Vom Wiederaufnehmen

Wenn nun einer ausgeschlossen ist, wird er so lange gemieden, bis er wieder rechtschaffene Buße tut; und ob er schon läuft, bittet und begehret, wird er doch nicht vordem er von der Gemeinde ein gutes Zeugnis eines Rechtschaffendes und Bußfertiges überkommen und angenommen, ja so lange nicht, bis man spüret (es ihm/ihr abspüret), das sich der HERR wieder zu ihm genaht, ihn gegnadet und angenommen habe. wenn aber solches erkannt wird, so bietet ihm auch die Kirche die Hand dazu, dass er von ihr angenommen und wieder als ein Glied der Kirche gezählt wird, Luk.17; 2.Kor.2.

Wie aber im Anfang einer durch Zeichen, das ist durch Taufe, in die Kirche aufgenommen wird, Matth.28; Mark.16, also muss er auch (nachdem er entfallen und von der Gemeinde abgesondert ist) wieder durch Zeichen, das ist Hände Auflegen, aufgenommen werden, welches durch einen Diener des Evangeliums geschehen soll, damit angezeigt wird, dass er wiederum der Gnade Gottes teilhaftig und darein gewurzelt sei, Röm.11. Welches, so es geschehen ist lässt man die Liebe, wie vorher an ihm den Vorgang haben, durch die aller Argwohn, Beschwerde und Unwillen hingenommen und abgeschnitten wird, und nun ein recht und ganz vertraulich Herz gegen ihn wie auch gegen andere Glieder der Kirche sei; auf dass uns der Satan nicht weiter übervorteile, darum wir es auch so lange verziehen, bis man, wie gesagt, Gottes Gnade wieder an ihm spüret, daraus das Vertrauen der Kirche sich wieder zu ihm richtet, 2.Kor.2:5-11

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