Wie Gott ein Volk, das Er selbst abgesondert und zum Eigentum erwählt hat, haben will

Gott der Allmächtige, seinen Namen zu ehren, dass er erkannt und gepriesen werde, machte er den Menschen nach seinem Bildnis, 1.Mo.1. Weil er nun die Wahrheit ist, Joh.14, so ist auch klar, dass Gott nichts anders vom Menschen hat wollen, denn dass er solches Bildnis der Wahrheit beweise, darinnen lebe und wandle, auf dass er (wie er ein Herrlichkeit Gottes ist) erschiene und kein Gift der Verderbnis in ihm erfunden würde, 1.Kor.11; Weish.1; 1.Mo.3, aber aus Rat der Schlange wurde der Mensch betrogen und verließ solche Herrlichkeit, fiel in die Sünde, das Bildnis des Teufels, deren er sich begab, Röm.5. Und dieweil er sich begab zum Dienst der Ungerechtigkeit, kam der Zorn seines Schöpfers über ihn und fiel in seine Ungnade, daher er auch aus dem Lustgarten zu Eden verstoßen ward, Eph.2 und 5; 1.Mo.3.   Also ward die Übertretung eingeführt, Röm.5; 1.Tim.2, die aber hernach je mehr und mehr zunahm in den Kindern der Menschen, also dass der Herr einen sehr großen Unwillen an ihnen gewann, dass er sie verlassen wollte und sprach, 1.Mo.6: Mein Geist soll nicht immerdar Richter sein unter den Menschen, dieweil sie Fleisch sind, ich will ihn von ihnen aufheben. Wie auch das an Saul gesehen wird und an andern mehr, die das Wort Gottes verworfen haben, wie uns der weise Mann bezeuget, Weish.1, in den Worten: Der Heilige Geist, so recht lehrt, der flieht die Abgöttischen und weicht von den Ruchlosen.  Hier innen wird offenbar, dass Gott anfänglich die Frommen von den Unfrommen geschieden und gesondert hat. Diesen sagt er, der Heilige Geist wolle nicht wohnen in denen, so der Sünde unterworfen sind, den andern aber verheißt er allezeit mit ihnen und ihr Gott zu sein, doch mit dem Bescheid, dass sie sich seines Angebens, Lehre und Art befleißigen und halten sollten, Matth.28; 1.Mo.17; Jer.31; 5.Mo.28, wie wir das sonderlich sehen an Abraham, der Vater aller Gläubigen genannt ist, 1.Mo.12; Röm.4; Gal.3, dem erschien der Herr und sprach zu ihm: Ich bin Gott Schaddai, das ist ein vollmächtiger und überflüssige Fülle und Genugsame alles Guten, wandle vor mir und sei fromm und getreu an mir, so will ich meinen Bund zwischen mir und dir aufrichten.   Desgleichen sagt auch Mose zu Israel, 5.Mo.7: Wenn ihr diese Rechte höret und haltet sie und darnach tut, so wird der Herr dein Gott auch halten den Bund und Barmherzigkeit, die er deinen Vätern geschworen hat, und wir dich lieben und segnen. Wie nun Gott allzeit einen Unterschied zwischen den Frommen und Unfrommen gehabt hat, wie oben gemeldet, den Frommen geliebt und den Unfrommen gehasst, wie er auch noch tut und am Ende tun wird, also hat er auch wollen, dass nicht allein vor seinen Augen, sondern auch vor den Menschen eine Absonderung und Unterschied wäre, 2.Mo.20, 5.Mo.5 und 7; Matth.25; Röm.2; 2.Thess.1, welches sonderlich in Christo angegangen ist, in welchem auch die Wiederbringung des Heils anfangs verheißen worden ist, Joh.15; 1.Mo.3.  Als aber Gott der Allmächtige aus seiner Gnade beweisen wollte, und offenbar machen, dass er an den Frommen und nicht an den Unfrommen einen Gefallen hat, sondern er ihm ein Volk ab aus allen Völkern, zu dem er Lust hatte, und befestigte seinen Bund mit ihnen, 2.Mo.20; 1.Mo.12; 5.Mo.4 und 10; 1.Mo.17; Joh.5, und gab ihnen die Beschneidung zum Zeichen desselben, dass sie alles was männlich war, unter ihnen geboren oder auch erkauft, an der Vorhaut ihres Fleisches beschneiden sollten, welches denn ei Unterschied war zwischen ihnen und den Heiden. Denselbigen verheißt nun Gott ihr Gott zu sein und sie für sein Volk zu haben, 3.Mo.17: Ich will dein und deines Samens Gott sein nach dir. Über das macht er auch noch unter ihnen einen