der Heilige Geist

Wir erkennen den Heiligen Geist als Gott an. Wir erwarten von allen Geschwistern, dass sie, durch den Heiligen Geist geleitet und geformt, die Frucht des Geistes hervorbringen und nach Seinen Gaben streben. Wir erkennen die Gaben der Heilung, der Prophetie, des Sprechens in Sprachen und andere, die im Neuen Testament als Beweis des Wirkens Gottes unter uns genannt werden an. Wir erkennen jedoch niemanden und nichts als „geistlich“ an, der oder das im Widerspruch zur Ordnung des Neuen Testamentes steht. Galater 5, 22; 1. Korinther 12, 8-10; 28-31

Wir erwarten von allen Gläubigen, dass sie die gleiche Frucht des Geistes tragen, aber der Geist ihnen unterschiedliche Gaben geben wird – entsprechend ihren Bedürfnissen und des Bedarfs der lokalen Gemeinde, der sie angehören.

Das geistliche Leben

Als Christen wollen wir einander ermutigen und unterstützen, ein geistliches Leben zu führen. Das geistliche Leben des Einzelnen ist eine persönliche Beziehung zum himmlischen Vater durch den Herrn Jesus Christus im Heiligen Geist, das jeder für sich pflegen muss; jeder auf seine eigene Weise. Darum gibt es dafür keine fixen Vorgaben, sondern lediglich Empfehlungen und die biblischen Prinzipien. Es darf nie darum gehen, einander darin zu kontrollieren oder zu bevormunden; wohl aber wollen wir einander dabei anspornen und Hilfe bieten.

Leben mit dem Wort Gottes
„Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollen auf deinem Herzen sein. Und du sollst sie deinen Kindern einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Hause sitzest, und wenn du auf dem Wege gehst, und wenn du dich niederlegst, und wenn du aufstehst.“ 5. Mose 6, 6-7

„Nur sei sehr stark und mutig, dass du darauf achtest, zu tun nach dem ganzen Gesetz, welches mein Knecht Mose dir geboten hat. Weiche nicht davon ab zur Rechten noch zur Linken, auf dass es dir gelinge überall, wohin du gehst. Dieses Buch des Gesetzes soll nicht von deinem Munde weichen, und du sollst darüber sinnen Tag und Nacht, auf dass du darauf achtest, zu tun nach allem, was darin geschrieben ist; denn alsdann wirst du auf deinem Wege Erfolg haben, und alsdann wird es dir gelingen.“ Josua 1, 7-8

„Wodurch wird ein Jüngling seinen Pfad in Reinheit wandeln? Indem er sich bewahrt nach deinem Worte.“ Psalm 119, 9

„Ihr irret, indem ihr die Schriften nicht kennet, noch die Kraft Gottes.“ Matthäus 22, 29

„Lasst das Wort des Christus reichlich in euch wohnen, indem ihr in aller Weisheit euch gegenseitig lehret und ermahnet mit Psalmen, Lobliedern und geistlichen Liedern, Gott singend in euren Herzen in Gnade.“ Kolosser 3, 16

„Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nütze zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit, auf dass der Mensch Gottes vollkommen sei, zu jedem guten Werke völlig geschickt.“ 2. Timotheus 3, 16-17

Das Wort Gottes soll unseren Alltag durchdringen 5. Mose 6, 6-7, unsere Gedanken erfüllen Josua 1, 7-8, unser Leben rein und heilig halten Psalm 119, 9, uns vor Irrtum bewahren und die Kraft Gottes vor Augen halten Matthäus 22, 29, uns vervollkommnen, zurechtweisen, lehren und zu jedem guten Werk bereit machen. 2. Timotheus 3, 16-17

Nur wenn das Wort Gottes in dieser Weise im Leben der einzelnen Geschwister zur Geltung kommt, wohnt es auch reichlich in der Gemeinde, sodass wir einander anhand des Wortes auch ermuntern, ermahnen, aufhelfen, trösten und warnen können. Kolosser 3, 16-17

Es gibt keine Regel, wie oft und wie viel man in der Bibel lesen soll, außer dem Grundsatz: „oft“ und „viel“. Es sollte kein Tag vergehen, an dem nicht in der Bibel gelesen, über das Wort Gottes nachgedacht und im Familienkreis darüber geredet wird. Wovon das Herz voll ist, davon geht der Mund über – das wird auch die Versammlung der Gemeinde positiv prägen.

Es wird aber immer wieder solche Tage geben, an denen wir vor lauter beschäftigt sein „das gute Teil“ vernachlässigen Lukas 10, 38-42. Deshalb ist es gut, am Beginn der Versammlung der Gemeinde in Stille darüber nachzudenken, wie mein Leben mit dem Wort Gottes in der letzten Zeit verlaufen ist und sich vom gemeinsamen Betrachten des Wortes neu anspornen zu lassen.

