Vergebung der Sünden

Wir bekennen auch, dass wie Christus vom Vater Gewalt und Macht empfangen hat, die Sünde zu vergeben welchen er will, also hat er auch seiner Braut, Gespons, Weib und Kirche die Gewalt übergeben, wie er selbst sagt: Nehmt hin den Heiligen Geist; welchen ihr die Sünden nachlassen werdet hier auf Erden, denen sollen sie auch im Himmel nachgelassen sein; welchen ihr sie aber behalten werdet hier auf Erden, denen sollen sie auch im Himmel behalten sein. Allhier beweisen die Worte Christi, dass er seine Gemeine die Gewalt gibt, hier auf Erden die Sünden zu vergeben, Matth.9; Mark.2; Luk.5; Joh.20. Dass aber solche Gewalt und Schlüssel der Gemeinde und nicht einigen Personen allein gegeben sei, beweisen die Worte Christi, da er spricht, Matth.18: Sündigt dein Bruder wider dich, so strafe ihn zwischen dir und ihm allein. Hörst er dich, so hast du seine Seele gewonnen. Hört er dich nicht, so nimm noch einen oder zwei mit dir, auf dass in zweier oder dreier Zeugen Mund alle Sache bestehe. Hört er diese nicht, so zeige es der Gemeine an; so er die nicht hört, so halte ihn als einen Zöllner und Sünder. Wohl ist einem hier erlaubt, die Sünde, die wider ihm als einem Menschen geschieht (so er sich bessert) zu vergeben, aber die völlige Gewalt des Schlüssels Christi (das ist aufzuschließen oder wieder aufzunehmen), hat er nicht einzelnen Personen, sondern der ganzen Gemeinde gegeben. Darum was sie bannet (bindet), das ist verbannt (gebunden), was sie aber (löst) vergibt, das ist vergeben hier und dort ewiglich, und außer ihr ist keine Vergebung, keine Frömmigkeit, kein Heil, kein wahrer Trost noch Hoffnung. Denn in ihr, und nicht außer ihr, wohnt der Vater, der Sohn und der Heilige Geist, der alles fromm macht und rechtfertigt, Luk.17; Joh.14; 2.Kor.5,18-20.

Weiter: Wir bekennen auch eine Auferstehung des Leibes

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