Unterschied, da er spricht, 1.Mo.17: Um Ismael habe ich dich auch erhöret, aber mit Isaak will ich meinen Bund aufrichten, in dem will ich dir die Verheißung halten; als wollte er sagen: Nicht mit der Magd Sohn, der nach dem Fleisch, sondern mit der Freien Sohn, der nach der Verheißung geboren ist, will ich meinen Bund aufrichten; in dem will ich dir die Verheißung halten und den Segen geben, denn von ihm soll dir der Same gesegnet sein. Darum Paulus diesen Spruch also handelt und auslegt, Röm.9: Nicht sind das Gottes Kinder, die nach dem Fleisch Kinder sind, sondern die Kinder der Verheißung werden für Samen gerechnet. Daraus wird offenbar, dass Gott anfänglich nicht allen Samen Abrahams erwählet hat wie auch Paulus deutlich meldet und spricht: Es sind nicht alle Israeliten, die von Israel kommen, auch nicht alle, die von Abrahams Samen sind, sind darum auch Kinder. Ist nun dem also, so wird ohne alles Widersprechen die Figur (da die Schrift sagt: Stoß die Magt hinaus mit ihrem Sohn, denn der Magd Sohn soll nicht erben mit dem Sohn der Ehelichen, 1.Mo.21; Gal.4) mit sich bringen die Absonderung der Kindschaft von der Knechtschaft, Joh.8, die auch im Hause nicht bleiben mag, aber die Kinder bleiben ewiglich darinnen. Daher auch diese allein solche Verheißung trifft, dass Gott ihr Gott sein wolle und sie für sein Volk haben, dass er ihr Vater und sie seine Kinder sein sollen, darum er dieselben reich segnet mit allerlei Gütern, 1.Mo.17:12-13; 5.Mo.29; 2.Kor.6; 5.Mo., wie auch geschrieben stehet: Der Herr wird gebieten dem Segen, dass er mit dir sei in deinem Keller und in allem, das du vor Händen nimmst, und wird dich segnen in dem Land, das er die geben wird. Aber mit solchem äußerlichem Segen wollte der Herr beweisen den unerforschlichen Reichtum seiner Gnade, die hernach uns in Christo sollte übergeben werden, Röm.8; Joh.1, von welchem wir empfangen haben Gnade um Gnade. Darum spricht Moses weiter: Der Herr wird dich zum heiligen Volk aufrichten, wie er dir geschworen hat, darum dass du die Gebote des Herrn, deines Gottes haltest und wandelst in seinen Wegen, dass alle Völker auf erden werden sehen, dass du nach dem Namen des Herrn genannt bist, 5.Mo.28; 1.Mo.25. Welcher Zusage und Verheißung Esau (der Geburt nach) auch ein Miterbe war, in welchem Abraham die Verheißung empfing, aber solcher Verheißung machte er sich selbst unwürdig in dem Verkaufen seiner Erstgeburt, 1.Mo.25, an Jakob um eine leichte Speise, dafür er auch nicht Statt der Buße fand, wiewohl er sie mit Tränen suchte, Hebr.12; Deshalb er nicht unter die Kindschaft  zugeteilt ward, und von Jakob gesondert, 1.Mo.36. Aber in Jakob, der auch Israel genannt ist, wird die Verheißung vollstreckt, 1.Mo.32:17 und 48, da breiten sich die Geschlechter aus nach der Zahl der Menge seiner Kinder. Um dieselbigen nimmt er sich auch als um sein Volk an 2.Mo.3; 5.Mo.9; wiewohl das nicht um ihrer Frömmigkeit, sondern um seiner treuen Verheißung willen, auf das er den Bund (den Vätern verheißen) fest hielte und nicht vergesse, 1.Mos.17:26-28; 5.Mo.4; 2.Mo.8,9,10 und 12. Darum strafte er Ägypten um ihretwillen und sonderte sie ab von ihren Plagen, auf dass sie kund würde, wie der Herr Ägypten und Israel von einander scheide. Also zieht Israel aus mit Wonne und Freude, in Hoffnung das Land der Verheißung zu empfangen, 2.Mo.9 und 13; Ps.105 und 106, wiewohl sie solcher Hoffnung bald abschritten und wurden seinem Geist ungehorsam, dass er sie auch gedachte zu vertilgen in der Wüste, 4.Mo.14 und 26; 5.Mo.1; Ps.95; 2.Mo.32. Aber um seines Namens und der Bitte willen Mose, seines Knechtes unterließ er solches. Also ward ihrer verschonet, wie aber gesagt, nicht um ihrer Frömmigkeit willen, sondern aus Gnaden und Erbarmung des Allmächtigen, 5.Mo.9; 