Vom Gnadenbund, in Christus Seinem Volk übergeben

Als sich Gott der Allmächtige nach seiner Art (denn er ist barmherzig und ein Erbarmer, 2.Mo.20; 1.Mo.3; Röm.5, des verderbten menschlichen Geschlechts erbarmen wollte und sie ihres Verderbens und Schadens ledigen (befreien), auch seine Verheißung von den kommenden Christo leisten wollte, hat er das Gnaden Wort, dadurch alles worden ist, 1.Mo.49; 5.Mo.18; Joh.1; Kol.1, und erhalten wird, gesendet und in Maria (der zuvor erwählten Jungfrau) durch Wirkung des Heiligen Geistes vermenschet, auf dass er uns in aller Maße (die Sünde allein ausgenommen) gleich würde, Matth.1; Luk.2; Hebr.5 und 2, wie auch die Schrift sagt: Nachdem die Kinder Fleisch und Blut haben, ist er’s gleichermaßen teilhaftig worden, auf dass er durch den Tod die macht nehme dem, so des Todes Gewalt hatte, und erlöste die, so durch Furcht des Todes im ganzen Leben pflichtig waren der Knechtschaft, Gal.3; Joh.5. Dieser, wie er gesandt vom Vater, ist er kommen, Joh.6; Heb.10; Eph.1, hat sich selbst, das ist den ewigen Willen des Vaters, das Wort der Gnaden, Jes.61; Luk.4; Joh.17, den Namen des Vaters offenbart und kund gemacht, wie geschrieben steht, Hebr.2: Ich will verkündigen deinen Namen meinen Brüdern und mitten in der Gemeinde dir lobsingen; und abermals, Joh.17: Ich habe deinen Namen offenbart den Menschen, die du mir von der Welt gegeben hast. Sie waren dein und hast sie mir gegeben und sie haben dein Wort gehalten. Nun wissen sie, dass alles, was du mir gegeben hast, sei von dir; denn dir Worte die du mit gegeben, und sie haben’s angenommen und erkennen wahrhaftig, dass ich von dir ausgegangen bin und glauben, dass du mich gesandt hast. Aus diesen Worten wird offenbar, was Christus hier in der Welt getan hat, nämlich die, so vorhin des Vaters waren, zu versammeln, Gal.4, und in die Freiheit der Kinder einzuführen, auf das sie dem Ebenbild Christi ähnlich und gleichförmig würden, Röm.8; Joh.14, in allem Gehorsam des Vaters, und  dass sie, Eph.2, alle einkämen in den einigen Schafstall der göttlichen Verheißung und Zusage; wie er beweist mit den Worten, da er spricht, Joh.10: Und ich habe noch andere Schafe, die nicht von diesem Stalle sind, die muss ich auch herführen, auf das eine Herde und ein Schafstall werde. Darum fängt er an mit Ernst zu suchen, Matth.10, erstens Israel, danach auch, als der Schafstall befestiget, das ist das Testament der Gnaden durch den Tod Christi bestätiget war, in aller Welt, Matth.28; Mark.16, wie geschrieben steht, Jes.49; Apg.13: Ich habe dich den Heiden zum Licht gesetzt, auf das du das Heil seiest bis an das Ende der Erde. Weil aber dieses Testament, Heb.9; 1.Petr.1, in Christo bestätiget oder befestiget nicht auf eine vergängliche, sondern unvergängliche Hoffnung einführet, muss die Geburt, so dazu gebiert, auch der Art sein, die ewig bleibend ist, und nicht aufhöret. Deshalb auch Christus selbst, solches anzurichten, tritt hierfür, Luk.4; Joh.17, rufet aus das Evangelium Gottes, das Wort des Vaters, Joh.6; Jer.31. Die nun dem glauben, das ins Herz schreiben und bewahrten, die wurden geboren zur Kindschaft, Hebr.10; Matth.13; Joh.1. Mit dem stimmt auch Petrus, da er spricht, 1.Petr.1: Als die wiedergeboren sind nicht aus vergänglichen Samen, sondern aus dem unvergänglichem Samen, dem Wort der Wahrheit. Also werden die, so durch diesen Samen erzeuget sind, geewiget und ins Reich Christi, das ewig bestehet, Offb.22, eingeführt, sintemal Petrus spricht, das die so den Willen Gottes tut, in Ewigkeit bleiben, 1.Petr.1. Also wird die Braut wie der Bräutigam. Weil nun solches alles durchs Wort geschieht, ist von Nöten, dass es mit Fleiß verkündiget werde, nach seinem Wort und Befehl, 2.Tim.4; Matth.28; Mark.16; 1.Kor.3, so will er alsdann das Gedeihen geben, und das Wort lebendig und tätig machen, dadurch abschneiden vom Menschen die alten Bräuche und Gewohnheiten, Summa das ganze alte Leben, 1.Kor.5; Eph.4; Joh.1, den alten Menschen mit allen seinen Werken. Darum eignet sich die fleischliche Geburt gar nichts daher und tut gar nichts zur Sache, wie auch Paulus sagt, Röm.9: Nicht sind das Gottes Kinder, die nach dem Fleisch Kinder sind, sondern die Kinder der Verheißung werden für Samen gerechnet. Also auch Christus, Joh.1, nicht denen, so durch den Willen des Mannes, Fleisches und Bluts, sondern denen, so von Gott geboren sind, gibt Gewalt Gottes Kinder zu werden. Was bedarf es nun vieler Worte (aber der Satan hat gerne viel zu zanken, Jak.3,) weil das Testament der Kindschaft zuvor durch den Mund der Propheten verheißen, Jer.31; Hebr.8 und 10, in Christo aufgerichtet ist, dass die Freiheit der Kinder offenbar würde, Hebr.9; Röm.8; Joh.8, und sie von der Knechtschaft gefreit, in ihr Erbe und Herrlichkeit eingeführt wurden, Gal.4; Matth.5; Röm.8, und sich also kindlicher Art der Güter ihres Vaters, die er ihnen in Christo übergeben hat, gebrauchen möchten. So lassen man die Wahrheit sein, Ps.94 wie sie auch ewig bleiben wird, und aber den übel ausgeben, der dawider streitet, Sir.41; Jes.5; Apg.9 und schwer wider den Stachel zu löcken, sintemal der Herr befohlen hat, nichts davon zu tun und nichts dazu zu setzen, 5.Mo.4; Offb.22. Deshalb weil es ein Testament der Kindschaft ist, darinnen Gott in Christo die Kinder von den Knechten gesondert, Jer.31; Kol.2; Gal.4; Röm.8, das sie alle in einem kindlichen Geist, nicht in äußerlichen Zeremonien, Joh.4, sondern im Geist und Wahrheit ihm dienen sollen, daher sagt Paulus, Gal.4: So ist nun hier kein Knecht mehr sondern alles Kinder durch den Glauben an Christum wie auch Gott weiter spricht, Jes.64: Sie sind ja mein Volk, Kinder, die nicht falsch sind, darum war ich auch ihr Heiland. Ist nun der Unterschied