Was Gottes Bildnis sei

Gott (spricht Christus) ist ein Geist; nun aber nicht ein Geist der Lüge, sondern der Wahrheit, deshalb (wie gesagt) das Bildnis Gottes nicht Fleisch und Blut, sondern Geist ist, Joh.4; Hebr.6, nach welchem nun der Mensch geschaffen ist und es tragen soll. (in es umgeprägt werden soll) So wollte Gott, dass er nicht fleischlich, sondern geistlich gesinnt ist, deshalb gab ihm GOTT, oder blies ER ihm den Odem seines Mundes ein, 1.Mo.1; Röm.8; 1.Mo.2; den Geist seiner Wahrheit und das Bild seiner Klarheit, der den irdischen Körper regieren, sich durch ihn beweisen und sein Wesen spiegeln soll und dadurch zur Verherrlichung seines Schöpfers  dienen soll. Denn GOTT der HERR blies den Menschen an, der ward (empfing) eine lebendige Seele. Dieser Hauch und Odem GOTTES, der von GOTT ausging und dem Menschen gegeben wurde, ist das rechte Bild, ein Gleichnis Gottes, seines Wesens und Eigenschaften. Weil nun dem Menschen des Geistes die Wahrheit gegeben ist, ist er in der Wahrheit geschaffen, das er darin wandeln soll, welche Wahrheit Gott selber ist, (1.Mo.5; Joh.14) dessen Bild er tragen und beweisen soll. So lange nun der Mensch in der Wahrheit und in Gottes Gehorsam lebt und wandelt und sich von dem heiligen Geist regieren, führen und beherrschen lässt, solange hat er und trägt er Gottes Bildnis. Sobald er aber diesen verlässt und sich von dem Fleisch beherrschen und zwingen lässt, wirft er Gottes Bildnis von sich; er kann Gott nicht gefallen, wie Paulus sagt: Die aber fleischlich sind mögen Gott nicht gefallen. Röm.8

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