2.Mo.33; Röm.9, auf dass seine Verheißung, 1.Mo.17; 28 und 48, den Vätern geschehen, bestünde, 5.Mo.9, und die verheißene Gnade von dem Kommen Christi, 1.Mo.49, zu seiner Zeit erstattet würde, 1.Mo.12 und 22; Röm.9, der denn, wie verheißen war, aus ihnen herkommen sollte. Darum gab er ihnen sein Gesetzt, Sitten und rechte, deren sie sich halten und befleißigen, sie bewahren und  darinnen wandeln sollten, 2.Mo.20; 5.Mo.5; ;28 und 11; Ps.78, dazu mit ganzem Fleiß ihre Kinder lehren und ihnen einprägen sollten, auf das sie solches bewahrten auf Kindeskinder, dass sie den Herrn, ihren Gott, lernten fürchten ihr Leben lang, 5.Mo.10, und von
seinen Geboten weder zur Rechten noch zur Linken abwichen, Jos.1; Spr.4; 5.Mos.5; 12 und 17, auf dass nicht der verheißene Fluch über sie komme, 5.Mo.27, und das sind die Gebote, die Gott, der Herr neben andern gab durch Moses: Hütet euch, dass ihr nicht einen Bund machet mit den Einwohnern des Landes, darein ihr kommt, dass sie euch nicht ein Ärgernis werden. Ihr sollt euch mit ihnen nicht befreunden, eure Töchter sollt ihr nicht geben ihren Söhnen und ihre Töchter sollt ihr nicht nehmen euren Söhnen, denn sie möchten eure Söhne abfällig machen, dass sie fremden Göttern dienten. Sondern also sollt ihr mit ihnen tun: Ihre Altäre sollt ihr zerreißen, ihre Säulen zerbrechen, ihre Wälder abhauen und ihre Götzen mit Feuer verbrennen, 2.Mo.23 und 34; 5.Mo.7 und 12; Jos.23; Esra 10; 4.Mo.33. Dem Herrn aber, eurem Gott sollt ihr nicht also tun, sondern an dem Ort, den er erwählen wird, ihm dienen, und dahin kommen und eure Opfer und Zehnten dahin bringen, 5.Mo.10 und 26; 2.Mo.23. Allhier wird klar, dass Gott nicht will, dass sich sein Volk mit den Heiden in ihren unordentlichen Wesen vermischen, 1.Pet.4; 5.Mos.12, und an ihren Zeremonien Teil haben noch an die Orte, da sie ihren Götzendienst treiben, kommen sollten, aus der Ursache, dass sie ein andres denn die Gläubigen suchen. Deshalb sagt auch Gott durch den Propheten: Gehen auch zwei mit einander, sie seien denn vorher ein, Amos 3. Weil denn die Gläubigen und Ungläubigen nicht eins sind, 2.Kor.6; 5.Mos.9, sondern der Herr jene verlassen und vertrieben, diese aber erwählet hat, wie er selbst bezeugt: Ich habe dich allein aus allen Geschlechtern auf Erden angenommen, 5.Mo.9; Amos 3, darum auch Esra von Israel sagt, da er zu Gott spricht, 4. Esra 5: Du hast dir aus allen Hölzern den Weinstock, aus allen Gevögel die Tauben, aus allen Tieren die Schafe und aus allen Völkern ein Volk, nämlich dein Volk Israel erwählet, dass es dein Volk sei. Denn gleichwie Gott, der Herr, ein Gott über alle Götter, abgesondert ist von allen Abgöttern, 5.Mo.32; Jes.40, wie er denn selber: Wem wollt ihr mich vergleichen, oder welches Gleichnis wollt ihr mir machen, der ich zuvor verkündige die Dinge, die noch nicht geschehen sind. Und von Christo spricht Paulus: Wie stimmt Christus mit Belial, 2.Kor.6. Also will er sein Volk abgesondert haben, weil der Gläubige mit dem Ungläubigen keinen Teil hat, wie er auch selber sagt, Jer.15: Wo du dich zu mir hältst, so will ich mich zu dir halten, und wo du die Frommen lehrest sich sondern von den bösen Leuten, so sollst du mein Lehrer sein, und ehe du sollest zu ihnen fallen, müssen sie eher zu dir fallen. Denn ich habe dich wider dies Volk zur festen ehernen Mauer gemacht. Ob sie wider dich streiten, sollen sie dir doch nichts anhaben, denn ich bin bei dir, dass ich dir helfe und dich errette. Und weiter spricht er, Jes. 52: Weichet, ziehet aus von dannen und rühret kein Unreines an, gehet aus von ihr, die ihr des Herrn Geräte tragt. Und abermals, 2.Kor.6: Gehet aus von ihr, mein Volk, und sondert euch ab, spricht der Herr, und rühret kein Unreines an, so will ich euch annehmen und will euer