gemacht in Christo, so wird er auch bleiben ewiglich, und nun nicht anders, denn wie es der Heilige Geist unterscheidet ergehen, nämlich dass die der Geist Gottes treibet, Gottes Kinder sind, Gal.4; Röm.8, die aber denselbigen nicht haben, nicht sein sind. Und ob es aller Welt nicht gefiel, so muss doch allein der Ratschlag des Herrn und nicht der unsre bestehen; des wir uns auch mit seiner Hilfe gedenken zu halten und davon in Ewigkeit nicht wenden zu lassen. Ob denn jemand sagen wollt (wie die Welt wohl spritzig fragen darf, 1.Kor.15, weil sie von Gott nichts weiß), ob wir des denn gewiss wären, dass alle, die so wir in unsre Versammlung aufnehmen, den Heiligen Geist hätten, darauf geben wir die Antwort: So viel uns gegeben ist zu wissen und wir wissen sollen, so viel sind wir des gewiss, Eph.1, nämlich, dass ein jeglicher, der da glaubet, mit dem Heiligen Geist sei versiegelt; was ihm aber Gott vorbehalten hat, nämlich ob einer nicht, wie er bekennet, glaubet, das lassen wir seiner Macht bis zu Zeit, dass er ihn offenbare, dass er wieder hinweg getan werde nach seinem Wort, das uns befiehlt, 1.Kor.5, das Böse hinweg zu tun. Darum will hier ein Aufmerken gebühren und kein menschlicher Dünkel oder Wohlmeinen gebraucht werden, auf dass wir uns nicht des Testaments der Gaden des großen Gottes, Jer.31; Hebr.8 und 9, auf uns durch Christum befestiget, missbrauchen, so wir anders treue Knechte und Boten des, der uns gesendet hat, und Diener unsres Amtes wollen erfunden werden, denn Christus spricht, Joh.20: Gleich wie mich der Vater gesendet hat, also sende ich euch. Allhier lernen wir zwei Dinge; erstens wie die Boten Christi sein sollten und zum andern was ihr Amt sei; nämlich wie Christus, ehe er vom Vater gesendet, mit seinem Geist erfüllet ward, Jes.61; Luk.4, also will er auch seine Boten haben, Apg.1; 1.Kor.15, auf dass sie n Kraft seines Geistes einher treten und wandeln, 1.Tim.3; Tit., und unsträflich sind. Zum andern was ihr Amt sei, nämlich dass sie mit oder in Christo sammeln sollten, Eph.2 und in den Schafstall der Gnade führen, auf dass die Herde Christi völlig werde. Deshalb Christus, da er seine Jünger senden wollte, befahl er ihnen, Apg.1, zuvor, das sie von Jerusalem nicht wichen, bis dass sie mit Kraft aus der Höhe angetan würden. Daher sehen wir, was der Herr für Boten haben will, dass nicht ein jeglicher nach seinem Herzen laufe, wie die Lutherischen und Päpstler p
flegen; wo sie etwa eine gute Pfarre wissen, dass sie von den Schafen etwas zu scheren haben, (wie sie aber der Schafe wahrnehmen, sieht man wohl) sondern, dass sie auch zuvor erwählet sind, gleichwie Aaron, 2.Mo.28; 4.Mo.17. Denn soll jemand dem Herrn gehen, muss er von ihm erwählet und mit seiner Kraft angetan sein, Hebr.5; Apg.13 und 1; 1.Petr.2, die an ihm befinden, die sich am ersten regieren und führen lassen und sich nach seiner Art halten, Röm.8; Gal.6, auf das er sich seinem Meister in Worten und Wandel gleichförmig halte, auf das die Jünger an ihm ein Exempel (Beispiel) der Gottseligkeit haben, wie auch Paulus tat, da er spricht, 1.Kor.11 und 4: Seid meine Nachfolger, gleichwie ich Christi. Denn ein jeglicher, der mit Christi sammeln will, der muss auch seiner Art, Sinnes und Geistes sein, 2.Petr.1; 1.Kor.2; Röm.8, denn wer den Geist Christi nicht hat, der ist nicht sein; wie sollt er denn mit ihm sammeln, weil er selbst spricht, Mark.3: Wenn ein Reich in ihm selber zerteilet ist, so mag es nicht bestehen. Also müsste sein Reich bald unter gehen, wo er andre denn seiner Art Diener ausschickte, denn er spricht, Matth.12: Wer nicht mit mir ist, der ist wider mich und wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut. Deshalb will er kurz niemand ausgehen lassen, er sei denn zuvor mit Kraft seines Geistes angetan, Apg.1. Die nun solcher Kraft empfinden, werden auf den Befehl ihres Herrn merken, Joh.20, der sie gesandt hat, auf das sie ihre Botschaft, die sie in seinem Namen zu werben haben, ihm zu gefallen ausrichten mögen. Als aber Christus den Sieg erlangt hatte, Heb.2, und durch seinen Tod die Gewalt genommen dem, der des Todes Gewalt hatte, und alle Gewalt vom Vater erlanget, spricht er, Matth.28: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und lehrt alle Völker und taufet sie im Namen des Vaters, Sohnes und Heiligen Geistes; und lehrt sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Allhier lasst uns wohl wahrnehmen, was uns befohlen sei, denn zweierlei Befehls tut uns hier Christus. Zum ersten, dass wir mit ihm sammeln sollen, als die Gesandten von ihm; zum andern, dass wir uns auch befleißigen sollen, die Versammelten zu bewahren, Joh.20 und 10, auf dass sie nicht von Wölfen wieder zerstreuet und zerrissen werden. Denn die Schafe Christi sind ihm ja teuer angelegen, weil er sie auch so teuer erkauft hat, Apg.20; 1.Petr.1. Darum will er, dass sie auch seinen Hirten sollen angelegen sein, Joh.21, und sie auch keinem, denn der ihn liebet, befiehlt. Deshalb befiehlt er am ersten mit Fleiß zu sammeln, und spricht: Gehet hin und lehrt alle Völker. Denn wie oben gemeldet, weil der Herr einen zierlichen Tempel, eine heilige Gemeinde, die ohne Flecken und Runzel sei, haben will, Eph.5; 1.Kor.2, ja die seiner Art und Sinnes sei, darum müssen sie zuvor solcher Art und Sinnes durch  das Wort berichtet werden und dadurch in das Testament der Kinder eingeführt. Denn wo dem Wort wird Glauben gegeben, da will er Herr das Gedeihen dazu geben und das Wort lebendig machen, 1.Kor.3; 2.Petr.1, und dieselbigen seiner Art einpflanzen durch das Austeilen des kindlichen Geistes, Röm.8, der uns versichert des, dass wir Gottes Kinder und Erben aller seiner Güter. Darum befiehlt er nach solcher getaner Lehre die Taufe als