Das Gebet
„Sei mir gnädig, Herr! Denn zu dir rufe ich den ganzen Tag. Erfreue die Seele deines Knechtes! Denn zu dir, Herr, erhebe ich meine Seele.“ Psalm 86, 3-4

„Zu dir, Jahwe, habe ich jeden Tag gerufen, zu dir habe ich meine Hände ausgebreitet.“ Psalm 88, 9

„Dreimal des Tages kniete er auf seine Knie und betete und lobpries vor seinem Gott, wie er vordem getan hatte.“ Daniel 6, 10

„Und es geschah, als er an einem gewissen Orte war und betete, da sprach, als er aufhörte, einer seiner Jünger zu ihm: Herr, lehre uns beten, wie auch Johannes seine Jünger lehrte“ Lukas 11, 1 – gefolgt vom „Vater Unser“.

„Sie verharrten aber in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft, im Brechen des Brotes und in den Gebeten.“ Apostelgeschichte 2, 42

„Und als er dies gesagt hatte, kniete er nieder und betete mit ihnen allen.“ Apostelgeschichte 20:36

„Freuet euch allezeit; betet unablässig; danksaget in allem, denn dieses ist der Wille Gottes in Christo Jesu gegen euch.“ 1. Thessalonicher 5, 16-18

Wenn schon jede Speise durch das Wort Gottes und Gebet geheiligt wird 1. Timotheus 4, 5, wie viel mehr wir? Gebet ist ein wesentlicher Schlüssel zur Freude Psalm 86, 3-4, wir erheben unsere Seelen und Herzen zu Gott, gemeinsam mit unseren Händen. Psalm 88, 98; Klagelieder 3, 41 Es ist Gottes Angebot an uns, Ihn in unserer Not anzurufen, damit Er uns hilft. Psalm 50, 15

Beten will gelernt sein Lukas 11, 1, sowie es Kindern beigebracht werden muss, „bitte“ und „danke“ zu sagen. Wir werden nichts empfangen, wenn wir nicht bitten. Jakobus 4, 2 Das Gebet eines Gerechten vermag viel Jakobus 5, 16, aber das Gebet eines Gesetzlosen ist Gott ein Gräuel. Sprüche 15, 8 Gebet ist daher kein „Zauberspruch“, sondern ein Ausdruck unserer Beziehung zum Herrn.

Wir lernen Gebet durch die Beispiele der Heiligen Schrift, in der Gemeinde und in der Familie. Wir lernen es, indem wir es tun. Indem wir bei den schlichten Worten des Herrn („Vater Unser“) beginnen, uns von den Worten der Psalmen leiten lassen; auch der Gebrauch bewährter Gebetsbücher (z.B. „Christenpflicht/Wegbegleiter“) soll uns helfen, ein persönliches Gebetsleben zu entwickeln.

Wir können laut oder im Stillen beten. Wir sollen „ohne Unterlass“  beten 1. Thessalonicher 5, 17, was in der Bibel praktisch bedeutete: mehrmals täglich (z. B. drei Mal Daniel 6, 10). Gebet soll zu einer Gewohnheit werden, aber nicht zu einer gesetzlichen Last. Darum gibt es keine Vorschrift darüber wie oft und wie viel man beten soll, wohl aber Beispiele dafür, wie andere Diener Gottes beteten. Deren Glauben sollen wir nachahmen. Hebräer 13, 7

Das Gebet soll durch äußere Dinge unterstützt werden, die unserer Konzentration und unserer inneren Haltung helfen. Dazu gibt uns die Bibel folgende Beispiele: Das Heben der Hände 1. Timotheus 2, 8 und das Beugen der Knie. Apostelgeschichte 20, 36 Das Einnehmen dieser Haltungen macht unser Beten nicht besser oder geistlicher, hilft uns aber stets zu fragen, ob unsere Hände heilig sind, ob wir frei von Zorn und Zweifel beten 1. Timotheus 2, 8 bzw. ob wir unsere Herzen bei Gott haben Klagelieder 3, 41. Das Beugen der Knie ist das Bekenntnis zur Königsherrschaft und Majestät des Herrn und hilft uns, Ihm angemessen zu begegnen Philipper 2, 11. Männer beten mit unbedecktem und Frauen mit bedecktem Haupt.
1. Korinther 11, 2-16

Wir ermuntern einander zu einem regelmäßigen und wachsenden Gebetsleben, helfen einander in Glaubenszweifeln und beten mit- und füreinander. So wie das Lesen der Bibel letztlich im Ermessen und der Verantwortung des Einzelnen liegt, herrschen wir auch nicht über das Glaubensleben der Geschwister, wollen aber „Mitarbeiter zur Freude“ sein. 2. Korinther 1, 24

Die Bruderliebe
„Bittet um die Wohlfahrt Jerusalems! Es gehe wohl denen, die dich lieben! Wohlfahrt sei in deinen Festungswerken, sichere Ruhe in deinen Palästen! Um meiner Brüder und meiner Genossen willen will ich sagen: Wohlfahrt sei in dir! Um des Hauses Jahwes, unseres Gottes, willen will ich dein Bestes suchen.“ Psalm 122, 6-9