Vater sein und ihr meine Kinder. Gehet aus von ihr, mein Volk, dass ihr nicht teilhaftig werdet ihrer Sünden und von ihren Plagen empfangt, Offb.18; 3.Mo.11. Denn wir er heilig ist und wie oben gemeldet, von allen Gräueln abgesondert, also will er auch sein Volk von der Versammlung der Gottlosen haben, auf dass sie ihm ein heiliges Volk seien, 5.Mo.32; Jer.15; 3.Mo.20 und 19; 1.Petr.1, wie geschrieben steht: Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig, der Herr, euer Gott. Allhier, wer Augen zu sehen, mag erkennen die Ursache, warum Gott seinem Volk seinem Volk befiehlt, sich von den Zeremonien jener zu sondern, nämlich dass sie sich nicht damit beflecken und verunreinigten, oder wo sie vermeinten Gott zu dienen, solche auch, wie die Heiden den Gräueln, Abgöttern und Teufeln täten, 1.Kor.10. Darum auch Mose zu Pharao sprach, 2.Mo.8: Es schicket sich nicht, dass wir im Lande opfern, denn wir möchten, denn wir möchten es der Ägypter Gräueln und nicht unserm Gott tun. Siehe, hier will Moses nicht allein nicht an die Orte gehen, da sie ihren Gräueln dienen, sondern auch im Lande gar nicht opfern. Wiewohl jemand sagen möchte, es wäre um anderer Ursache willen geschehen, so stehen aber doch die Worte so lauter und klar da ausdrückt, dass ohne Zweifel niemand leugnen kann, dass Gott nicht haben wolle, dass sie ihm länger oder weiter Ägypten dienen sollten; dieweil die Ausforderung geschehen war, 2.Mo.4. Solches beweiset auch wohl der Herr nach geschehenem Befehl, dass sie die Orte, da die Heiden ihren Göttern gedient hatten, vertilgten und ausrotten sollten, 4.Mo.33; 5.Mo.12. Daher auch Moses Gelegenheit suchet, das Volk mit Eile nach dem Befehl des Herrn auszuführen, 2.Mo.5 und 3. Nicht allein das, sondern der Herr zwinget auch den hochmütigen König, dass er sein Volk muss gehen lassen, welchen er auch zuletzt, als er ihnen nacheilte, im Meer gar umbrachte, 2.Mo.12 und 14; Ps.106. Also auch befiehlt er ihnen hernach, dass wenn sie ins Land kommen werden, da er sie hinführen wollte, die Einwohner darinnen zu vertilgen, 4.Mo.33; 5.Mo.12, auf dass sie nicht durch täglich Anschauen ihrer Zeremonien gereizt und bewegt würden, sich jener Götzen zu unterwerfen oder begeben; dazu auch alle Orte, da sie ihren Göttern gedient haben, zu verwüsten, zu verwüsten, 5.Mo.12. Und heißt es da gar nicht ändern oder in einen rechten Brauch stellen, sondern gar ausreuten. Neben dem allem drohet er ihnen auch ernstlich mit Anzeigung des Schadens, so ihnen daraus folgen würde, wo sie solches Gebot übertreten und nicht bewahren würden, und spricht, 4.Mo.33; Werdet ihr aber die Einwohner des Landes nicht vertreiben vor eurem Angesicht, so werden euch dieselben, so ihr überbleiben lasset, zu Dornen werden in euren Augen und zum Stachel in eurer Seite, und werden euch drängen aus dem Land. So wird es denn gehen, dass ich euch gleich tun werde, wie ich jenen gedachte zu tun. Solange sie nun in solchen Geboten blieben und dieselben steif hielten, nahm sich der Herr um sie als um seine Kinder an, schützte und bewahrte sie und ließ sie keinen Menschen beleidigen, Psalm 105. Sobald sie aber solcher neben andrer Gebote vergaßen und nicht mit Treue bewahren, so gab sie der Herr in die Hände derer, die sie hassten, Richt.2; 5.Mo.4 und 32, wie er ihnen zuvor durch seinen Knecht Mose verheißen hatte, und ihnen vornehmlich das Zeuglied solches vorbildete, dessen sie kann auch Josua, da er nun alt und getagt war und bald entschlafen wollte, ermahnte und sprach: Ihr habt gesehen die große Dinge, die der Herr, euer Gott an euren Feinden getan, und selber für euch gestritten hat. So seid nun sehr getröstet, dass ihr haltet alle seine Gebote, euch durch Mose befohlen, Jos.23, 6, 8, 10, 11 und 1; 5.Mo.4; Spr.4, und weichet