ein Siegel des kindlichen Testaments, Luk.7; Apg.2, dass alle, so das Wort aufgenommen und geglaubt haben, getauft und also in die Gemeinde der Heiligen angenommen werden, und nach getaner Taufe noch für und für, Matth.28, lehren halten alles, was uns vom Herrn befohlen ist. Damit will er den Fleiß seiner Knechte, dass sie seiner Schäflein wahrnehmen, Hes.33; Joh.10; 1.Tim.4; Apg.16, und mit Fleiß lehren, auf dass sie am Herrn bleiben. Das haben nun alle Apostel, als treue Knechte ihres Meisters, mit höchsten Fleiß ausgerichtet, wie er es ihnen befohlen hat, und gar nichts anders vorgenommen, Matth.28; Mark.16, wie man das durchaus in der Apostelgeschichte sehen mag und erlernen. Diesem ist auch gleich der andre Text, da der Herr spricht, Mark.16: Gehet hin in alle Welt und prediget das Evangelium aller Kreatur; wer glaubet und getauft wird, der wird selig werden, wer aber nicht glaubet wird verdammt werden. Allhier beweiset sich Christus als der Art seines Vaters, wie er auch selber sagt, Joh.5: Der Sohn kann nichts von ihm selber tun, denn was er den Vater sieht tun, das tut gleich auch der Sohn. Wie nun der Vater handelt in dem, da Himmel und Erden mit allem so darinnen ist erschuf, stellt er es alles in eine rechte Ordnung und wollte es nicht alles in einem Tag ausrichten, wiewohl er es vermochten hätte, doch machte er es alles in sechs Tagen und am siebenten ruhte er von allen seinen Werken, 1.Mo.1 und 2. Siehe hierin die Fürsichtigkeit Gottes. Als er den Menschen machen wollte, schuf er erst vor ihm allerlei Vieh und was den Menschen zur Speise dienet, auf das der erschaffene Mensch keinen Mangel hätte. Also tat er auch dem Vieh, dass sie mit ihrer Fütterung versorgt würden, ehe sie nun erschaffen wurden. Desgleichen da er Laub und Gras und allerlei Grünes machen wollt, schuf er am ersten die Erde, daraus es wachsen möchte. Solche Ordnung hielt Gott in seinem Werk. Wie nun der Sohn den Vater tun sieht, das tut gleich auch der Sohn, Joh.5. Daher, als er wollt einen neuen Menschen schaffen, oder denselben wieder erneuern in das Bildnis des, der ihn geschaffen hat, Eph.4; Kol.3; 1.Mo.1,  wollte er auch alles recht ordentlich ausrichten, und das darum, dass wir von ihm lernten (wie er vom Vater, Joh.5), uns allezeit rechter, wahrer, heiliger und göttlicher Ordnung zu halten, Tit.3; Mark.16, und spricht: Gehet hin in aller Welt und prediget das Evangelium aller Kreatur. Wer glaubet und getauft wird, der wird selig werden, wer nicht glaubet, wird verdammt werden. Erstens spricht er: Gehet hin in alle Welt. Die Ursache ist, weil sie sein Geschäfte sollten ausrichten, das er ihnen vorhin befohlen hatte, denn sie wohl von der Sendung, allermeist aber vom Gehen in alle Welt nichts gewusst hätten, wie die Geschichte erweiset, da die Jünger wider Petrus murrten, dass er zu den Heiden eingegangen war, Apg.10 und 11; ja Petrus selbst zeuget, dass es ein ungewöhnlich Ding sei einem jüdischen Mann zu einen Heiden einzukehren, aber aus Offenbarung des Herrn habe er solches getan. Darum klar wird, wo er nicht eine besondere Offenbarung gehabt hätte, er nicht zu ihnen gegangen wäre, wiewohl ihnen der Befehl schon gegeben war, viel weniger dass er ohne Befehl oder Sendung dazu gekommen wäre zu predigen, Matth.28; Mark.16; Röm.10, denn Paulus sagt: Wie können sie predigen, so sie nicht gesandt sind.  Weil sie denn nicht predigen mögen, sie seien den vorhin gesandt, so ist gewiss, dass Gott in der Sendung, das ist in seinem Befehl, seinen Boten sein Wort in sein Mund legt, wie das der Herr selber zeuget, da er spricht, Jer.1: Siehe ich lege mein Wort in deinen Mund und setze dich über die Völker der Königreiche, dass du ausjäten, zerbrechen, verstören und verderben und wiederum bauen und pflanzen sollst. Daher auch alle, so nicht gesendet sind, kein Wort Gottes haben, Mich.3; Jer.23, und nicht mehr denn was je einer vom andern oder aus der Schrift stiehlt. Um deswillen ist die Sendung erstens vonnöten. Es war aber nicht genug, dass sie gesendet waren, sie mussten auch wissen, wozu oder warum sie gesendet waren oder as sie ausrichten sollten. Deshalb gibt er ihnen Befehl seines Werkes und Geschöpfes und spricht, Lehrt alle Völker und prediget das Evangelium aller Kreatur, Matth.28; Mark.16. In diesem Befehl legt er (wie oben gemeldet, Jer.1) sein Wort in ihren Mund, gleich wenn man heut noch einer einem Boten schicket, in seinen Mund leget oder befiehlt, wie oder was er reden und werben sollt, dass auch der Bote (so er anders treu sein will dem, der ihn sendet) also ausrichtet und nichts davon oder dazu tut. Also auch Christus befiehlt zu predigen. Auf das sie aber nichts anders, als was seine (Gottes) Meinung ist, predigen, setzt er ausdrücklich dabei das Evangelium. Was ist nun das anders, denn eine fröhliche Botschaft von Gott und Christo. Das sie aber dasselbe auch nicht nach
