Rechenschaft unserer Religion, Lehre und Glaubens

von Peter Riedemann

In der Gefangenschaft 1540/41 Wolkersdorf zu Marburg

RECHENSCHAFT

unserer Religion, Lehre und Glaubens.

VON DEN BRÜDERN, DIE MAN DIE HUTTERISCHEN NENNT.

Seid allezeit bereit zur Verantwortung  gegen Jedermann, der Grund fordert der Hoffnung, die unter euch ist. 1.Petr.3:15

DIE HUTTERISCHE BRÜDER-GEMEINDE

Die Hutterische Brüder-Gemeinde trägt ihren Namen nach dem Bruder Jakob Hutter, der unter den altevangelischen Täufergemeinden in Mähren (Österreich) um das Jahr 1533 die Ordnung der Gemeinschaft der Güter aufgerichtet hat und drei Jahre darauf um des Zeugnisses Christi willen zu Innsbruck in Tirol lebendig verbrannt wurde. Die alte Gemeinde-Chronik gibt ihm das Zeugnis, dass er ein treuer Diener Jesu Christi war, ein in Gott sehr eifriger, ernsthafter und herzlicher Mann. Ja, ein wahrhaftiger Liebhaber Gottes.

Trotz schwerer Verfolgung breitete sich die Gemeinde in Mähren beständig aus. Um das Jahr 1575 waren bei 50 Haushaltungen oder Brüderhöfe mit 12.000 bis 15.000 Mitgliedern in diesem Land zu finden. Im Jahre 1622 wurden sie alle nach schweren Bedrängnissen aus dem Land getrieben. Sie flüchteten nach Ungarn und Siebenbürgen, wo schon früher einige Gemeinden waren. _Bald fing auch hier die Verfolgung durch die Jesuiten an, denen es endlich nach langen vergeblichen Bemühungen um das Jahr 1760 gelang, die Gemeinde auseinander zu treiben und zu zerstören.

Einige Familien retteten unter unbeschreiblichen Beschwerden das Kleinod des Glaubens ihrer Väter durch die Flucht nach Rumänien, wo ein russischer Würdenträger sie fand und ihnen Asyl auf seinen Besitzungen zu Wirschenka in Russland anbot. In den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts wanderten sie sämtlich von Russland nach Nord-Amerika aus. Sie haben im Staat Süddakota eine Anzahl blühender Gemeinden (Brüderhöfe).

Die “Rechenschaft” wurde von dem im Jahre 1556 verstorbenen Bruder Peter Riedemann, einen Ältesten  der ganzen Gemeinde verfasst. Das Buch erschien im sechzehnten Jahrhundert einige Mal in Druck; in späterer Zeit wurde es durch Abschriften vervielfältigt. Vielleicht das einzige noch vorhandene Exemplar eines früheren Drucks befindet sich in der Bibliothek der Chicago Universität.

Die vorliegende Ausgabe ist ein unveränderter Abdruck. Der Segen des HERRN begleite das Werk.

Näheres über die Geschichte der Hutterischen Brüder ist in dem Werk von Hofrat Dr. Josef Beck zu finden. “Die Geschichtsbücher der Wiedertäufer in Österreich-Ungarn”. Wien 1883. (Quelle)

Vorrede

Wir bekennen Gott

Den allmächtigen Vater

Unseren Gott und Vater

Der Himmel und Erde geschaffen hat

Wir glauben an Gott, unseren allmächtigen Vater

Wir bekennen auch Jesum Christum, den eingeborenen Sohn Gottes

Jesus

Christus

Erstgeboren

Sohn

Wir bekennen Christum als einen Herrn

Unseren Herrn

Empfangen vom Heiligen Geist

Geboren von Maria, der Jungfrau

Gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben

Niedergestiegen in das Reich des Todes

Am dritten Tage wieder auferstanden von den Toten

Aufgefahren gen Himmel, zu sitzen zur Rechten Seines allmächtigen Vaters

Von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten

Wir glauben an Jesus Christus, Seinen Sohn, unseren Herrn

Wir bekennen den Heiligen Geist

Wir glauben an den Heiligen Geist

Durch Ihn versammelt eine heilige christliche Kirche

Was die Kirche sei

Wie man darein geführet wird

Gemeinschaft der Heiligen

Vergebung der Sünden

Wir bekennen auch eine Auferstehung des Leibes

Und ein ewiges Leben

Was der Glaube sei

Wo der Glaube herkomme

Von der Lehre

Ordnung der Lehre

Was wir von Gott lehren

Von der Abgötterei

Warum Gott den Menschen geschaffen hat

Dass Gott den Menschen in Seinem Bild geschaffen hat

Was Gottes Bildnis sei

Vom Bild des Teufels

Wie Adam Gottes Bildnis verlassen hat und in die Sünde gefallen ist

Was die Sünde ist

Von der Erbsünde

Wie weit die Erbsünde schadet

Wie der Mensch Gott und Seine Gnade wieder findet – von der Reue

Von der Buße

Der Mensch wird in Christus eingepfropft

Vom Testament Gottes

Vom Alten Testament

Vom Gesetz

Vom Evangelium

Vom Neuen Testament

Von der Kindertaufe

Die Gründe der Kindertäufer und unsere Antwort

Von der Taufe Christi und Seiner Kirche

Wie man tauft

Wer nun solche Taufe lehren und üben möge

Von der Wahl der Diener

Vom Unterschied der Ämter

Vom Missbrauch des Abendmahls

Vom Abendmahl Christi

Von der Gemeinschaft der Güter

Von der Absonderung

Vom Tempel, und dass wir nicht hineingehen

Von den Pfaffen, und warum wir nichts mit ihnen zu tun haben

Von der Ehe

Vom Ehebruch

Von der Obrigkeit

Warum die Obrigkeit geordnet sei

Ob auch Christen Obrigkeit sein mögen

Vom Kriegführen

Von der Steuer

Vom Schwertermachen

Vom Kleidermachen

Ob ein Christ vor Gericht rechten und zu Gericht sitzen möge

Vom Schwören

Vom Grüßen

Vom Handbieten und Umarmen

Vom Beten

Vom Singen

Vom Fasten

Vom Feiern

Vom Krämer

Vom Wirt

Vom Zutrinken

Vom Zusammenkommen

Von der Kinderzucht

Vom Bann

Vom Wiederaufnehmen

Von der ganzen Tracht, Wandel, Schmuck und Zier der Christen

Der zweite Teil

Wie Gott ein Volk, das Er selbst abgesondert und zum Eigentum erwählt hat, haben will

Wie nun das Haus des Herrn in Christo erbauet, darin die völlige Absonderung beschlossen wird

Vom Gnadenbund, in Christus Seinem Volk übergeben

Vom Abendmahl unseren Herrn Jesus Christus, darin Er uns vorbildet, wie uns Sein Leiden zum Heil diene

Vom Schwören, davon auch jetzt viel hin und wieder gehandelt wird

Von der Obrigkeit und ihrem verordneten Dienst

Beschluss des Büchleins

Die Danksagung

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