davon weder zur Rechten noch zur Linken, so wird der Herr, euer Gott, mit euch sein, 5.Mo.5, 12, 17 und 28; 1.Mo.26, und für euch streiten, dass einer von euch tausend jagen wird. Wo ihr euch aber umwendet, 3.Mo.26; Jos.23 und diesen übrigen Völkern anhanget, und euch mit ihnen befreundet, dass ihr unter sie und sie unter euch kommen, da werden sie euch zum Strick und Netze, zum Pfahl in eurer Seite und zum Stachel in euren Augen, 5.Mo.28, bis euch der Herr in dem guten Lande vertilge und umbringe. Weiter spricht Josua: Es hat keines gefehlt an allem Guten, das euch der Herr verheißen hat, dass nicht alles gekommen ist gleichwie nun alles gekommen ist, 5.Mo.28 und 27. Also wird er auch über euch bringen alles Böse, das er euch verheißen hat und wird keines mangeln lassen, so ihr seine Gebote übertretet. Dieweil nun solches ihr Land, Herrlichkeit, Regiment und hernach auch Königreich alles auf das Reich Christi und Christum, den König, (zuvor verheißen aber hernach erst aufgerichtet) gedeutet und figuriert hat, 1.Mo.49; Apg.2 so ist solche Vertreibung nichts anders denn die Absonderung der Gläubigen von den Ungläubigen, Apg.5; Ps.1, die auch in der Gemeinde Gottes nicht sind noch bestehen mögen, denn Gott eine heilige Brau
t haben will, Eph. 5, die ohne Runzel, Flecken oder Makel sei, 1.Petr.1, heilig, gleichwie er heilig ist. Deshalb so wenig der Herr, der allmächtige Gott, einen Gefallen hatte an dem, dass Israel die Heiden unvertrieben und im Land wohnen ließ, wie denn des Herrn unvertrieben und im Land wohnen ließ, wie denn des Herrn Engel zu ihnen sprach, Richt.2:1-3; 1.Mo.15: Ich habe euch aus Ägypten geführt, wie ich euren Vätern geschworen habe, ich wolle meinen Bund mit euch nicht nachlassen ewiglich, dass ihr nicht sollet einen Bund machen mit den Einwohnern dieses Landes, und sollet ihre Altäre abbrechen. Aber ihr habt meiner Stimme nicht gehorchet. Warum habt ihr das getan? Darum sprach ich auch: Ich will sie nicht vertreiben vor euch, dass sie euch zum Strick werden unter ihre Götter zum Netz. Noch weniger hatte er heute einen Gefallen an dem, dass man mit der Welt eine Gemeinde aufrichten oder sie in die Gemeinde der Heiligen nehmen sollte, sintemal wie David sagt, der Sünder in der Gemeine der Aufrichtigen nicht bleiben noch bestehen mag, Ps.1. So denn jemand sprechen wollte: Mit den Ungläubigen richten wir auch keine Gemeinde an, sondern mit denen, so Christum bekennen; ob sie wohl in Sünde gefallen und so viel wie gar abgetrennt sind, weil sie sich aber wiederum Besserung erbieten, so gebühret uns, dass wir ihnen die Hand dazu bieten und uns nicht von ihnen ganz entziehen, wie auch alten Testament die Propheten sich nicht von Israel gesondert haben, ob sie wohl Übles taten, sondern sind bei ihnen geblieben und haben das ganze Volk mit ernstem Vermahnen wieder zu Gott geführt, also gebühret es sich auch uns jetzt. Darauf sagen wir also: Dass sich die Propheten von Israel nicht schieden ob sie wohl Übels taten, daran taten sie recht und nicht töricht, dieweil noch dazumal die Knechtschaft von der Kindschaft nicht unterschieden war, Gal.4. Darum ob sie wohl Kinder und jene Knechte waren, so waren sie doch unter den äußerlichen Satzungen gefangen, Gal.4, bis auf Christum. Nun aber die bestimmte Zeit gekommen ist, das die Knechte von den Kindern gesondert, dass sie ih Erbe und Freiheit empfingen, 1.Mo.21; Gal.4; ist nun hier kein Knecht mehr, sondern lauter Kinder durch den Glauben an Christum. Sagte dann jemand: Sie glauben doch auch an Christum, ausgenommen, dass sie in etlichen Fällen gefallen sind, darum muss man ja den Gefallenen aufhelfen. So sagen wir: Den Gefallenen aufhelfen achten wir nicht unbillig zu sein, so sie ihnen anders wollen aufhelfen, Jak.2. Es steht aber