„Ein Stufenlied. Siehe, wie gut und wie lieblich ist es, wenn Brüder einträchtig beieinander wohnen! Wie das köstliche Öl auf dem Haupte, das herabfließt auf den Bart, auf den Bart Aarons, das herabfließt auf den Saum seiner Kleider; wie der Tau des Hermon, der herab fällt auf die Berge Zions; denn dort hat Jahwe den Segen verordnet, Leben bis in Ewigkeit.“ Psalm 133, 1-3

„Eisen wird scharf durch Eisen, und ein Mann schärft das Angesicht des anderen.“ Sprüche 27, 17

„Wenn nun ich, der Herr und der Lehrer, eure Füße gewaschen habe, so seid auch ihr schuldig, einander die Füße zu waschen.“ Johannes 13, 14

„Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr einander liebet, auf dass, gleichwie ich euch geliebt habe, auch ihr einander liebet. Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.“ Johannes 13, 34-35

„Die Menge derer aber, die gläubig geworden, war ein Herz und eine Seele; und auch nicht einer sagte, dass etwas von seiner Habe sein eigen wäre, sondern es war ihnen alles gemein.“ Apostelgeschichte 4:32

Der Herr Jesus gab uns ein neues Gebot: Die Liebe zu den Glaubensgeschwistern. Diese hat Vorrang vor der Liebe zu Ungläubigen Galater 6, 10, aber auch Vorrang vor der Liebe zu den leiblichen Verwandten. Lukas 8, 21 Diese Liebe orientiert sich an der Liebe des Herrn zu uns, der Sein Leben für uns gegeben hat – darum sollen auch wir unser Leben füreinander geben. 1. Johannes 3, 16 Das beginnt mit dem Teilen der irdischen Güter, je nachdem einer bedürftig ist. 1. Johannes 3, 17

In der Ordnung der Fußwaschung Johannes 13, 14 bekennen wir einander diese Liebe Christi. Ohne diese Liebe sind wir nicht als Seine Jünger erkennbar Johannes 13, 35, ohne diese Liebe hat Gottes Haus keinen Bestand. Die Gemeinde zu lieben, heißt die Brüder zu lieben Psalm 122, 6-9; hier ist der Ort des Segens und die Verheißung ewigen Lebens. Psalm 133

Die Liebe beinhaltet auch die brüderliche Ermahnung, damit wir wie Eisen geschärft werden Sprüche 27, 17, das aufeinander Achthaben, um gemeinsam das Ziel zu erreichen. Hebräer 3, 12-14 Wir weinen zusammen und lachen zusammen. Römer 12, 15 Wir freuen uns aneinander und begrüßen einander herzlich.
1. Petrus 5, 14. Wir betrachten uns nicht nur als Brüder sondern auch als Freunde. 3. Johannes 1, 14

Darum nehmen wir Anteil aneinander, sind bereit, einander zu dienen ohne einander auszunützen – eine Balance zwischen Geben und Nehmen soll angestrebt werden. Philipper 4, 15 Die Liebe ist frei und kann nicht eingefordert werden; es gibt keinen Zwang in der Liebe. Die Liebe vertraut den Geschwistern, glaubt alles und hofft alles, bläht sich nicht auf und sucht nicht das Ihre vgl. 1.Korinther 13.

Zu Beginn jeder Versammlung sollte sich jeder im Stillen prüfen vgl. 1. Korinther 11, 28, ob und auf welche Weise er den Geschwistern in der letzten Zeit Liebe erwiesen hat. Wer im Unfrieden mit Geschwistern ist, soll sich ehebaldigst versöhnen, damit unsere Anbetung rein ist. Matthäus 5, 23-24 Die Sonne soll nicht über unserem Zorn untergehen, damit der Teufel keinen Raum unter uns bekommt. Epheser 4, 26-27

Die Bruderliebe ist angefochten. Wir sind verschiedene Menschen mit verschiedenen Erwartungen, Bedürfnissen, Charakteren, Stärken, Schwächen, Hintergründen, Verletzungen, Erfahrungen und Vorurteilen, die wir erst schrittweise in Christus ablegen oder heiligen. Auf unserem Weg zur vollen Mannesreife Epheser 4, 13 brauchen wir Langmut und Geduld miteinander. Epheser 4, 1 Die Selbstauferbauung der Gemeinde erfolgt durch gegenseitigen Dienst in Liebe. Epheser 4, 16 Ohne die Liebe hat nichts irgendeinen Wert vor Gott vgl. 1.Kor 13.

Leitung

Wir glauben, dass der Heilige Geist uns in die Leitung und verschiedene Ämter der Gemeinde beruft. Diese Berufung wird vom geistgeführten Leib der Gläubigen erkannt, und es wird entsprechend damit umgegangen. Wenn ein Bruder in unserer Mitte eine besondere Gabe besitzt, müssen wir das beachten und ihm helfen, sie einzusetzen. Auf diese Weise kann der Herr seine Gemeinde bauen.