ihrem eigenen Gefallen, 5.Mo.4; Offb.22, und nichts dazu setzen noch davon tun, auch an keinem Ort zu wenig oder zu viel tun, das ist, nicht lobten, den sie schelten und schelten, den sie loben sollten, spricht er an einem andern Ort, Matth.10: Ihr werdet nicht die sein, die da reden, sondern meines Vaters Geist wird aus euch reden. Deshalb wollt er sie auch nicht von Jerusalem weichen lassen, bis sie mit Kraft aus der Höhe angetan würden und also in der Kraft des Herrn einhergingen und sein Wort redeten, dadurch viele in den rechten Schafstall der Gnade führten, Joh.3; Apg.3, so sie dieses aufnehmen im Glauben, wie auch Paulus von etlichen sagt, 1.Thess.2: Ihr nahmt es auf, nicht als Menschenwort sondern wie es auch wahrhaftig ist als Gottes Wort, die wurden dadurch erneuert zu Kindschaft. Weil sie aber ohne Predigt nicht glauben können, wie Paulus sagt, Röm.: Wie mögen sie glauben, von dem sie nichts gehört haben, wie mögen sie hören ohne Prediger, wie mögen sie predigen, wo sie nicht gesandt sind. So kommt nun der Glaube aus dem Gehör, das Hören von der Predigt, die Predigt aber vom Wort Gottes. Darum setzet er nach der Predigt den Glauben und spricht, Mark.16: Wer es glaubt. Was ist nun dem gepredigten Wort glauben anders, denn dieses in Herz schreiben, darinnen bewahren und auch das Leben darnach richten, 5.Mo.6 und 10; Ps.119, hinfort allezeit das Wort sich führen, regieren, leiten und weisen lassen. Darum auch Christus dieselbigen selig preist: Selig sind die das Wort hören und halten in einem seinem, reinen und gute Herzen, Gal.4, die werden alle zur Kindschaft geführt und gebracht. Die nun also die Kindschaft erreichen, die werden alsdann in das Testament der Verheißung mit dem Gnadenbund versiegelt zur Versicherung des, das er nun als ein gewisser Miterbe sei aller Gnade und Gaben, die uns vom Vater in Christo übergeben sind. Darum befiehlt er nun die Taufe nach dem Glauben zur Versiegelung der gläubigen Gotteskinder, auf das sich ein gutes Gewissen wohl mit Gott verbinde, 1.Petr.3; Mark.16; wer aber nicht glaubt, der ist verdammt. Allhier scheinet abermals lauter, dass nicht die Taufe  ohne Glauben, sondern der Glaube allein selig mache, so er mit der Taufe versiegelt wird. Deshalb ist es ein rechtes Affenspiel, die ohne den vorgehenden Glauben taufen. Solcher Ordnung Christi sind nun alle Apostel aufs fleißigste nachgekommen, wie durchaus ihre Geschichte erweiset, und haben keinen ohne den vorhergehenden oder aufs wenigste bekannten Glauben getauft, deren Exempel und Handlung wir zum Teil sehen wollen. Zum ersten sehen wir, dass Petrus, Apg.2, nach getaner Predigt, damit er dem hörenden Volk das Herz traf, also dass sie auch bewegt wurden zu fragen, was ihnen zu tun wäre; so gibt er ihnen Antwort: Tuet Buße und lasse sich ein jeglicher taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des Heiligen Geistes. Allhier weiset er sie nicht erstens zu Taufe, sondern zur Buße und Besserung. Was ist nun Buße tun anders, denn die Sünde, den alten Menschen mit allen seinen Werken ablegen, Eph.4; Kol.3; Röm.6, und dem Tod Christi ähnlich werden, darin alle Heiligen getauft sind. Und nachdem er sie zu Buße gewiesen hat, heißt er sie, dass sie sich auch taufen lassen zu einem neuen Leben, weil es nun ein Bad der neuen oder Wiedergeburt ist, Tit.3, und verheißt daneben den Nutzen, so ihnen daraus folgen werde, nämlich die Mitteilung des Heiligen Geistes. Darum sagt er, dass sie sich sollen lassen abweisen und abführen von dem verkehrten Geschlecht. Die nun dies Wort gern annahmen, ließen sich taufen. Was ist nun gern annehmen anders, denn in den vorgehaltenen Rat Gottes bewilligen und sich von Herzen darein ergeben, 2.Mo.20 und 14; 5.Mo.10:10-12. Die andern aber verachteten Gottes Rat und ließen sich nicht taufen, Luk.7. Allhier wird abermals unterschieden, welche durch die Apostel in diesen Schafstall geführt worden sind, nämlich die ihr Wort mit Lust angenommen haben. Zum andern sehen wie an das Werk Philippi, Apg.8, als er in Samaria kommt, ihnen von Christo zu predigen, da hatte das Volk einmütig mit Fleiß Acht auf das, so von ihm gesagt ward. Und da sie nun Philippi Predigt glaubten von dem Reich Gottes und von dem Namen Jesu Christi, ließen sich taufen beide Männer und Weiber. Siehe hier sagt er abermals gar deutlich, wer getauft worden sei, nämlich die Philippi glaubten, steht aber nicht dabei, dass er ihnen befahl ihre Kinder zu bringen und auch taufen zu lassen, denn ohne Zweifel, sie haben auch Kinder gehabt, als wohl als jetzt, er fängt aber kein solche Affenspiel an, wie jetzt unsre falsch berühmten Prediger tun. Oder hat’s vielleicht der frommen Apostel nach ihrer Weise nicht so weit verstanden und Christus vergessen, dass er ihm es ihnen nicht befohlen hat. Wie geht es aber zu, wenn der Jünger den Meister lehren will und die Vernunft herrscht? Nicht anders, denn also wie es denn jetzt geht und der Eva im Paradies geschah, 1.Mos.3. Auch finde ich allerdings nicht, da Paulus den Ältesten von Ephesus vorhält und bezeuget sie hoch, er wolle rein sein von aller Blut (als will er sagen, so sich ein Verderben hernach erheben wird und etwas anders einreißen), denn ich habe euch nichts verhalten, das ich euch nicht verkündiget hätte, Apg.20, allen Rat Gottes, dass er mit einem Wort der Kindertaufe gedenket, auch in allen seinen Briefen nicht. Darum so muss es kein Rat Gottes, oder muss ihnen Paulus je nicht gemeldet oder nicht vorgehalten haben; er warnet sie aber treulich, so sie jemand anders lehren würde, denn er ihnen gegeben hat. Deshalb wir seinen Rat mit Gottes Hilfe treulich denken zu folgen, weil er ein erwähltes Werkzeug Gottes ist, seinen Namen zu verkündigen, und keine andere Lehre, denn wir von ihm erlernet haben, und keine andere Weise, Apg.9, oder Ordnung gedenken anzunehmen. Darnach wurde Philippus weiter, Apg.8, vom Engel auf die Straße, so von Jerusalem gen Gaza geht und zu des Kämmerus Wagen geführt, den er lesend fand im Propheten Jesaja, Jes.53, da er spricht: Er ist wie ein Schaf zur Schlachtbank geführt, von welcher Stelle (nach dem Begehren des Kämmerers) der Apostel anfängt und bezeuget ihm von Christo. Als sie aber mit einander redeten und an einen Wasserbach kamen, sprach der Kämmerer zum Apostel: Siehe, hier ist Wasser, was hindert es nun, das ich mich taufen lasse? Der Apostel, wiewohl er nach lang getaner Predigt und als der aufs gewisseste wüsste, dass ihn der Herr zu ihm geführt hatte, dennoch taufte er ihn nicht flugs auf sein Begehren, der doch gute Versicherung hatte aus Anzeige des Engels. Noch