Vom Feiern

eier halten oder Feiern ist auch nicht des äußerlichen Scheins, Kol.3, denn das äußerliche Feiern nicht mehr denn ein Schatten und Bild ist des, das zukünftig war; das Wesendliche selbst aber ist Christus. Weil denn das Wesentliche Christus ist, so muss in ihm der Schatten weichen, das ist das äußerliche dem rechten und wahren Feiern, daran der Herr Gott Lust hat; welches Feiern ist, sich des Gehorsams Willen und Wohlgefallens Gottes befleißen, Jes.58; Psalm 1, mit seinem Wort Tag und Nacht umgehen und sich in Gottseligkeit üben, und wie man sagt, im Bösen aufhören zu wirken und im Guten arbeiten; Summa, im Geist leben und wandeln, Gal.5.

Das ist das rechte Feiern, das Gott fordert, wie geschrieben steht, Jes.56:1 und 2: Wohl dem Menschen, der das tut, und dem Menschenkind, der das hält, der sich hütet, dass er den Sabath nicht entheilige, das ist, der seine Hand verhütet, dass sie kein Böses tue. Das ist das Feiern von Gott befohlen, 2.Mo.20; 5.M0.5, des wir und nun befleißigen und solcher Feier bewahren sollen, Jes.1. Aber das Feiern, wie die Welt zu feiern pflegt, ist ein Gräuel vor Gott. Denn was sie sonst die ganze Woche für Bosheit und Schande (Arbeit halber) nicht ausrichten mögen, das verbringen sie am Feiertage. Darum sie gleich das Widerspiel treiben, und wäre besser, sie hätten keinen Feiertag.

Doch haben wir auch einen Tag der Ruhe, 2.Mo.23 und 35, darinnen wir des Herrn Wort handeln, hören und unsre Herzen damit erwecken, in der Gnade Gottes zu bleiben. Weil aber der Sonntag allen Menschen gewöhnlich ist zu feiern, auf dass wir niemanden Ärgernis damit geben, weil doch nichts daran gelegen ist, so halten wir denselben Tag mit, nicht aber um des Gebotes willen, weil es in Christo aufgehoben ist, sondern, wie gesagt, uns im Worte Gottes üben.

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