keiner durch einen toten Glauben auf, wird auch keinem geholfen, der in Sünden geharrt, so wenig als Pharao, den Gott darum erweckt hat, seine Macht an ihm zu erzeigen, 2.Mo.9; Röm.9. Darum wird niemand anders denn durch ordentliche Predigt (welche nach dem Glauben mit dem Heiligen Geist versiegelt wird) geholfen, Eph.1; Röm.8, denn Paulus sagt: Die der Geist Gottes treibet, die sind Gottes Kinder. Weil denn allein dieses Werk Gottes Kinder macht, und die Kinder jetzt in ihre Freiheit durch Christum geführt, der den Unterschied gemacht hat zwischen den Knechten und Kindern, Gal.4; Joh.8, wird er auch also bestehen, und wird niemand ohne durch den Geist Gottes getrieben in das Testament der Kindschaft, Röm.8, angenommen und die Gemeinde der Heiligen gezählt. Darum sagen auch wir, dass wir uns auch begehren, einem jeglichen zu Besserung vorzustellen und zur Reizung der Liebe aus aller Gottseligkeit; aber nicht solcher Weise, denn wir wohl durch Gottes Gnade erkennen können, dass er also Gott nicht gefällt, und auch, dass die Sache also nicht mag erlangt noch ausgeführt werden, dieweil Gott der Herr, das Werk nicht selbst treibt, aber rechter Art und Weise nach dem Angeben unsers Meisters und Anregen seinen Heiligen Geist, Matth.28 und 4; Mark.16; 2.Petr.1; Apg.2, jedermann erstens zu Buße sondern durch des Herrn Wort. Die sich nun dahin begeben und sich Gott ganz aufopfern, Röm.12, und nun ihn, das ist den Heiligen Geist in ihnen wirken lassen und in ein neues Leben treiben, die wollen wir mit Freuden auch zählen in die Gemeinde der Kinder Gottes, als die Christum aufgenommen haben, Joh.1, die andern aber, so in ihren Sünden beharren, fahren lassen und in ihrem Wert bleiben, wie Christus und die Apostel auch taten, Matth.19. So man denn von ihrem Abfall je sagen wollte, und wie ihr saget, dass sie durch das papisische Wesen verführet sind, sagen wir: Ja, so gar verführet, verfinstert und verblendet, 2.Thess.2, dass sie auch weder von Gott noch Christo gewusst, 1.Joh.3; Jes.29; Mark.7, denn allein ihn in dem Mund umgezogen und mit dem ganzen Leben verleugnet haben, daher auch Heil bei der Kreatur gesucht und dem Geschöpft mehr gedient denn dem Schöpfer selbst, Röm.1. Daher denn die ewige Weisheit spricht, Jes. 29; Mark.7: Dieses Volk lobet mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist weit von mir, darum dienen sie mir vergeblich, und will ihr Gebet erhören. So denn nun die Alten durchs papistische Wesen so gar betrogen, abgeführt und verderbt sind, dass sie auch die Kreatur mehr geehrt haben denn den Schöpfer selbst, so ist es gewiss, Röm.1; Jer.2, dass solches ein schwerer Fall und tiefes Abschreiten ist von Gott, 1.Joh.1, denn das ist die Gemeinschaft der Heiligen verlassen, Hes.16, und sich den Gräueln der Heiden begeben, das kann niemand leugnen. Will nun jemand versühnet sein und wieder zu Gott kommen, Apg.2, der muss sich von solcher gottloser Gemeinschaft absondern, Ps.119, sich dem Wort der Wahrheit ganz ergeben, Eph.5; Tit.3, und sich dieses erneuern lassen, Apg.2; 2.Kor.6, so wird er von Gott wieder begnadet und angenommen. Solches beweiset auch die Figur, 1.Esra 10; 2.Esra 13, der fremden Weiber, die sie von ihnen tun mussten, sollten sie anders wieder mit Gott versühnet werden. Also wird es  freilich auch nicht fehlen, dass der sich in fremden Bund verstricket hat, denselben zerbrechen und sich mit Christo verbinden muss, soll er anders angenommen werden, sonst wird er ihn (wie Nehemia jene von sich sagte) auch von sich zu fegen. Für das andre, so jemand von der Gemeinde abtrete oder ausgeschlossen wurde, so würde er ja nicht eher angenommen, er hätte den vorhin Buße getan, 2.Kor.2. Und weil einer im Abtreten steht, so ist er außerhalb Gottes und Christi, wie auch