hielt er sich der Ordnung und fragte erst ob er glaube, so möge es wohl sein, als wollt er sagen, ohne Glauben möchte es nicht sein. Da fing er an, seinen Glauben zu bekennen, dass er glaube an Christum den Sohn Gottes. Also taufte er ihn in demselben Wasser auf seinen bekannten Glauben. Darum wir noch sagen, dass sie niemand ohne bekannten Glauben und  vorgehender Predigt zu taufen sei. Das bekennen sie zwar selbst in ihrer ungöttlichen Taufe, so ich ihrer ungöttliche Taufe, so ich ihrer ungöttlichen Taufe, so ich ihr aber nicht unrecht tue, dass ich sie eine Taufe heiße, weil sie doch keine ist. Denn so man ein Kind zu ihrem Sudelbad oder Taufe bringet, so tauft er es doch nicht bald, sondern fängt zuvor ein langes Geschwätz und Predigt an, damit er beweiset das man zum ersten predigen soll. Nach demselben heißt er auch absagen der Welt, Sünde und Teufel, zuletzt auch nach dem allen glauben, davon sie gar wenig oder eben gar nichts wissen, Sir.6. Doch bezeugen sie damit, dass unsre Ordnung recht sei, wie sehr sie ihr widerstreben, und geben der Wahrheit, aber nicht aus ihrem Eigentum, sondern unwissend (wie Kaiphas, Joh.18) Zeugnis und machen uns also des gewisser. Denn sie sehen, das die Apostel die Gläubigen getauft haben, Apg.2, 3, 9, 10 und 16, das wollen sie ihnen wie die Affen nachtun, so sie doch des keinen Befehl haben. Also finden wir auch von Paulus, der von Annania zu Damaskus getauft ward, der doch den Herrn auf den Herrn auf dem Weg gesehen hatte und bis in den dritten Himme
l entzückt ward, Apg.9; 1.Kor.15; 2.Kor.12, und unaussprechliche Worte hörte, doch ward er nicht versiegelt zu Kindschaft, bis er die getane Predigt des Annanias hörte und darauf getauft ward, wie die Worte lauten, Apg.9: Der Herr, der dir erschienen ist auf dem Wege, hat mich zu dir gesendet, dass du wieder sehend und mit dem Heiligen Geist erfüllet werdest; und alsdann fiel es von seinen Augen, wie Schuppen, und ward wieder sehend, stand auf und ließ sich taufen. Allhier sieht man, wie Gott sein verordnetes Amt ehret, Matth.28, und seine Ordnung selber nicht brechen, darum auch von uns gehalten haben will. Denn ob er wohl in den Himmel entzücket ward, 2.Kor.12; 1.Kor.15, und Christum gesehen hatte, dennoch ward ihm erst das Verständnis geöffnet und der Heilige Geist gegeben nach des Herrn Wort, ihm durch Annanias verkündiget. Desgleichen auch Cornelius, der Hauptmann, Apg.10, wiewohl sein Gebet auch Almosen aufgestiegen vor Gott und angenehm waren (welches ohne Glauben nicht sein mag, Hebr.11,) darum ihm Gott seinen Engel sandte, dass er ihm von Petrus anzeige, nach dem er schickte, und als er kam und mit ihm redete von des Herrn Wort, fiel der Heilige Geist auf ihn. Allhier sieht man, wie Gott seine Ordnung handhabe und was er dem Wort zugibt. Denn also will er ihm seine Braut versammeln, das ist sein Rat, der auch ewig bestehen wird und nicht wankt. Denn wiewohl Cornelius angenehm war vor Gott, auch die Stimme des Engels hörte; da zeuget Gott von seinem Glauben mit der Gabe des Heiligen Geistes, darauf er auch getauft ward. Darum ist es eine große Torheit, dass der Mensch sich wider solche Ordnung leget und anders, denn befohlen ist handelt, Matth.28; Mark.16. Also auch zu Philippi der Kerkermeister, Apg.16, der mit seinem ganzen Haus gläubig und getauft ward, von dem oft viel geredet wird und ihren Gräuel oft damit bezeugen wollen, als ob auch Kinder getauft wären; meldet hier der Text klar, dass er sie in sein Haus nahm und an den Tisch setzte, auch dass sie ihm Gottes Wort sagten, da ward er gläubig und sein ganzes Haus und ließ sich taufen und freute sich sehr, dass er an Gott war gläubig geworden. So nun hier die Kinder hier die Kinder die Wunder Gottes vernahmen, die Predigt von Christo hörten und glaubten, so sind sie auch getauft worden; wo aber nicht, so sind sie auch nicht getauft worden; und wird nun nichts damit zu beweisen sein. Als aber Paulus die oberen Länder durchwandelte, Apg.19, und etliche Männer fand, die mit der Taufe Johannis getauft waren, an denen er vielleicht zu viel Leichtfertigkeit (dass sie Brüder sein sollten) erfand, daraus er bewegt ward zu fragen ob sie den Heiligen Geist empfangen hätten oder nicht, dem sie auch sagten, dass sie von seinem Heiligen Geist nie gehört hatten. Darauf fraget er, womit sie denn getauft wären; geben sie Antwort: Mit Johannis Taufe. Da sprach er: Johannes hat getauft die Taufe der Buße, und auf Christum hingewiesen, Matth.3; Mark.1; Luk.3; Joh.1. Da sie das hörten. ließen sie sich taufen auf den Namen Jesus Christi, und da Paulus die Hände auf sie legte, empfingen sie den Heiligen Geist. Siehe, hier muss Paulus die Taufe Johannis nichts gelegten, die doch auch von Gott war, wie ihm Christus selbst Zeugnis gibt, Matth.21; Luk.20. Wie viel mehr muss uns die Kindertaufe nichts gelten, die doch nicht von Gott, sondern von Menschen eingesetzt ist, Matth.15. Denn alle Pflanzung, spricht Christus, die Gott, mein himmlischer Vater, nicht gepflanzt hat, die muss ausgereutet werden. Deshalb muss sie auch allen Kindlein nicht gelten, denn was er, und nicht was wir aus uns selbst ordnen, wird bestehen und bleiben. Nachdem möchte jemand sprechen: sagt doch Paulus, 1.Kor.10,dass unsre Väter alle unter Mose mit der Wolke und mit dem Meer getauft sind, darinnen ja auch die Kinder waren, weil sie denn in der Figur begriffen sind, 2.Mo.14, so musst du sie auch jetzt darinnen lassen. So sage ich also, dass man die Figur recht ansehe, so wird man finden, ob die Kinder darinnen begriffen sind oder nicht. So merke nun, als Israel aus Ägypten zog, 2.Mos.13, und bis ans <Meer kamen, und sahen Pharao nacheilen, der ihnen hart auf dem Rücken war, dem sie auch ( wie sie es ansahen) nicht entrinnen mochten, da wurden sie unwillig und fingen an wider Gott und Mose zu murren und sprachen: Wären nicht auch in Ägypten Gräber gewesen, dass du uns musstest wegführen, dass wir in dieser Wüste sterben müssen. Warum hast du das getan? 