Vom Kleidermachen

Mit allem Fleiß sollen und wollen wir unserm Nächsten dienen, mit Arbeit seiner mancherlei Notdurft, Eph.4; 2.Thess.3; und das also, das Gott darinnen gelobet werde und unser Fleiß und Treue darinnen gespürt und erkannt werde, dass treulich sei, Eph.6; Jes.3.  Was aber allein zu Stolz, Pracht und Hoffart reichet, als zerschnitten, verbrämet, verblümt und ausgestochen Werk, das machen wir niemand, auf das wir unser Gewissen vor unserem Gott unbefleckt behalten. Denn wir von Gott darum erwählet sind, dass wir es nicht allein tun, handeln und brauchen sollen, Joh. 16, sondern auch dawider zeugen und die Sünde den Menschen anzuzeigen und bekannt zu machen. So nun dasselbige etwas ist, dass wir dawider zeugen sollen, so können wir dieses nicht helfen aufrichten und machen. Darum Jakobus sagt: Das ist ein reiner und unbefleckter Gottesdienst, sich von der Welt unbefleckt behalten. Das wollten wir mit Gottes Hilfe, so viel möglich ist, tun und unser Leben lang darnach jagen, Jak.1.

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