Wer oder was sind die Täufer?

 

1280px-Tafel_Täufer
Gedenktafel zur Erinnerung an die erste Täufergemeinde in Zollikon bei Zürich.

Eine Täufergemeinde ist eine auf Freiwilligkeit des Beitritts beruhende und vom Staat unabhängige christliche Gemeinschaft. Zu den direkten Nachfahren der Täufern gehören:

Die freikirchliche Bewegung entstand aus der Reformation im 16. Jahrhundert. Die radikal der römisch/katholischen Staats/Machtkirche widersprechenden Gläubigen wurden „Wiedertäufer“ genannt, weil sie sich, trotz erhaltener Kindstaufe erneut als Erwachsene taufen ließen, ihre Kinder aber nicht mehr zur Kindstaufe führten. Denn nur durch Herzensbekehrung gibt es eine echte Taufe und dies ist neugeborenen Kindern nicht möglich.

Aus dieser Bewegung und in deren Glaube an die echte Nachfolge Jesu Christi stammen die Wurzeln der heute noch existierenden Amish, Hutterer und Mennoniten.

Trotz massiver Verfolgung von Seiten der katholischen wie auch der teilreformierten evangelischen Kirche überlebte diese Bewegung und ist weiter im Wachsen.

Was tun Täufer?

Wir folgen unserem Herrn Jesus Christus nach. Das bedeutet für uns persönlicher Glaube, Busse und Heiligung, das schlichte Umsetzen des Evangeliums in den Alltag.

Was lehnen Täufer ab?

  • Die falsche Lehre der verschiedenen Konfessionen.
  • Die unter dem Katholizismus eingerissenen Missbräuche wie
  • Hostien statt Brot
  • Vorenthaltung des Kelches
  • Taufe ohne Busse (Kindertaufe, Zwangstaufe)
  • erfundene Sakramente (alle Sakramente wie Erstkommunion, Firmung, Beichte, Ehe usw. sind Erfindungen der Staats/Machtkirche ohne biblischer Grundlage). Gemäß der Schrift, dem Wort Gottes, der Bibel gibt es nur 3 Sakramente (Riten als äußere Zeichen):
    • Die Taufe nach der Buße (Buße = Umkehr) Markus 16, 16, Apostelgeschichte 2, 38; 22, 16,
    • Das Abendmahl Matthäus 26, 26-28,
    • Die Fußwaschung Johannes 13, 1-15
  • Segnen von Waffen
  • und vieles mehr.

Die christliche Kirche ist eine Gemeinde der Wenigen, die recht glauben und wandeln. Lukas 13, 23, Offenbarung 13, 8. Christen bleiben auf Erden also eine Minderheit.

Die Kirche der verschiedensten Konfessionen ist eine Jedermannskirche, in der Mitläufertum und äußerlicher Glaube vorherrschen und somit ins Verderben führt. Wir leben eine Kirche der Wenigen die zum persönlichen Glauben an Jesus Christus gekommen und auf Grund dieses Glaubens getauft worden sind.

Die 4 Merkmale einer christlichen Gemeinde:

  • Predigt
  • Taufe
  • Abendmahl
  • Gemeindezucht

Die Predigt:

Wir nehmen die Bibel selbst zur Hand und sind bestrebt nach der Schrift unser Leben auszurichten und danach zu handeln. Wir predigen das Wort Gottes wie es in der Bibel feststeht. Wir geben nichts dazu und nehmen nichts weg. Matthäus 5, 17-20

Die Taufe:

Wir taufen keine Kinder sondern nur gläubig gewordene Erwachsene. Ohne Busse keine Taufe, keine Erlösung. Wir taufen in aller Einfachheit ohne pompösem Zeremoniell, ohne römischen und katholischen Riten wie Bekreuzigung, Ölsalbung und dergleichen. Wir prüfen lediglich die Bußfertigkeit und achten in aller Liebe darauf, dass unsere Brüder und Schwestern nun ein christliches Leben führen und halten wollen.

Das Abendmahl:

Das Abendmahl geschieht im Gedächtnis an unseren Herrn Jesus Christus und wird gehalten wie er es uns vorgemacht hat, mit Lehre und in Form eines Essens mit Brot und Wein. Weil es ein Brot ist, sind wir, die Wenigen, ein Leib. Die Teilnahme am Abendmahl schließt die Verpflichtung zu einem christlichen Lebenswandel mit ein.

Das Abendmahl ist:

  • die Verpflichtung zur Liebe gegen Gott
  • das Brot der Liebe und christlichen Gemüts
  • ein Zeichen brüderlicher Liebe und des Friedens
  • ein Gemeinschaftsmahl

Wer da glaubt, dass ihn Jesus Christus mit seinem Blut erlöst habe, der komme und esse mit uns vom Brot und trinke mit uns vom Wein.

Gemeindezucht:

Gemeinde bedeutet Gemeinsamkeit. Gemeinsam folgen wir der Lehre Jesu Christi nach. Wir haben keinen sündhaften Umgang miteinander so wie ihn die Welt kennt, voller Lüge, Betrug, Hinterlist u.v.m. Wir behandeln uns gegenseitig so wie wir selbst von anderen behandelt werden wollen.

Dazu gibt es viele Bibelverse:
z.B. Römer 12, 9-21; 2. Thessalonicher 3, 11-15; 1. Petrus 3, 8-17.

Da auch wir nur Menschen sind, kann es schon mal geschehen, meist durch Unachtsamkeit und Verführung, dass jemand in Sünde fällt. In solchem Fall nehmen wir auch hier die Schrift wörtlich und halten uns an Matthäus 18, 15-20:

15 Wenn aber dein Bruder sündigt, dann geh zu ihm und weise ihn unter vier Augen zurecht. Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder zurück gewonnen.
16 Hört er aber nicht auf dich, dann nimm einen oder zwei Männer mit, denn jede Sache muss durch die Aussage von zwei oder drei Zeugen entschieden werden.
17 Hört er auch auf sie nicht, dann sag es der Gemeinde. Hört er aber auch auf die Gemeinde nicht, dann sei er für dich wie ein Heide oder ein Zöllner (ein Ungläubiger).
18 Wahrlich ich sage euch: Alles, was ihr auf Erden binden werdet, das wird auch im Himmel gebunden sein und alles, was ihr auf Erden lösen werdet, das wird auch im Himmel gelöst sein.
19 Weiter sage ich euch: Wenn zwei von euch überein kommen über irgend eine Sache die sie bitten wollen, so soll sie ihnen zuteil werden von meinem Vater im Himmel.
20 Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich in ihrer Mitte.

Dies ist unser vom Herrn persönlich gebotener Weg!

Amen

 

Advertisements