2. Mo.5, Ist’s nicht das, das wir dir sagten in Ägypten: Höre auf, lass uns den Ägyptern dienen, denn in dieser Wüste sterben. Als er sie und jene durch die Wolke unterschiede, dass sie nicht zusammen kommen mochten, dazu wie der Herr das Meer teilte und ließ sie trocken hindurch gehen, Ps.106 und 136, die Feinde aber alle darin ertränkt wurden, da erschraken sie und fürchteten sich, dass sie wider den Herrn , einen so gewaltigen Gott und wider seinen Knecht Mose gemurrt hatten, sie erkannten ihre Sünde und glaubten Gott, ihren Heiland und ergaben sich, Gott recht zu dienen unter der Hand seines Knechtes Mose. Das heißt Paulus eine Taufe und Untergebung, 1.Kor.10, dazu sie gezwungen wurden durch die herrlichen Wunder, die Gott mit der Wolke und mit dem Meer vor ihren Augen bewies, 2.Mos.14; Ps.78, 105, 106 und 136. So nun die jetzt geborenen Kindlein auch wider Gott und Mose gemurrt haben, so sind sie auch mit den Alten schamrot geworden und haben wiederum sich Gott unter Mose verpflichtet zu dienen, wo nicht, so haben sie sich unter Mose nicht wieder bücken und begeben dürfen und schamrot werden, weil sie nicht gemurrt haben.  Und dieses ist der rechte Sinn Pauli an diesem Ort. Also wurden nun auch in der Arche (sie doch auch ein Bild der Taufe, des Untertauchens, Töten und Absterbens der alten Menschen ist, 1.Pet. 3) keine Kinder, sondern acht Seelen, sie alle das Werk Gottes mochten wahrnehmen und bekennen, gerettet. Also will Gott in seinem Bund gehandelt haben, auf das ein jeglicher erkenne, spüre und empfinde, spüre und empfinde der wirklichen (wirksamen) Kraft Gottes, und also wisse, an wen er sich halten wolle, Hebr.13, dass er hinfort sich mit keiner fremden Lehre umführen lasse, das zeiget uns die Arche. Demnach möchte jemand sprechen: Sind doch die Kinder am achten Tag beschnitten worden, die doch auch nichts verstehen konnten, 5.Mos.1; 1.Mos.17, 26, 28 und 48, und wurden dennoch in den Bund genommen, warum jetzt nicht auch also. Darauf sage ich also; Mit der Beschneidung und Taufe hat es sich anders und anders, und wie Christus Abraham übertrifft, also die Taufe die Beschneidung, Hebr.7; 1.Mos.17. Denn die Beschneidung war allem, so männlich war im Hause Abrahams, Kindern und Knechten, befohlen. Weil aber in Christo die Kindschaft gesondert wird, dass hier keine Knechte mehr, sondern Kinder sind, Gal.4, so ist offenbar, dass die Taufe nicht den Knechten, sondern den Kindern Christi befohlen sei, welche Kinder nicht von Fleisch und Blut oder durch den Willen des Mannes, sondern von Gott durch sein Wort erzeuget und geboren werden, Matth.28; Mark.16; Joh.1; 1.Pet.1. Daher spricht Paulus, Röm.9: Es sind nicht alle Israeliten, die von Israel kommen, auch nicht alle, die Abrahams Same sind, sind darum auch Kinder. Denn das sind nicht Gottes Kinder, die nach dem Fleisch Kinder sind, sondern die Kinder der Verheißung werden für Samen gerechnet. Demnach das Volk, so aus den Lenden Abrahams kommen ist, nicht mehr denn eine Figur des recht geschaffenen Samens, 1.Mos.15; Gal.4, die durch den Glauben in Christum seine Kinder werden, von denen Paulus, Röm.9, also sagt: Seid ihr aber Christi, so seid ihr Abrahams Samen und nach der Verheißung Erben, Gal.3. Aus diesen Worten wird klar, mit welchem Samen Gott seinen Bund befestiget hat, Luk.1, und welchem sind die Verheißung verstrecket, Röm, nämlich die da wandeln in den Fußstapfen des gläubigen Abraham. Weil es nun eine Figur des rechten Samens war, Gal.3 und 4, der in Christo sollte offenbar werden, mochten wohl alle Kinder der Verheißung nach in diesen Bund genommen werden, Röm.9, denn das war die Verheißung, dass Christus von ihnen herkommen sollte, dur
ch den sie und alle Völker den Segen empfangen sollten, 1.Mos.12 und 22, Hebr.11; Ps.132. Nicht das sie es schon erlangt hätten, sondern dass sie es empfangen sollten und durch Christum gesegnet werden. Darum war auch kein Unterschied zwischen Knechten und Kindern, Gal.4, sondern wurden verwahret unter dem Zuchtmeister bis auf Christum. Als der kommt, weicht das erste wie der Schatten, wenn der Sonnenschein aufgehet, wie auch Paulus sagt: Wir richten das Gesetz recht auf vom Schein in die Wahrheit, darum höret die Beschneidung in Christo auf, Röm.3 und 2, indem die Beschneidung ohne Hände (welcher Lob nicht aus den Menschen, sondern aus Gott ist) angehet. Deshalb gleichwie Abraham der Bund der Beschneidung befohlen war, dass er sich, seinen Samen und alles, was männlich war, in seinem Hause beschnitte, also Christo in seinem Hause, dass er sich und allen seinen Samen taufen ließe, vom Vater verordnet war, wie er mit den Worten beweiset, da er zu Johannes spricht: Lass es also geschehen, denn also gebühret es sich alle Gerechtigkeit Gottes zu erfüllen, Matth.3. Darum wollen wir die Figur vor uns nehmen, 1.Mos.17. Abraham war befohlen in seinem Hause zu beschneiden, sie wären darinnen geborene Erben oder erkaufte Knechte, und war ihm nun nicht außerhalb seinen Hauses befohlen. Sollte nun Abraham seinen Samen beschneiden, vermochte er nicht, er wäre ihm denn zuvor geboren. Also auch in dem Haus Christi wird oder mag niemand mit dem Gnadenbund verzeichnet oder getauft werden, er sei denn zuvor Christo geboren durchs Wort der Wahrheit, 1.Pet.1. Dann sagen sie, das Annehmen Gottes gebäre neu und mache Gottes Kinder, und Gott nehme die Kinder sowohl auch die Alten an, wie auch Petrus sagt, Apg.2: Euch und euren Kindern ist solches verheißen; darum schlägt man ihnen