Wir glauben, dass der Geist bestimme Männer zu Ältesten beruft, die Gemeinde zu leiten. Wir respektieren sie und ehren ihre Arbeit. Jeder Älteste ist direkt Jesus verantwortlich. Doch glauben wir, dass jeder Älteste ebenso der Gemeinde Jesu, der lokalen Gemeinde, gegenüber verantwortlich ist, ebenso anderen Ältesten gegenüber, so wie die übrigen Geschwister untereinander verantwortlich sind. Aus diesem Grund trifft nicht ein Mann alleine Entscheidungen, die Auswirkungen auf die gesamte Gemeinde haben. Genauso wenig lehrt ein einziger Mann alleine oder ist alleine für die Verwaltung zuständig. Wir sehen es als nötig an, eine Mehrzahl von Ältesten an jedem Ort einzusetzen, wo eine Gemeinschaft gegründet wird.

Arbeit

Wir trachten danach, als Gemeinschaft die Arbeit, gleich ob zum Einkommenserwerb oder zur täglichen Versorgung, unter allen Geschwistern gleichmäßig aufzuteilen. Nicht jeder ist für jede Aufgabe geeignet, aber jede Person, die dazu in der Lage ist, muss mit der eigenen Arbeit, ob in der Gemeinschaft oder auswärts, nach seinen Möglichkeiten, seinen Beitrag zur Gemeinschaft leisten. Familien sind für ihre Kinder verantwortlich, ebenso für die alten, körperlich oder auf andere Weise behinderten Menschen der Familie.

Wir ordnen uns in unserer gemeinschaftlichen Arbeit und den uns übertragenen Verantwortlichkeiten den Entscheidungen der Ältesten unter.

Ehelosigkeit und Ehestand

Wir erkennen den Dienst der allein stehenden Brüder und Schwestern unter uns an und ehren sie. Wenn sie sich entscheiden, allein zu bleiben, um dem Herrn zu dienen oder wenn sie aus einem anderen Grund ledig leben wollen – zum Beispiel weil sie verwitwet, getrennt oder geschieden sind – verpflichten wir uns, sie zu unterstützen und für sie zu sorgen, so lange sie leben. Wir danken Gott für sie.

Dennoch glauben wir, dass Gott will, dass die meisten Menschen eine Familie gründen. Wir ermutigen offen zum Ehestand und verpflichten uns zu tun, was wir können, um unsere jungen Leute in den Ehestand zu führen. Wir ermutigen sie, passende Partner zu finden, unter der Beratung ihrer Eltern und der Leitung der Gemeinde, während wir gleichzeitig von voller Verantwortung für die Wahl ausgehen, die sie getroffen haben, und vom Versprechen, zusammen zu bleiben, solange beide leben.

Eine Ehe wird von der Gemeinde nur akzeptiert, wenn der hinzu kommende Partner bereit ist den Glauben an Jesus Christus und unsere Lebensweise uneingeschränkt anzunehmen und zu leben.

Wir erlauben unseren Geschwistern nicht, eine Scheidung leichtfertig einzuleiten oder wieder zu heiraten. Alleinstehenden Geschwistern, wenn sie Kinder großzuziehen haben, werden wir dabei helfen, so gut wir können. Ausnahmen, die diese Regel betreffen mögen, werden durch die Gesamtheit der Gemeinde entschieden, im Licht der Tatsachen und unter Führung des Heiligen Geistes.

Brautwerbung

Wir erwarten von unseren jungen Männern und Frauen, dass sie ihre Brautwerbung und ihre Heiratspläne auf eine völlig offene und ehrliche Weise verfolgen – nicht in Heimlichkeit, langen Zeitspannen alleine miteinander oder im Dunkeln, sondern mit den übrigen Geschwistern zusammen im Tageslicht.

Wir verstehen, dass Paare, die ihre Ehe planen, Zeit für einander benötigen, aber sie sollen sich von sexuellem Kontakt vor der Ehe fernhalten. Wenn sie völlig überzeugt sind, dass der Herr ihre Ehe möchte, und wenn sie sich geistlich auf ihre Stellung als Ehemann und Ehefrau vorbereitet haben, sollten sie mit der Unterstützung ihrer Eltern und der Gemeinde die Ehe eingehen.

Wir glauben, dass die Ehe von Gott gestiftet ist, und dass ihre Verhinderung aus irgendeinem Grund, der nicht klar biblisch ist, eine Auflehnung gegen das Werk ist, das Gott unter uns tun möchte.

Kinder

Eltern haben die hauptsächliche Verantwortung, ihre Kinder in der Förderung und Mahnung des Herrn zu unterweisen. Doch erkennen alle Eltern in unserer Gemeinschaft an, dass wir aus uns selbst unzureichend sind. Unsere Kinder sollen, in einem gewissen Mindestmaß, in das Leben, die Arbeit und die soziale Ordnung außerhalb der Gemeinde stehender Mitmenschen integriert werden. Aus diesem Grund vertrauen wir auch unsere Kinder Aufsichtspersonen, Lehrern und Arbeitsvorgesetzten außerhalb unserer Familienkreise an.

