Wir glauben an Jesus Christus, Seinen Sohn, unseren Herrn

Wir glauben an Jesum Christum, dass in ihm all unser Heil und Erlösung sei, dass er des Vaters Zorn gestillt habe und Gott durch ihn der Welt versöhnet sei, 1.Joh.2, wie auch Paulus sagt: Gott war in Christo und versöhnte die Welt mit ihm selber und rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu, 2.Kor.5. Also sind wir durch ihn mit Gott versöhnet, und ist sonst kein anderer Name, darinnen wir mögen selig werden, denn in den Namen Jesus Christus von Nazareth, Apg.4. Erstens glauben wir, dass wir Christus die Erlösung haben, oder, dass uns Christus aus der Gewalt und Stricken des Teufels, damit er uns gefangen behielt, erlöst habe, Hebr.2, weil er dem Teufel die Gewalt genommen, ihn bezwungen und überwunden hat. Die Stricke des Teufels, damit er uns gefangen hielt, sind die Sünden, in denen wir gefangen lagen, und dienten dem Teufel durch Übung derselbigen, Eph.3, bis dass Christus kam durch den Glauben in uns zu wohnen, und durch seine Kraft und Wirkung die Sünde in uns hat abgeschwächt, gedämpft, getötet und hingenommen, 1.Joh.3; 1.Petr.2, auf das wir der Sünden los würden und der Gerechtigkeit lebten. Welche Gerechtigkeit aber er selbst in uns wirkt und vollbringt, weil wir ohne ihn nichts vermögen, Joh.15.

Dieweil nun er selbst, der HERR, im uns das Werk treibet und die Sünde also hinnimmt, die wir sonst nicht mochten los werden, aber nun durch ihn so viel erlöst sind, dass uns die Sünde (welche wir lang gedient haben), nicht wie vorher beherrschen möge, Röm.6, ob sie sich wohl in unsern Gliedern erregt, so ist er unser Erlöser in der Wahrheit. Wer aber noch für und für in Sünden verharrt und noch darinnen liegt oder damit gefangen ist, und sagt doch, Christus habe ihn erlöst, der tut eben, als wenn ein Gefangener (der an Händen und Füßen gebunden ist) spräche, er wäre frei. Wer würde denn das nicht für eine Torheit halten? Joh.8. Denn wer da sagt, er sei frei, wenn er gefangen ist, der sucht und  begehrt um so viel weniger los zu werden. Also auch der da sagt, es habe ihn Christus von Sünden erlöst und doch noch darinnen lebt, der zeigt an, dass er so viel weniger davon begehrt los zu werden. Aber wie oben gesagt, durch seine Zukunft in uns hat uns von der Sünde erlöst, auf dass wir der Gerechtigkeit Knecht wären, Röm.8; 1.Joh.3; Röm.6. Nun aber, sagen auch ihrer viel, allermeiste aber die Lutherischen, Christus sei ihre Gerechtigkeit und Frömmigkeit, so sie doch noch in allen Gräueln und aller Geilheit leben und wandeln, welches nicht anderes ist, Jes.29, denn sich mit dem Mund zu Gott nahen, da das Herz weit von ihm ist, Matth.15, darum es auch vielmehr eine Abführung von Christo als ein Bekenntnis Christi ist, um der Ursache willen, dass die Menschen dadurch aufgehalten werden, dass sie nach der wahren Gerechtigkeit, die in Christo Jesus ist (oder dass Christus ihre wahre Gerechtigkeit würde) nicht trachten, und bleiben also in ihren Sünden für und für.

Wir aber bekennen Christum darum unsere Gerechtigkeit und Frömmigkeit, (dadurch wir Gottes Geliebte werden und angenehm) in uns wirkt und beweist und tut, Joh.15; Phil.3, und dass wir sonst keine Frömmigkeit haben, ohne die er allein tut und in uns wirkt. Wiewohl viele wider uns schreien, dass wir durch unsere eigenen Werke suchen fromm zu werden, so sagen wir aber nein dazu, denn wir wissen, dass alle unsere Werke, so viel sie unser sind, nichts denn lauter Sünde und Unrecht sind, Röm.14; Joh.16, so viel sie aber Christi sind und Christus sie in uns tut, so viel sind sie Wahrheit, gerecht und gut, Gott angenehm und gefällig; welches wir uns auch nicht schämen zu verkündigen und rühmen, weil der Engel zu Tobias sagt, Tob.12: Heimlichkeit des Königs ist gut zu verschweigen, aber die Werke Gottes zu offenbaren und zu verkündigen ist ehrlich. Denn durch solche seine wirkende Kraft oder Wirkung führet er uns in sein Wesen, Natur und Eigenschaft, 2.Petr.1; Joh.15, darum ist es eine Frömmigkeit, die da selig macht und zu Gott führet. Also ist Christus unsere Gerechtigkeit und Frömmigkeit, Gal.2, dazu auch unser Leben, dieweil wir nicht selbst, sondern Christus in uns lebt. Also ist er auch unsere Auferstehung und Heil und alles mit einander, Luk.2. Wir glauben auch, dass die Menschungwerdung Christi, Phil.3, uns eine Verklärung sei, und sein Leiden und Sterben unser Heil und Leben, dass wir alles in ihm haben.

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