Johannes meldet: Wer übertritt und bleibt nicht in der Lehre Christi, der hat keinen Gott. So sie denn so lange im Abtreten gestanden sind und keinen Gott gehabt, so muss auch ihr Predigen, Taufen und alles ihr Tun unrein sein, Tit.1, denn den Unreinen ist alles unrein. weil es denn ihnen alles unrein ist, so ist es auch ein Gräuel vor Gott, ja gar nichts; denn weil sie vom Wort (welches Gott ist, Joh.1) abgewichen sind, so haben sie auch kein Wort. Darum spricht der Herr, Hos.4: Höret des Herrn Wort, denn der Herr hat Ursache zu schelten die, so im Lande wohnen. Denn es ist keine Treue, kein Glaube, keine Liebe und kein Wort im Lande, sondern Gott lästern, lügen, morden, stehlen und ehebrechen hat überhand genommen und eine Blutschuld kommt nach der andern. Deshalb haben sie weder Wort noch Taufe. Woher ist denn nun das jetzige Volk getauft? Jer.23:21. Wenn ich sagen sollt, so haben sie ihnen gepredigt, so sie doch nicht gesendet waren, und haben getauft, so ihnen nun nichts befohlen war; so ist auch ihre Taufe nichts, Matth.15, denn alle Pflanzung, die Gott, mein himmlischer Vater (spricht Christus) nicht gepflanzt hat, muss ausgereutet werden. Darum sage ich von diesem Volk, dass sie Christum weder erkennet noch empfangen noch angenommen haben, Joh.3, 14 und 1, ohne dass sie von ihren Vätern von Geschlecht (Generation) zu Geschlecht (Generation) solches Mundbekenntnis (Lippenbekenntnis) gehört, Jes.29; Mark.7, und haben nachreden lernen. Dass aber solches war sei, bezeuget uns ihre eigene Kinderzucht, die sie so sein Gottseligkeit lehren, dass sobald einer anfängt reden, fluchen lernet, in welchem es noch wohl die Eltern loben dürfen und sagen: Das wird ein seines Knäblein werden; und das am meisten beim Adel, die es andern wehren wollten. Also wird, Sir.11, der Geist der Eltern an den Kindern erkannt, daher mir solches Mundbekenntnis nichts gi
lt, denn der Teufel auch Gott nennet und mündlich bekennen kann, Jak.2; Luk.8; Jes.1. Daher weiß ich auch, Gott wird einen Gräuel daran haben. Darum achte ich, dass sie das Christentum erobert und eingenommen haben, wenn ich die ganze Wahrheit sagen soll, gleichwie, die Philister die Lade Gottes von Israel nahmen, 1.Sam.4; 5 und 6; da sie Israel erwürgten und die Lade mit sich in ihr Land führten und zu ihrem eigenen und ihres Gottes Schaden im Land hatten, und durch Schaden gewitzigt, sie wieder heimschicken mussten. Oder aufs wenigste wie die Heiden, so der assyrische König ins Land Israel führte, 4.Reg.17, und die Städte damit besetzte, unter welche der Herr Löwen schickte, die sie erwürgten, bis sie einen Priester aus Israel überkamen, der sie die Sitten und Bräuche des Gesetzes lehrte. Also lernten sie dienen dem Gott des Himmels, verließen aber dabei ihre Gräuel nicht, darum auch Gott an ihrem Dienst keinen Gefallen hatte. Also taten auch ihre Kinder. Gleichergestalt spiegelt es sich auch in den vermeinten Christen, sonderlich den Lutherischen, die auch allzeit vorgeben, Gott zu lieben und dienen, und doch daneben die Gräuel der Sünden und Untugend mit allem Dienst des Teufels nicht verlassen, sondern darinnen bleiben für und für, gleichwie ihre Väter (im Papsttum) also auch sie, und  noch ärger; darum sagt Johannes sein, wie sie in der Wahrheit wandeln, 1.Joh.2 und 4. Was geschah aber hernach, da sich Gott, der Herr, über Israel (nach seiner Verheißung) erbarmte und sie wieder in ihr Land (nach seiner Verheißung) erbarmte und sie wieder in ihr Land führte, 5.Mo.4, den Tempel, so Nebukadneza zerbrochen hatte, wiederum zu bauen durch Cyrus, den König, da er spricht, 1.Esra1: Der Herr Gott im Himmel hat mir alle Königreiche in Landen gegeben, der mir auch befohlen hat, ihm ein Haus zu Jerusalem in Juda zu bauen. Wer nun unter euch seines