Wir halten es für wichtig, dass Familien während des Tages Zeit miteinander verbringen, zusammen essen, nach Möglichkeit zusammen arbeiten, Väter mit Söhnen und Mütter mit Töchtern, und dass sie die Abende zusammen zu Hause verbringen. Wir halten die Familien an, gemeinsame Aktivitäten zu pflegen, die Bibel zu lesen und zu beten.

Versammlungen

Unser Gottesdienst ist unser tägliches Leben, ganz gleich wo wir uns gerade befinden. Wir kommen aber auch am Tag des Herrn zusammen um Gemeinschaft zu haben. Wir singen zusammen, Brüder sprechen öffentlich eine Predigt und lassen in jeder Versammlung Zeit für Lehre, Zeugnisse und Gebet.

Über den Tag des Herrn hinaus versammelt sich die Gemeinschaft möglichst täglich zur Schriftlesung, zum Bibelstudium, zum Gebet wie es uns der Geist auferlegt. In diesen Versammlungen erwarten wir die aktive Beteiligung aller Anwesenden.

Die Brüder kommen in regelmäßigen Abständen und wann immer es notwendig ist zusammen, um das zu diskutieren und zu bearbeiten, was die gesamte Gemeinschaft betrifft.

Nur unsere Männer geben Anweisungen und teilen inspirierte Gedanken in unseren Gottesdiensten mit. Es stört uns nicht, wenn unsere Schwestern Fragen stellen, Zeugnisse geben, beten oder Bekenntnisse ablegen, wenn wir zusammenkommen, aber wir erlauben nicht, dass sie lehren oder Autorität über Männer ausüben. 1. Korinther 14, 34-36; 1. Timotheus 2, 11-15

Besondere Tage

In der Erinnerung an besondere Ereignisse im Leben unseres Herrn feiern wir seine Geburt, seine Auferstehung, seine Himmelfahrt, das Fallen des Heiligen Geistes zu Pfingsten und einige andere Tage. Wir erwarten, dass diese Feiertage genau wie alle anderen Tage des Jahres in Heiligkeit, wahrer Freude und Gottesfurcht begangen werden.

Wir teilen jedoch keine heidnischen Bräuche, die in der weltlichen Gesellschaft diese Anlässe durchdrungen und verdorben haben wie Weihnachtsbäume und Nikoläuse, Osterhasen und ähnliches. Die Entscheidung persönliche Feiertage wie Geburts- und Namenstage, Vater- oder Muttertag zu feiern oder nicht überlassen wir den jeweiligen Familien.

Ehrlichkeit

Wir bestehen auf absoluter Ehrlichkeit in allem, was wir tun und sagen. Dies schließt Ehrlichkeit beim Bezahlen der Steuern ein, wir statten zu viel erhaltene Gelder z. B. Wechselgeldern an der Einkaufskasse zurück und nehmen nichts was uns nicht gegeben wurde (Diebstahl).

Wir weigern uns, einen Schwur abzulegen, sowohl in schriftlicher als auch in mündlicher Form – dies schließt den Fahneneid mit ein. Matthäus 5, 33-34

Wir erwarten von unseren Geschwistern, dass sie gesetzestreue Bürger in allen Bereichen sind, in denen die Gesetze des Landes nicht mit Gottes Gesetzen in Konflikt geraten. Römer 13, 1-5

Wir ehren unsere Obrigkeit (Regierung) und beten für sie um Weisheit und Gerechtigkeit.

Einheit

Wir glauben, dass jede lokale Gemeinde direkt Jesus verantwortlich ist. Wir sehen kein biblisches Beispiel für eine höhere Ebene der Autorität unter Christen als die der lokalen Gemeinde. Wir glauben aber, dass lokale Gemeinden, in denen der Geist Jesu wirkt, sich nicht als „unabhängig” oder als die „einzige Gemeinde” betrachten sollten. Jede Stadt im Königreich Jesu, genau wie jeder Haushalt in der Stadt, und jeder Einzelne im Haushalt, braucht die anderen.

Wir feiern unsere Einheit mit anderen Christen durch Gemeinschaft miteinander, indem wir Rat von einander suchen, und indem wir sie in ihrer Arbeit und ihrer Verkündigung des Evangeliums nach Möglichkeit unterstützen.

Je höher der Grad unserer Einheit in der Lehre und im Lebenswandel ist, desto enger und bedeutungsvoller wird unsere Gemeinschaft miteinander werden.

Verbindungen

Obwohl wir diejenigen respektieren, die Christus bekennen und anders leben als wir es tun verweigern wir enge Gemeinschaft denen, die sich der Welt gleichstellen.

Wir suchen unsere Gemeinschaft nicht unter solchen, die es rechtfertigen, dass Christen Kriegsdienst leisten, die sich weigern, sich vom weltlichen Lebensstil abzusondern, oder sich gegen die Sitten des himmlischen Königreiches auflehnen. Wir können uns nicht mit denen verbinden, die in offenem Ungehorsam der Heiligen Schrift gegenüber leben.

Bei alledem wollen wir selbst demütig bleiben und uns nicht über andere erheben.

