Wie weit die Erbsünde schadet

Die Erbsünde (sagen wir) ist erstens der Grunde des zeitlichen Todes aller Menschen, da sie ursprünglich für das Leben geschaffen waren, so das kein Verderben (Verfall) an ihnen war. (Weish.1) Denn GOTT hat den Tod nicht gemacht. Da wir aber die Sünde alle geerbt haben, müssen wir alle, die Jungen wie die Alten den Tod schmecken. Weil es aber im Anfang vom Vater also verordnet und nun Christus in die Welt gekommen und nicht allein unsere, sondern die Versöhnung der ganzen Welt geworden ist (1.Pet.1; 1.Joh.2), so sagen wir, das die Erbsünde vor der Zeit, da sie sich im Menschen erregt und zu weiteren Sünden führt, nicht weiter als nur in den zeitlichen Tod führt, aber nicht in den ewigen, auf dass das Wort erfüllt werde: Die Kinder werden der Väter Missetat nicht tragen, sondern wer selbst sündigt, wird auch selbst sterben. (Hes.18 und 33) _Darum sagen wir, dass GOTT auch die Kinder aufnimmt, weil doch Christus auch ihr Versöhner ist. 1.Joh.2

Zum anderen sagen wir, dass auch die Erbsünde die Ursache des ewigen Todes ist, weil sie den Menschen in alle Sünde zeigt, führt und bringt und wir durch sie viel Sünde vollbringen. Denn das ist die Sünde, die alle anderen Sünden in uns erregt, bewegt und vollbringt. Wie Paulus schreibt: Die Sünde, dass sie erscheine, wie sie Sünde ist, hat sie mir durch das Gute den Tod gewirkt, auf das sie überaus sündig würde durch das Gebot. (Röm.7; 1.Kor.15; Ps.52; Jes.1; Röm.3)

Also sind nun alle Menschen in Adam gestorben, von GOTT gewichen und abgefallen, wie auch geschrieben steht: Es ist kein Frommer, auch nicht einer, da ist nicht einer der verständig ist, da ist nicht einer der nach GOTT fragt. Sie alle sind abgewichen und miteinander untüchtig geworden. Da ist nicht einer der Gutes tut, auch nicht einer. Ihr Schlund ist ein offenes Grab, mit ihren Zungen handeln sie betrügerisch, Otterngift ist unter ihren Lippen, ihr Mund ist voll Fluchens und Bitterkeit, ihre Füße sind eilend Blut zu vergießen, in ihren Wegen ist Zerstörung und Zerbrechung, aber von dem Weg des Friedens wissen sie nicht; es ist keine Furcht Gottes vor ihren Augen. (Röm.3:10-18; Pred.7:20) Also zeigen wie den Menschen an, wie sie sich von GOTT entfernt und in ihre Sünden vertieft haben. Aber auch das der Ursprung aller Sünde durch das unrechte Annehmen, das der Mensch sich das nimmt, was er nicht soll, was ihm nicht zusteht und sein Eigentum ist. Und wiederum, das er das verlässt und verwirft was er lieben und annehmen soll. (nämlich GOTT und SEIN Wort) Der Mensch liebt das, was er hassen sollte und hasst das, was er lieben soll. (Mos.3; Luk.13; Matth.10;; 1.Joh.2)

Der Mensch weist das, was GOTT ihn zeigen und lehren wollte ab und wird dadurch von ihm weggeführt und von IHM getrennt. Wer aber zu IHM kommen will, der muss das Zeitliche und Vergängliche, was er sich mutwillig als sein Eigentum genommen hat, (sei dies geistig, seelisch oder materiell) verlassen und ihm absagen, welche das rechte Buße tun ist, auf dass er allein in der Abhängigkeit (innigen Gemeinschaft) von GOTT leben kann, welche der HERR fordert und haben will. (Matth.10; Luk.14)

Weiter: Wie der Mensch Gott und Seine Gnade wieder findet – von der Reue

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