Volkes ist (mit dem sei der Herr, sein Gott) und ziehe hinauf nach Jerusalem in Juda und baue das Haus des Herrn, des Gottes Israels; er ist der Gott, der zu Jerusalem ist. Wer nun noch übrig ist an allen Orten, da er ein Fremdling ist, dem helfen die Leute seines Ortes mit Silber, Gold, Gut und auch aus freiem Willen zum Hause Gottes zu Jerusalem. Also zogen hinauf, denen der Herr ihr Herz traf zu bauen an seinem Haus. Als sie nun bauten und das Werk anging, kamen die Heiden, oder die Obersten unter denen, so im Lande gewohnt hatten und sprachen, 1.Esra4: Wir wollen mit euch bauen, denn wir suchen euren Gott gleichwie ihr und wir haben ihm geopfert, 4.Reg.11, seit der Zeit und der König Assarhaddan von Assyrien heraufgebracht hat. Darauf antwortete ihnen Serubabel und Josua mit den obersten Vätern unter Israel, 1.Esra4: Es ziemt sich nicht uns euch das Haus unsers Gottes zu bauen, sondern wir wollen allein bauen dem Herrn, dem Gott Israels, wie uns der König geboten hat, 1.Esra 1. Also hinderten die Heiden Israel und schreckten sie ab vom Werke, 1.Esra 4, und suchten durch Briefe Gewalt von Artaxerxes, dem König, solches Werk zu verhindern; welches sie auch erlangten, 1.Esra 5; Hag.1, bis zu Zeiten Haggai und Sacharia, der Propheten, die das Volk anhielten, des Herrn Werk zu treiben. Also sehen wird vor Augen, wie es uns mit der vermeinten Christenheit ergehet, die auch suchen mit und zu bauen und des Herrn Werk aufzunehmen, welche auch, so sie die Antwort (des frommen Serubabel, Josua und aller Obersten in Israel) hören, 1.Esra4: Es ziemt sich nicht und euch das Haus des Herrn unseres Gottes zu bauen, wir wollen allein bauen, suchen sie uns auch mit viel Arglist und Tyrannei grausamer denn Pharao, 2.Mo.5; Atiochus, 1.Mark.1, oder Nero abzuschrecken von solchem Werk und Gebäude des Herrn Hauses. aber in dem allen verhoffen wir zu unserem Gott, dass ihnen noch weniger gelingen werde als jenen, 1.Esra 5; Hag.1, da das Werk durch Anhalten der Propheten aufs herrlichste von statten ging und dennoch nicht mit bauen durften. Also auch wir hoffen, dass uns ihr Wüten und Tyrranei nicht abschrecken solle von dem Werk, so der Herr, unser Gott, durch Christus in uns angefangen hat, sondern werde das gute werk, so er in uns hat angefangen, zum Ende hinausführen zu seinem Preis, und werde und also reichlich darreichen allerlei seiner göttlichen Gnade, weil wir mit Ernst und allem unserm Vermögen uns seines gefälligen Willens befleißigen, denselbigen zu bewahren, wie er uns auch verheißen hat und spricht, 5.Mo.28, 3.Mo.26: Ich will mich zu euch wenden und will euch wachsen lassen und zunehmen und will euch meinen Bund halten, und sollt von dem Vorjährigen essen, und wenn das Neue kommt das Vorjährige wegtun. Ich will meine Wohnung unter euch haben und meine Seele soll euch nicht verwerfen, 2.Kor.6 und will unter euch wohnen und wandeln und  will euer Gott sein und ihr sollt mein Volk sein. Also wünschen wir von Herzen, 1.Petr.2, dass sich alle Menschen mit uns zu einem heiligen Haus erbauten. Weil es aber nicht ist, so bitten wir doch Tag und Nacht, dass er die alle bewahren wolle, deren Herzen er gerührt, getroffen und bewegt hat, zu kommen und an solchem Hause zu bauen, dass sie nicht abgeschreckt werden, weder mit List noch mit Drohen, noch einigerlei Weise, auch dass er die, so noch nicht beweget sind, noch bewegen wolle, dass sie zum Gebäude des Hauses des Herrn kommen, 1.Petr.2, auf dass solches Gebäude vor sich gehe, wie es in Christo angefangen hat, zum Preis Gottes des Vaters, durch Jesum Christum ewiglich. Matth.4; Luk.4.      Amen.

Weiter: Wie nun das Haus des Herrn in Christo erbauet, darin die völlige Absonderung beschlossen wird

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