Andererseits können wir nicht anders als uns mit allen zu verbinden, die Jesus nachfolgen und Ihn mit ehrlichem Herzen suchen – ob sie nun kulturell oder sozial viel mit uns gemeinsam haben oder nicht.

Es ist Jesus, der uns von allen trennt, die sich weigern, Ihm zu folgen (unsere Verwandten, Freunde und frühere Bekanntschaften eingeschlossen) und uns mit denen eins macht, die Seine Jünger geworden sind.

Die Kranken

Wir glauben, dass Gott unseren Körper und unsere Seele in Seiner Hand hält, und dass nur Er uns heilen kann, wenn wir krank werden. Wenn jemand unter uns krank ist, ermutigen wir ihn, die Ältesten der Gemeinde zu rufen, damit sie ihn mit Öl salben und mit ihm beten, damit er geheilt wird. Dabei sollen allfällige Sünden bekannt werden.

Obwohl wir Gott allein die Ehre für unsere Heilung geben, nehmen wir medizinische Dienste in Anspruch, wo es notwendig ist. Wir erkennen an, dass Gott oft durch medizinische und chirurgische Mittel wirkt, um Kranke zu heilen.

Wir glauben, dass Krankheit und Tod als Resultat von Adams Ungehorsam entstanden sind; aber krank zu werden oder zu sterben bedeutet nicht, dass wir heute persönlich einer Sünde schuldig wären. Es bedeutet auch nicht, dass unser Glaube zu schwach für eine Heilung wäre. Es ist nicht Gottes Wille, dass Gläubige immer geheilt werden, oder dass sie immer vor Krankheiten, Unfällen oder dem Tod bewahrt bleiben. Gott kann uns berufen, Ihn durch unsere Krankheit oder dauerhafte Behinderung zu verherrlichen. Wenn Er das von uns fordert, werden wir es geduldig und in Würde annehmen.

Wir erkennen die „Gabe der Heilung“ bei denen nicht an, die sich weigern, in der Weise Jesu und seines Königreiches zu leben. Wir gehen eher davon aus, falls solche Menschen Wunder bewirken, dass ihre Kraft vom Teufel kommt.

Frieden

In der Nachfolge Christi suchen wir, Böses mit Gutem zu vergelten, unsere Feinde zu lieben und keinen Groll zu hegen gegen die, die uns verachten.

„Ist’s möglich, soviel an euch liegt, haltet mit jedem Menschen Frieden“. Römer 12, 18

Wir können nicht in der Armee dienen oder uns mit dem Gott dieser Welt identifizieren, indem wir militärische Uniformen tragen, an militärischer Ausbildung teilnehmen oder den Eid ablegen, der für eine Aufnahme in die Streitkräfte notwendig ist.

Im Falle eines Krieges oder der militärischen Mobilmachung des Landes in dem wir leben werden wir keine Waffe und keinerlei Gewalt gegen andere Menschen richten. Wir lehnen jede Art der Kriegsunterstützung entschieden ab!

Gleichheit

Wir glauben, dass wir im gemeinschaftlichen Leben die Lasten der anderen Glieder mittragen und alles teilen sollen – unsere Freude genau wie unsere Sorgen. Wir glauben, dass das, was einer hat, alle haben; woran einer leidet, leiden alle.

Darüber hinaus können wir als Bürger des himmlischen Königreiches ein anderes Leben nicht in Betracht ziehen. Wir glauben, dass das Reich Gottes, wie die anfängliche menschliche Gesellschaft, immer vollständig gemeinschaftlich war. Wir verstehen Geld, Besitztum, alle kapitalistischen und gottlosen sozialistischen oder kommunistischen Systeme als Resultat des gefallenen Menschen, seiner Bosheit und Habgier. Wir haben nur so viel mit der Wirtschaft der Welt zu tun, wie es gegenwärtig absolut notwendig ist.

Wir wollen mit unserem Leben die Haltung Jesu ausdrücken. Das dürfen wir, indem wir Jesus nachfolgen und dies jeden Tag und den ganzen Tag lang beispielhaft tun.

Sei es durch den Friedenskuss, die rechte Hand der Gemeinschaft oder mit einer freundlichen Umarmung – wir erwarten von unseren Mitgliedern, dass sie einander ehren und regelmäßig mit angemessenen Gesten der Liebe und Gemeinschaft grüßen.

Absonderung

Mit unseren Häusern, unserer Unterhaltung, unserer Kleidung, unserer Sprache – in jedem Bereich des Lebens – wollen wir uns mit Jesus und Seinem Königreich identifizieren, dem wir angehören.

Wir haben den Herrn dieser Welt (Satan) verworfen und weigern uns, uns mit ihm zu identifizieren. Was unter den Menschen hoch angesehen ist, ist in Gottes Augen verwerflich. Daher möchten wir bescheiden in einfachen Häusern leben, deren gesamte Einrichtung praktischen Zwecken dient. Wir wollen schlichte Möbel benutzen, gesunde, einfache Mahlzeiten essen, und uns schlicht kleiden.

