Sprachenrede und Zungenrede im Vergleich

 

Sprachenrede Zungenrede
Benennbare Fremdsprachen (Apg 2:8-10) i.d.R. keine erkennbare menschliche Sprache – Behauptung eines Charismatikers: Keine menschliche Sprache sei rein genug
Kann folglich übersetzt werden („auslegen“ bedeutet vom Griechischen her eigentlich „übersetzen“) Kann folglich nicht übersetzt werden, lediglich „ausgelegt“.
Inhalt für den, der in dieser Fremdsprache geboren ist: Die großen Taten Gottes (Apg 2:11) Inhalt für Sprecher und Hörer unbekannt – Aus meinen Beobachtungen kann man meistens nicht einmal den Namen Jesu, der doch in alle Sprachen erkennbar wiedergegeben werden kann, aus den Zungenreden heraushören
Zeichen für die Ungläubigen (1.Kor 14:22), konkret für die Juden (1.Kor 14:21) Zeichen für die Gläubigen zur Vergewisserung, dass sie den Heiligen Geist empfangen haben.
Nicht jeder redet in Sprachen (1.Kor 12:30) Jeder Gläubige soll / kann in Zungen reden
Wir sollen nach den höheren Gaben streben, die Sprachenrede ist in allen Listen ganz unten in der Wertigkeit (1.Kor 12) Darum soll jeder Gläubig nach der Sprachenrede trachten – Nach manchen Charismatikern ist diese Gabe die höchste Gabe, die uns erst ermöglicht, im Geist zu leben.
Die Sprachenrede werde von selbst aufhören, noch ehe das Vollkommene gekommen ist. Weissagung und Erkenntnis werden weggetan werden, wenn das Vollkommene gekommen ist (1.Kor 13:8-10 – Sprachenrede ist nicht Stückweise, weil sie ein in sich abgeschlossenes Zeichen ist und keine Erbauungsgabe für die Gemeinde) Die Zungenrede hat erst im 19. Jahrhundert vereinzelt, besonders aber ab 1906 als Massenbewegung begonnen.
Ohne Übersetzung ist die Sprachenrede keine Gabe zur Erbauung, weder für die Gemeinde, noch für sich selbst, es sei denn der Beter übersetzt für sich selbst (1.Kor 14:1-20) Zungenrede wird in Gottesdiensten und zur „Selbsterbauung“ ohne jede Übersetzung praktiziert – Ein Charismatiker sagte: Würde diese Gabe von mir genommen, so müsste ich weinen, denn dann weiß ich nicht mehr, wie ich mit Gott reden soll

Phänomen, Ziel und Zweck, sowie die Praxis der Zungenrede ist von der biblischen Sprachenrede dermaßen weit entfernt, dass ich nicht bestätigen kann, dass diese neue Gabe vom Geist Gottes ist.

Ich lasse mich auch nicht von Einzelfällen überzeugen, die „echter“ aussehen, solange diese eingebettet sind in dem Strom der charismatischen Bewegung. Die charismatische Bewegung ist zudem ein Sammelbecken verschiedenster Irrlehren geworden, was seltsam ist, wenn gerade in dieser Bewegung der Heilige Geist so mächtig wirken soll.

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