Warum Gott den Menschen geschaffen hat

Nun lehren wir weiter, dass Gott den Menschen allein um seiner Ehre willen gemacht und erschaffen hat. Deshalb wurde ihm, vor allen anderen Kreaturen Vernunft, Verstand und Sinnlichkeit gegeben, dass er Gott erkennen kann. 1. Mo.1; 2.Mo.20; und danach strebt, sich an ihn zu halten, ihm anzuhängen, ihn allein zu suchen, zu lieben und zu ehren. Denn Gottes Ehre ist, das sein Geschöpf in der Stellung, worin es von Gott erschaffen und gestellt wurde zu wandeln. Es hat sich darin zu bewahren, zu bleiben und nicht abbringen zu lassen. So hat Gott den Menschen als ein himmlisches Wesen geschaffen, das er himmlisch und göttlich gesinnt ist, das Himmlische und Göttliche suche, liebe, damit umgehe und in der Abhängigkeit (Gemeinschaft) von IHM bleibt. 5.Mo.6, 10 und 11; Kol.3; 1.Kor.15; 1.Mo.2, weshalb er ihm auch einen himmlischen Körper gegeben hat, das ist der Odem und Geist von Gott, der den irdischen, der von der Erde genommen war, zu Gott führen sollte und sollte der himmlische durch den irdischen Gottes Ehre rühmen und ausbreiten, das ist, den irdischen reizen, das er seinen Stand, darein er von Gott gestellt ist, das ist in göttlichem Trachten und Übung bleiben sollte, wie uns auch Paulus alle zu tun ermahnt und spricht, Kol.3: Trachtet nach dem, das droben ist, und nicht nach dem, das was auf Erden ist. _Wie es aber Gottes Ehre ist, in seinem Stand oder Ordnung zu bleiben, so ist es im Gegenteil seine Unehre, davon zu weichen und dieselbe zu verlassen; doch ist alle Kreatur in ihrer Ordnung geblieben und wartet auf das Geheiß ihres Meisters, derselbigen zu vollbringen; ausgenommen der Mensch, der unter anderen Kreaturen das Vorrecht und die Herrlichkeit hat, 1.Kö.8; Jes.1; 1.Mo.3; 5.Mo.32, ist aus seiner Stellung gefallen und von der Ordnung, worin er hineingestellt wurde, abgetrennt, Ps.94; Hebr.3 und 4; weshalb er auch eilig umkehren soll.

Weiter: Dass Gott den Menschen in Seinem Bild geschaffen hat

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