Wir lehnen die Mode der Welt bezüglich der Frisuren ab, ebenso unpraktische Kleidung und Dinge oder Kleidung, die zu nichts anderem dienen, als Aufmerksamkeit auf uns selbst zu richten, uns hervorzutun und uns über andere zu erheben.

Wir erwarten, dass unsere Frauen und Mädchen lange Haare tragen, sie keine typische Männerkleidung anziehen und sich wie unsere Brüder in einer schlichten, gleichen Weise kleiden. 1. Korinther 11, 15;
5. Mose 22, 5; 1.Timotheus 2, 9-10; 1. Petrus 3, 3-4

Wir erwarte von unseren getauften Männern, dass sie Vollbart tragen sobald die Natur es für sie vorgesehen hat, Wir ehren damit Gott, indem wir annehmen wie Er uns geschaffen hat und Sein Wort halten (3.Mo 19,27). Wie die Natur lehrt, dass langes Haar eine Ehre für die Frau ist, ehrt Gott den Mann durch den Bartwuchs.

Wir erwarten von jedem in unserer Gemeinschaft, dass er mit den elektronischen Geräten, die wir besitzen (Computer, Radios, Musikanlagen und sonstiger audio-visuelle Ausrüstung) in verantwortlicher und erbaulicher Weise umgeht. Eltern sind für den Umgang ihrer Kinder mit diesen Dingen verantwortlich.

Telefone, ob mobil oder fest, sind nicht zum Zeitvertreib und sollten angemessen verwendet werden.

Wir halten den Gebrauch des öffentlichen Fernsehens mehr für schädlich als gewinnbringend und lehnen seine uneingeschränkte und unerbauliche Benutzung ab. Wir glauben nicht, dass unsere Familien und hier besonders die jüngeren Generationen freien und unbegrenzten Zugang zum Internet haben sollten.

Geld

Alle unsere Einkünfte kommen in eine gemeinsame Kasse aus der alle Bedürfnisse der Gemeinschaft gedeckt werden. Darüber hinaus erhält jedes Gemeindeglied ein angemessenes Taschengeld zu seiner persönlichen Verfügung.

Wir halten uns für verantwortlich bezüglich allen Geldes, das durch unsere Hände geht. Was wir für Dinge ausgeben, die wir nicht brauchen, rauben wir dem Menschen, der es nötig hätte.

Als Gemeinde geben wir willig von unserm Geld, wenn Not auftritt und wenn der Herr uns mit dem versorgt, was anderen fehlt. Es gibt jedoch unzählige Möglichkeiten, wo wir anderen helfen können, nicht nur mit Geld, sondern mit unserer Zeit, unseren Mitteln und unseren Fähigkeiten. Wir wollen umsonst geben, was wir umsonst empfangen haben.

Wir glauben, dass wir nichts schuldig bleiben sollten außer der Schuld, einander zu lieben. Daher fühlen wir uns dafür verantwortlich, alles Geld, das wir borgen, zu vereinbarter Zeit zurückzuzahlen und geliehene Gegenstände zurückzugeben, sobald wir sie nicht mehr für den jeweiligen Zweck benötigen. Römer 13, 8

Alle unsere Mitglieder, ob neu eingetroffen oder seit langem dabei, müssen bezahlen, was sie an Steuern, Rechnungen oder Kosten für Dienstleistungen oder Waren schuldig sind. Wir glauben, dass der Herr uns, Seinen Kindern, erlaubt, Beschwernis und Armut zu unserem Besten zu erleiden. Jesus war arm, Er wirkte unter den Armen und sprach Seinen Segen über sie aus.

Wir betrachten materiellen Erfolg nicht unbedingt als ein Zeichen des Segens Gottes oder materielle Not als ein Zeichen seines Missfallens.

Verlassen der Gemeinschaft und Disziplinierung

Wenn ein Bruder, eine Schwester oder eine ganze Familie unsere Gemeinschaft verlassen möchte, erwarten wir, dass sie die Angelegenheit vor den Ältestenrat bringen. Wir bestehen auf vollkommener Freiwilligkeit der Gemeinde Jesu Christi, und wir disziplinieren nicht automatisch diejenigen oder trennen uns nicht von denen, die uns verlassen.

Dennoch nehmen wir unsere Verpflichtung für einander ernst. Nachdem wir diese Verpflichtung eingegangen sind, sehen wir es nicht als vom Herrn gewollt, wenn wir einander aus trivialen Gründen verlassen, aufgrund einfacher Geschmacksfragen oder weil uns die Hingabe und Energie fehlt, einen Weg durch widrige Angelegenheiten zu finden, die auftreten mögen.

Wenn Mitglieder unsere Gemeinschaft verlassen, um Teil zu nehmen an solchem, was wir nicht gutheißen oder empfehlen können, segnen wir ihr Scheiden nicht. Wir entlassen sie dennoch freundlich und stellen ihnen nichts in den Weg, aber ihr Verhalten ist für uns ausschlaggebend, wie viel Kontakt wir in Zukunft mit ihnen haben können, und wie wir ihre Rückkehr als Besucher zu uns empfinden.