die Taufe unbillig die Taufe unbillig ab. Darauf sage ich also: Das Gott die Kindlein, sowohl als die Alten, annehme, leugnen wir nicht, denn wir auch fester Hoffnung für sie sind, dass er sie mit Gnaden ansehen und in ihrer Maße annehmen werde, aber nicht desto weniger schwächet Gott seine Ordnung nicht und nimmt seinen Worten nichts ab, der ihnen einmal zu geben hat die neue Geburt, die wird er ihnen auch lassen, dass die es glauben, wiedergeboren und Gottes Kinder werden, 1.Petr.1; Mark.16; Tit.3; Joh.1. Weil nun Gott solche sein Ordnung selber ehret, wie oben gesagt, und mit Saulus und Kornelius erwiesen ist, Apg.9 und 10, zwinget mich die Ursache des Annehmen Gottes nicht für das völlige Neugebären zu rechnen, denn sonst nehme ich dem Wort wider Gott ab, 1.Petr.1. Dazu ist das Annehmen Gottes eines jeglichen Menschen vor unsern Augen verborgen, bis sich’s in der Kraft erweiset, wie auch die empfangene Frucht eine Weibes, ehe sie geboren wird. Denn wer kann in der Wahrheit wissen, was es für ein Frucht sein werde, ob es männlich oder weibliches Geschlechts sei, oder was es für eine Gestalt und Form haben werde, dennoch ist es eine Frucht. Also hat es sich auch mit dem Annehmen Gottes, dass niemand weiß wie oder wozu, denn die Werke des Herrn sind unbegreiflich, Röm.11. Wie nun das Kind vor der Geburt im Mutterleibe verborgen ist vor unsern Augen, also auch im Annehmen und Ratschlag Gottes, bis es durchs Wort geboren wird, 1.Petr.1. Deshalb so wenig ein Knäblein mochte beschnitten werden vor der Geburt, ebenso wenig mag ein Mensch rechter Art und Weise ohne vorgehende Predigt und bekannten Glauben getauft werden, Matth.28; Mark.16; 1.Mos.17. Das man sie aber am achten Tag, und nicht sobald sie geboren wurden, beschneiden musste, sondern ein wenig erwachsen lassen, auf das sie solche Schmerzen leiden möchten, auch also im Haus Christi will Gott, das ehe man solchen Bund mit ihm aufrichtet, zum Teil im Glauben und Erkenntnis er wachsen solle , damit ein jeglicher wisse, was er tue und handle. Das bezeuget Christus mit den Worten, da er spricht, Luk.14: Es ist keiner, der ein Haus oder Turm bauen will, der nicht zuvor sitzet und überschlägt die Kosten, ob er es vermöge zu vollenden, auf das nicht, so er angefangen haben zu bauen, und nicht vermöge den Bau zu vollenden, jedermann dann anfange sein zu spotten. Siehst du, hier will vorhin ein Betrachten sein, 2.Kor.13; 1.Kor.11, ja dass sich der Mensch wohl prüfe, ersuche und in sein Herz kehre und nehme wahr, was er für Gnaden Gottes in ihm spüre, ob er sich darauf verlassen möge und getraue solches Gebäu zu vollenden, auf das er nicht in der Arbeit erliege und zu Schanden werde. Er bildet uns auch solches in einem anderen Gleichnis vor, da er spricht, Luk.14: Welcher König will sich begeben in einen Streit wider einen andern König und sitzet nicht zuvor und ratschlagt, ob er vermöge mit zehntausend begegnen dem, der über ihn kommt mit zwanzigtausend; wo nicht, so schicket er Botschaft, wenn jener noch ferner ist, und bittet um Frieden; also auch ein jeglicher unter euch, wer nicht absagt allem, was er hat, kann nicht mein Jünger sein, Matth.10 und 16; Luk.14; Joh.12. Weil nun in der Taufe solche Verleugnung seiner selbst und Absterbung der Sünden geschieht, darinnen wir auch unsere Glieder begeben zu Waffen der Gerechtigkeit, Röm.6, und Jünger Christi werden, so will uns Christus durch die vorgelegte Gleichnisse einbilden, dass ein jeglicher vorhin  sehe, was er tue und nicht, so er die Hände an den Pflug gelegt habe, wieder zurückschaue, Luk.9, und zu Schanden werde. Deshalb wäre wohl vonnöten, man betrachtet es ein wenig länger und schauet die Zeugnisse oder Wahrheit recht an, 2.Petr.3, das so nicht jemand zu seinem eigenen Verderben brauche, Hes.33, daran Gott keinen gefallen hätte. Zum andern  erweiset es uns Petrus in seiner Epistel, 1.Petr.3, da er vom Gnadenbund redet und spricht: Es ist nicht das Abtun des Unflats am Fleisch, sondern der Bund eines guten Gewissens mit Gott. Soll es nun ein Bund eines guten Gewissens sein, wird vonnöten sein, das er vorhin, das er vorhin dieses erlange, denn wie wollte der einen Bund eines guten Gewissens mit Gott machen, der solche Gnade noch nicht ergriffen hätte. Deshalb ist recht in der Figur gesagt, dass man sie ein wenig erwachsen lasse, dass ein jeder erkenne, wie er sich auf den Grund der Wahrheit baue, 1.Kor.3, auf das er nicht Stroh und Heu darauf baue, welches das Feuer verzehre, denn wie eines jeglichen Gebäu sein wird, wird das Feuer bewähren. Was ist aber ein gutes Gewissen gegen Gott anders, 2.Mos.20, denn das ich erkenne, das ich einen gnädigen Gott habe, der mir alle Sünden in Christo geschenkt, nachgelassen und vergeben hat und sich mir in Christo frei zu einem Vater anbeut, 2.Kor.6; Jes.1; Röm.8 und3, ja mit allerlei seiner Gnade und Reichtum, auch das ich ihn erkenne allvernögend zu sein, daraus bewegt und zu Eifer angereizt werde, mich ihm zu verpflichten, zu untergeben und ganz und gar zu vertrauen als meinem liebsten Vater, Matth.6, der allezeit das Gute, ja das allerbeste für mich suchen werde. Auf solches richte ich einen Bund mit ihm auf, darinnen ich mich ihm ganz verpflichte und gebe ihm meine Glieder zu Waffen seines heiligen Werkes, ihn hinfort alles in mir schaffen, wirken und tun zu lassen, ich aber als ein Werkzeug, sein Werk dulden wolle und mich des Meisters gebrauchen lassen, wozu er wolle, ja allezeit als ein gehorsam Kind mich seines gefälligen Willens fleißigen und halten wolle und davon weder zur Rechten noch zur Linken mein Lebenslang abweichen, Joh.1 und 23; Spr.4; 5.Mo.5, 12, 17 und 28. Des zu einer Beweisung nehme ich das reine Wasser an, das ich fortan durch sein Anregen ein heiliges Leben führen wolle. Wiederum verbindet sich Gott also mit dem Menschen, das er sein Gott und Vater sein wolle, 2.Mos.29; 3.Mos.26, sich um ihn, wie ein Vater um seinen Sohn annehmen, ja alles ihm in Christo übergeben. Des zu einer Sicherheit wolle er vom Himmel herab zeugen und ihm die Gnade seines Geistes mitteilen, Joh.16, der ihn in alle Wahrheit führe, alles in ihm ausrichte und sein Vornehmen vollbringe, damit der Mensch also in seiner Kraft (in Gottes Kraft) ein neues Leben anfange, wie auch Paulus sagt, 2.Kor.5: Ist jemand in Christo, so ist er eine neue Kreatur. Schau nun hier, ob ein Kind ein
