Von der Taufe Christi und Seiner Kirche

Weil es denn ein Testament der Erkenntnis, Wissens und Gnade Gottes ist, so ist auch nach dem Wort des Petrus die Taufe ein Bund eines guten Gewissens vor GOTT Jer.31; Hebr.8 und 10; 1.Petr.3, das ist derer, die GOTT erkannt haben. GOTTES Erkenntnis aber kommt, wie gesagt aus dem gehörten Wort des Evangeliums. Darum lehren wir, das man die, so das Wort gehört, demselben geglaubt und GOTT erkannt haben, taufen solle und nicht die Kinder, Luk.7; Apg.2; 11 und 16. Denn weil von Adam her alle, so in adamitischer Weise geboren werden, seine Art erben und seiner Gemeinschaft, das ist der Sünden teilhaftig werden, 4.Esra3; Röm.5; 1.Joh.3, darum auch Christus, der die Sünden wieder hinnehmen und ihre Kraft, Stärke und Gewalt vertilgen sollte, ganz einen anderen Anfang seiner Geburt hatte, wie oben gesagt ist; also müssen die, so seine Art erben, seiner Gemeinschaft teilhaftig und Glieder seines Leibes werden sollen, auch von ihm (nicht adamitischer, sondern christlicher Weise) geboren worden, Matth.1; Luk.1; 2.Petr.1; 1.Kor.6, welche Geburt durch das Wort, Glauben und Heiligen Geist geschieht, denn wer das Wort im Glauben aufnimmt, der wird Gottes Kind, wie auch Johannes meldet: Die ihn aber aufnahmen, denen gab er Gewalt Gottes Kinder zu werden, nämlich denen, die an seinen Namen glauben, die nicht aus dem Geblüht, auch nicht aus dem Willen des Fleisches, noch aus dem Willen des Mannes, sondern von GOTT geboren sind, 1.Petr.1; Jak.3; Joh.1; darum sagt auch Paulus, Röm.9: Das sind nicht Gottes Kinder, die nach dem Fleisch Kinder sind, sondern die Kinder der Verheißung werden für Samen gerechnet. Weil wir denn von GOTT (christlicher und nicht adamitischer Weise) geboren sein sollen, so muss man acht nehmen, wie sich die Geburt Christi hat und zugegangen sei, welche wie oben gesagt im Glauben durch Wirkung des Heiligen Geistes geschehen ist, Luk.1. wer nun seiner Art, Natur und Eigenschaften sein will und soll, der muss der Gestalt von GOTT geboren werden, auf dass er sein Kind mit Christus sein möge, 1.Petr.1; Röm.8, wie auch Petrus sagt, 1.Petr.1: Als die ihr wiedergeboren seid, nicht aus vergänglichem, sondern aus unvergänglichen Samen, nämlich dem Wort der Wahrheit. Diese Geburt aber geschieht also. Wenn das Wort gehöret und demselben Glauben gegeben wird, so wird der Glaube mit der Kraft Gottes, dem Heiligen Geist, versiegelt, der alsdann den Menschen erneuert und ihn lebendig macht, (nachdem er in Sünden tot war) in der Gerechtigkeit, die vor GOTT nicht gilt, dass der Mensch eine neue Kreatur, ein neuer Mensch nach Gottes Bildnis gestaltet oder wieder darein erneuert wird, Röm.12; Eph.2; “.Kor.5; 1.Mos.1; Eph.4; Kol.3.

Der nun also geboren wird, dem gehöret alsdann die Taufe als ein Bad der Wiedergeburt, damit er in das Testament der Gnade und Erkenntnis Gottes gezeichnet wird, Tit.3; Jer.31. Deshalb lehren wir, wie Abraham befohlen war in seinem Haus zu beschneiden, also Christo in seinem Haus zu taufen, wie die Worte beweisen, da er zu Johannes spricht: Lass es also geschehen, denn also gebühret es uns alle Gerechtigkeit Gottes zu erfüllen, 1.Mo.17; Matth.3. Wie nun Abraham in seinem Hause nicht beschneiden konnte, ehe denn ihm die Kinder geboren wurden, und sein ganzer Same nach ihm auch nicht, also im Hause Christi mag niemand getauft werden, er sei denn Christo vorher geboren durch Wort und Glauben. Der aber also geboren, wird auf seinen bekannten Glauben getauft. Also weisen die Geschichten, dass alle Apostel auch getan haben, und wir nach ihnen, Hebr.3; 1.Petr.1; Jak.1; Apg.8.

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