Wenn ein Mitglied in Rebellion oder Sünde geht, indem es seinen Bund mit Jesus und der lokalen Gemeinde bricht, halten wir diese Person „für einen Heiden und Fremdling“ und vermeiden Kontakt mit ihr, wenn sie nicht Buße tut. 1. Korinther 5, 11

Gemeindezucht ist nach unserer Überzeugung nur für die Unbußfertigen. Auch während wir eine Person züchtigen, indem wir nicht so wie früher Kontakt mit ihr halten und nicht mit ihr essen, sind wir verpflichtet, sie im Geist Jesu zu ermahnen. Wenn wir einen solchen Menschen weiter lieben und freundlich aber bestimmt mit ihm umgehen, mag es sein, dass er zu Jesus und Seiner Gemeinde zurückkehrt. Dies ist der einzige Grund für Gemeindezucht, und so bald dieses Ziel erreicht ist, ziehen wir die Disziplinierung vollständig zurück.

Wir glauben, dass Gemeindezucht nur auf Einzelne angewendet werden darf und nur dann, wenn besondere Fälle sie notwendig machen. Wir anerkennen und unterstützen keinerlei Disziplinierung die auf ganze Gemeinschaften oder Gruppen gerichtet ist.

Die Zukunft

Wir glauben, dass alle Dinge im Himmel und auf der Erde wiederhergestellt werden, wenn Jesus wiederkehrt. Das heißt, dass alles so sein wird, wie Gott es gemeint hat, als Er die Welt erschuf.

Wie all das geschehen wird, und wie sich die Ereignisse der Endzeit entwickeln werden, ist uns nicht völlig klar. Die Bibel macht es nicht deutlich, weil es Dinge gibt, die wir nicht wissen sollen, bis sie geschehen.

Aus diesem Grund weisen wir Spekulationen über den genauen Ablauf der Ereignisse der Endzeit, die Wiederherstellung Israels, das Tausendjährige Reich und die „Entrückung” der Kinder Gottes ab.

Wir glauben, dass das Reich des Messias ein geistliches Königreich ist, das diesen Planeten, die Himmel, das Universum und alle Dinge darin einschließt, nicht nur eine irdische Nation (die Nation Israel), errichtet mit Kampfflugzeugen, Panzern, Bomben und Kanonen. Wir glauben, dass das Königreich bereits gekommen ist, dass es aber mit unaussprechlich größerer Macht und Frieden erscheinen wird, wenn die Schöpfung wiederhergestellt wird und Jesus unter uns erscheint, um auf der Erde zu regieren.

Anstatt über weltliche Politik oder Ereignisse der Geschichte zu spekulieren ermutigen wir unsere Geschwister, zu wachen und zu beten, weil wir nicht den Tag oder die Stunde kennen, zu der der Herr wiederkommen wird.

Wir glauben, dass wir alle vor dem Richterstuhl Christi stehen werden. Gemäß dem, was wir getan haben, werden wir in Ewigkeit mit Christus in einer völlig wiederhergestellten Schöpfung leben, in neuen Himmeln und einer neuen Erde, wo die Gerechtigkeit wohnt – oder wir werden mit Satan in die Hölle geworfen.

Besuch unserer Gemeinde

Wir heißen alle Suchenden willkommen, unsere Gemeinschaft zu besuchen – wenigstens ein Mal. Nachfolgende Besuche von längerer oder unbestimmter Dauer sollten beantragt und arrangiert werden. Lehrer von Doktrinen, die dem entgegenstehen, was wir auf Grund der Bibel lehren, oder Besucher, die dem, was wir glauben widersprechen oder es untergraben, sind nicht willkommen. Wir fühlen uns auch nicht verpflichtet, diejenigen zu empfangen, die ausschließlich aus intellektuellen oder akademischen Gründen zu uns kommen wollen.

Anmerkung zu dieser Erklärung

Als Glaubensgemeinschaft verpflichten wir uns, diese Erklärung über das, was wir glauben und wie wir leben, regelmäßig zu überarbeiten. Wenn uns weitere Erkenntnis gegeben wird, wenn mehr Informationen zu einem Thema notwendig werden, oder wenn wir eine Position im Licht der Schrift und unter der Leitung des Geistes verändern müssen, werden wir das tun.

Unsere letztendliche Richtschnur ist die Lehre Jesu Christi und der Apostel, wie sie im Neuen Testament gegeben ist. Auf dieser Grundlage ehren und akzeptieren wir die sieben Artikel der Brüderlichen Vereinigung, zusammengestellt in Schleitheim 1527 und das Dordrechter Bekenntnis 1632.

Denn wir schämen uns des Evangeliums nicht, ist es doch Gottes Kraft zum Heil jedem Glaubenden. Denn Gottes Gerechtigkeit wird darin geoffenbart aus Glauben zu Glauben, wie geschrieben steht: „Der Gerechte wird seines Glaubens leben.“ Römer 1, 17

Amen

 

 

 

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