en solchen Bund eines guten Gewissens mit Gott machen möge, 5.Mos.1, dieweil es doch weder Gutes noch Böses weiß, wie möchte es denn erkennen solchen herrlichen Reichtum der Gnade des Allmächtigen. Weil es denn die nicht erkennen mag, viel weniger mag es sich ihm verbinden, darinnen zu wandeln. Darum ist es eine große Torheit von einem jeden, der solches vorgibt, und nichts anders denn eine rechte Abführung von Gott und Aufheben der rechten Ordnung und Befehls Christi. Diese Erkenntnis und gutes Gewissen, wo kommt es anders her, denn wo das Herz durch Gottes Wort erwecket wird, 1.Kor.3, und Gott das Gedeihen dazu gibt und machet es in ihm lebendig, hauet den fleischlichen Sinn ab und pflanzet den göttlichen ein, 1.Kor.2; 2.Petr.1. Daher kommt denn die neue Geburt, davon Christus sagt: Es sei denn, das der Mensch von neuem geboren werde durch Wasser und durch Geist, mag er nicht ins Reich Gottes kommen, Joh.3,und ist eben der Sinn, dass wer durch Gottes Wort berichtet und demselbigen gläubig wird, dem wird sein Glaube versiegelt mit der Austeilung des Heiligen Geistes, Joel 2; Apg.2; Eph.1, dadurch er erneuert oder neu geboren, Tit.3, in ein heilig, göttlich Leben eingeführt wird, darauf das Wasser empfängt zur Beweisung der Tötung des alten Menschen, Röm.6.  Denn sprechen sie: Es steht doch hier das Wasser am ersten, darum mag man ersten taufen, wenn nur der Glaube hernach kommt. So frage ich, ob das Wasser neu gebären möge. Wird freilich nein sagen. Dann sagen sie, Wasser tue es nicht, aber das Wort, so ins Wasser gestellt ist, tut solche Kraft. So sag ich, das Wort sei nirgends ins Wasser gestellt und gebunden, sondern vielmehr sei das Wasser ans Wort gebunden, Matth.28; Mark.16; dieweil das Wort befiehlt, denn nicht der Befehl ans Werk, sondern das Werk an den Befehl gebunden ist. Auch richtet sich nicht der Befehl nach dem Werk, sondern das Werk muss nach dem Befehl gerichtet werden. Wo das geschieht, so wird der Befehl das Werk heiligen, sonst bleibt es unnütz. Deshalb wird nicht das Wasser das Wort, sondern das Wort das Wasser mit sich bringen, heischen und fordern. Also wird noch klar, dass das Wort muss vorgehen, und nicht das Wasser, weil das Wasser vom Wort gefordert wird. Also folgen die drei Zeugen, davon Johannes sagt, 1.Joh.5: Drei sind die da zeugen im Himmel, der Vater, das Wort und der Heilige Geist, und diese drei sind eins; also das welchen deren eins mangelt, 1.Joh.2; 2.Joh.1, hat deren keines; wer aber eins hat, der hat sie alle. Deshalb was der Vater heischet und fordert, zeiget uns das Wort. Was nun dieses zeige, verbringe der Heilige Geist mit wirklicher (wirksamer, von Ihm gewirkter) Kraft. Der nun solches sein Werk duldet, der hat Gottes Zeugnis bei ihm, Weish.3; 2.Kor.6, und wird, also bewähret, ein Sohn Gottes erfunden. Wie nun die drei sind, die da zeugen im Himmel, 1.Joh.5, also haben wir auch drei auf Erden, nämlich Geist, Wasser und Blut, und diese drei dienen auch eins. Wenn nun jemand kämpfen wollte mit dem vorigen Spruch, da das Wasser am ersten stund, so steht nun abermals Geist voran, welcher denn der erste Zeuge ist eines gottseligen Lebens, denn da muss der anfangen ein neues Leben, göttliche Art in uns wirken und in die Kindschaft einführen; wie auch Paulus sagt, Röm.8; Gal.4; Derselbige Geist versichert uns des, dass wir Gottes Kinder sind; sagt aber nicht, das es Wasser tue. Aber weil nun Gott ein abgesondertes Volk haben will von der Welt, hat er solches seinen Kindlein befohlen, dass alle die, so nun die Kindschaft ergriffen haben, mit der Taufe in das Testament der Kindschaft gezeichnet würden, darinnen den alten Menschen töten und den Tod Christi ähnlich sollen werden, der Welt ganz und gar absagen und ihm allein in einem Leben hinfort dienen. Wer nun diesen anderen Zeugen erlanget hat, dem wird der dritte Zeuge bald folgen, also dass er nach dem Wort Christi von jedermann gehasst wird, wie er denn sagt, Joh.16: Es kommt die Stunde, dass wer euer einer töten wird, der wird meinen, er tue Gott einen Dienst daran. Welcher aber in diesem allen verharret, treu und fromm bleibt bis ans Ende, davon weder zur Rechten noch Linken abweichet und lässt sich nichts erschrecken, Jos.1; Spr.4; 5.Mo.5; Joh.3, der versiegelt, das Gott wahrhaftig ist, Joh.14, Deshalb er auch von Gott geliebt und zum Erbe aller Heiligen angenommen wird. Über das sagt Paulus, Tit.3: Nach seiner Barmherzigkeit macht er uns selig durch das Bad der Wiedergeburt und Erneuerung des Geistes, welchen er ausgegossen hat über uns reichlich durch Jesum Christum, auf das wir durch desselbigen Gnade gerecht und Erben seien des ewigen Lebens. Damit stimmt er, da er spricht, Eph.5: Er hat sich selbst dargegeben für seine Gemeinde, auf das er sie heiligte, und hat sie gereinigt durch das Wasserbad im Wort, auf dass er sie ihm selbst zurichte herrlich, die keinen Flecken noch Runzel habe. Soll es nun im Wort geschehen, so muss es vonnöten sein, das Wort zuvor zu predigen und nach geglaubtem Evangelium zu taufen. Also viel jetzmal von diesem.

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